PGA Tour: Premierensieger und unglücklicher Kaymer
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PGA Tour: Premierensieger und unglücklicher Kaymer

Martin Kaymer schafft auf der PGA Tour zwar das Wochenende, aber am Finaltag der Honda Classic gelingt ihm wenig. Ein Neuling siegt.

Keith Mitchell (re.) gewinnt sein erstes Turnier auf der PGA Tour, während Martin Kaymer am Finaltag Probleme hat. (Foto: Getty / @jacknicklaus)
Keith Mitchell (re.) gewinnt sein erstes Turnier auf der PGA Tour, während Martin Kaymer am Finaltag Probleme hat. (Foto: Getty / @jacknicklaus)

Die Honda Classic 2019 sorgte über alle vier Runden hinweg für Überraschungen und unerwartete Namen an der Spitze des Leaderboards. Neben dem späteren Premierensieger Keith Mitchell war es nach zwei Runden noch der südkoreanische Rookie Sungjae Im, der sich mit Mitchell die Führung teilte. Die ortsansässige Fachpresse in Florida schrieb von "No-Names" und als sich am Moving Day auch noch der inzwischen 54-jährige Vijay Singh an die Spitze spielte, wurde ein "Duell der Generationen" ausgerufen.

Keith Mitchel feiert Premierensieg auf der PGA Tour

Zu einem solche Duell kam es am Finaltag der Honda Classic schließlich nicht und Vijay Singh verpasste es mit einer Even-Par-Runde zum ältesten Sieger auf der PGA Tour aller Zeiten zu werden. Dies lag zum einen daran, dass sich die üblichen Verdächtigen doch noch in den Kampf um den Titel einmischten und zum anderen daran, dass Keith Mitchell auf Loch 18 die Nerven behielt. Der junge Amerikaner, der erst seit 2015 als Profi unterwegs ist, lochte am entscheidenen Loch einen Putt aus knapp fünf Metern und kürte sich zum bereits vierten Premierensieger dieser PGA-Tour-Saison.

Besondere Brisanz hatte dieser Putt unter dem Gesichtspunkt, dass Mitchell Ende der Saison 2017, damals noch auf der Web.com Tour spielend, einen fast identischen Putt zum Erhalt seiner PGA-Tourkarte hatte und ihn damals noch verpasste. Im PGA National in Florida kam es nunmehr anders und Mitchell machte den damaligen Putt vergessen und strafte die "Fachpresse" lügen. Wie er sich den Sieg sicherte, können Sie im folgenden Video sehen.

Mitchells Sieg bei der Honda Classic kann darüber hinaus nicht hoch genug eingestuft werden, setzte er sich schließlich nicht gegen die "No-Names" am Finaltag durch, sondern erwehrte sich den Attacken von niemand geringerem als Brooks Koepka und Rickie Fowler. Die beiden gestandenen PGA-Tour-Profis machten über die gesamte Runde hinweg gehörig Druck auf den jungen Mitchell und lagen bis zum letzten Loch gleichauf mit ihm. Am Ende war es jedoch der Mitchell, der den entscheidenen Putt lochte und Koepka und Fowler auf den geteilte zweiten Rang verwies.

Einen Schlag hinter den beiden Ryder-Cup-Spielern platzierte sich Ryan Palmer mit einem Ergebnis von sieben Schlägen unter Par. Palmer hatte gar lange Zeit die Führung im Clubhaus inne, da der Amerikaner schon lange Zeit vor der Spitzengruppe in den Finaltag gestartet war und nach drei Runden noch bei einem Ergebnis von Even Par lag. Die beste Runde des gesamten Turniers spülte ihn jedoch fast bis an die Spitze und sicherte ihm am Ende einen zuvor doch etwas unerwarteten geteilten vierten Rang.

Martin Kaymer auf der PGA Tour weiterhin unter seinen Möglichkeiten

Abseits des Kampfes um den Sieg wollte Martin Kaymer am Finaltag an seine guten Leistungen der dritten Runde anknüpfen. Nachdem der 34-Jährige mit einem Schlag über Par soeben das Wochenende erreicht hatte, schaffte er es am Moving Day stark aufzuspielen. So hatte Kaymer vor der letzten Runde der Honda Classic die Top 20 im Visier, doch es sollte anders kommen.

Der Rheinländer erlebte einen rabenschwarzen Tag und spielte die schwächste Runde in der gesamten Woche. Ohne ein einziges Birdie musste Kaymer an den Löchern 8 und 9 Bogeys hinnehmen. Auf der Back Nine folgte ein weiteres Bogey und es wurde gar noch schlimmer, als an Bahn 14 ein Doppelbogey aus einem Schlag ins Wasser resultierte. Am Ende stand ein Gesamtergebnis von vier Schlägen über Par und der 67. Rang zu Buche. Damit hat es Kaymer bei seinen vier Auftritten auf der PGA Tour in dieser Saison zwar dreimal ins Wochenende geschafft, doch danach nie in die Top 50.

Die Highlights der 4. Runde der Honda Classic im Video



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4 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Martin Schütt

    Wie mental stark der Sieger der Honda Cl. gewesen sein musste, kann ich mir gut vorstellen und zeigt von der eisernen, geistigen Disziplin dieses Spielers. Als Mentaltrainer für Golf unter http://www.mentaltraining-golf.de weiß ich natürlich, wie viel Kraft es kostet seine Gedanken zusammen zu halten und bewundere die mentale Stärke von Mitchell, der bis zum letzten Schlag von den PGA Profis verfolgt wurde. Insbesondere, wenn so ein 5m Putt, der wie im Artikel beschrieben eine Vorgeschichte hat, einen am Ende zum Sieg oder einer Niederlage erwartet. Da muss wirklich bis zu der letzten Sekunde alles stimmen. Schade ist es natürlich für den Herrn Kaymer, dem es nicht gelang seine Spielstärke bis zur letzten Runde zu halten und am Ende auf dem undankbaren 67 Platz landete.

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    • wollte einen Albatross loswerden. Undf inde Werbung sogar in den Kommentaren.
      GP – ich kanns nicht mehr sehen, sorry. Nach so langer Zeit, immer nur noch mehr Werbung :(

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      • Tobias Hennig

        Liebe Brigitte,
        wir geben unseren Community-Mitgliedern gern die Gelegenheit, sich und ihre Ideen zu präsentieren. So lange sich das inhaltlich in einem sinnvollen Rahmen bewegt, darf hier jeder kommentieren und verlinken. Selbstverständlich achten wir darauf, dass keine reine Werbung gepostet wird. Wir selbst vermarkten/verkaufen/bewerben in den Beitragskommentaren überhaupt nichts.
        Liebe Grüße
        Tobias (Team Golf Post)

  2. Jürgen Schumann

    Bei einem Spieler wie Kaymer der seine alten Gewohnheiten nicht ablegen kann und meint er sei auf dem richtigen Weg, kann man ja auch nichts besseres erwarten, da ist der Cut schon ein großer Erfolg. Da müssen wir uns in der Zukunft wohl dran gewöhnen. Er ist nun mal leider kein großes Talent sondern muß sich alles hart erarbeiten. Aber dafür fehlt ihm leider bis jetzt der Biss.

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