"Make golf great again" - Thomas Pieters mit Botschaft zum Slow Play
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„Make golf great again“ – Thomas Pieters mit Botschaft zum Slow Play

Während der Finalrunde der Italian Open der European Tour setzt Thomas Pieters ein Zeichen bezüglich des umstrittenen Slow Play.

Thomas Pieters beweist mit einer wahnsinnig schnellen Finalrunde auf der Italian Open, dass Slow Play nicht immer ein besseres Spiel voraussetzt. (Foto: Getty)
Thomas Pieters beweist mit einer wahnsinnig schnellen Finalrunde auf der Italian Open, dass Slow Play nicht immer ein besseres Spiel voraussetzt. (Foto: Getty)

Das heiß umstrittene Dauerthema "Slow Play" scheint immer noch nicht beendet. Nachdem die European Tour im August einen Vier-Punkte-Plan aufsetzte und so die Regeln verschärfte, äußern sich immer mehr Spieler zu der Spielweise. Zuletzt machte der European-Tour-Spieler Thomas Pieters bei der Italian Open darauf aufmerksam und demonstrierte seine Position auf eine erstaunliche Art und Weise.

Thomas Pieters entgegnet Slow Play bei der Italian Open

Nachdem Thomas Pieters am Samstag der Italian Open eine 79-er-Runde unterschreiben musste, galt es für den Belgier am Finaltag als Single zu spielen. Nach der schlechten dritten Runde spielte er am vierten Turniertag jedoch durch drei Birdies und ein Triple-Bogey eine Par-Runde. Dabei ist jedoch entscheidend, wie er diese spielte - nämlich unter zwei Stunden. Dabei verbrannte er nicht nur über 1300 Kalorien, denn zusätzlich war Pieters' Herzfrequenz sogar niedriger als normal für ein "Golf-Workout", was zeigt, dass er nicht von Loch zu Loch rannte.

Nach seiner Runde tweetete der 27-jährige die Grafik seiner Fitness-App, die seine Herzfrequenz und seine verbrannten Kalorien zeigte, versehen mit dem Spruch "make golf great again". Damit ist Pieters der jüngste Spieler, der sich nicht nur gegen Slow Play ausspricht, sondern auch beweist, dass ein langsames Spiel nicht unbedingt ein besseres Spiel bedeutet. Immerhin erzielte Pieters in der Finalrunde mit seinem schnellen Spiel den gleichen Score wie an den ersten beiden Turniertagen.

Pieters' Vorreiter im "Fast Play"

Bereits vor dem Statement von Thomas Pieters bei der Italian Open spielten andere Spieler eine rekordverdächtige Rundenzeit. Im Jahr 2016 spielte Kevin Na das Finale der Tour Championship als Single und schoss eine Parrunde ebenfalls in unter zwei Stunden. "Es war nicht so, als würde ich es schnell spielen", so Na zu diesem Zeitpunkt. "Ich lief zwischen den Schlägen, aber als ich an der Reihe war, zu schlagen, ließ ich mir Zeit. Ich habe versucht, auch eine gute Punktzahl zu erzielen, denn es spielt keine Rolle, wie schnell man spielt, wenn man sich von einer 78 oder 80 vom Vortag erholt".

Ein Jahr später legte Wesley Bryan noch einen drauf und schoss in der finalen Runde der BMW Championship eine 69 innerhalb einer knackigen Stunde und 28 Minuten.