Ärger um neue Golfregeln: Strafe für PGA-Tour-Pro wird zurückgenommen
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Ärger um neue Golfregeln: Strafe für PGA-Tour-Pro wird zurückgenommen

USGA nimmt Denny McCarthys zwei Strafschläge auf der PGA Tour zurück, die er erhielt, weil sein Caddie ihm angeblich beim Ausrichten half. Auch Justin Thomas war beinahe betroffen.

Denny McCarthy und sein Caddie in der Bredouille wegen der neuen Golfregeln. (Foto: Getty)
Denny McCarthy und sein Caddie in der Bredouille wegen der neuen Golfregeln. (Foto: Getty)

Manch eine der neuen Golfregeln sorgte in den letzten Wochen für kuriose und witzige Momente, wie das Droppen aus Kniehöhe, an das sich die Spieler erst einmal gewöhnen mussten. Eine andere Regel sorgt nun allerdings schon die zweite Woche in Folge für Ärger auf den Profitouren. Es geht um die Regel 10.2b (4), die es einem Caddie untersagt hinter dem Spieler zu stehen, während dieser seinen Stand einnimmt, um zu verhindern, dass der Caddie dem Spieler Hilfestellung beim Ausrichten gibt.

Verwirrung um neue Golfregeln

In der vergangenen Woche hatte diese Regel Haotong Li den dritten Platz bei der Omega Dubai Desert Classic gekostet und ihn auf den geteilten 12. Platz zurück geworfen. Schauplatz diese Woche war die Waste Management Phoenix Open der PGA Tour, wo Denny McCarthy in der zweiten Runde erst zwei Strafschläge für den Verstoß besagter Regel erhielt, diese Strafe aber am Moving Day zurückgenommen wurde und McCarthys Score aus der zweiten Runde von 67 auf 65 Schläge korrigiert wurde. Untersucht wurde ebenfalls ein ähnlicher Vorfall, bei dem Justin Thomas beteiligt war.

Folgende Szene war der Auslöser für die Regeldiskussion:

Dass der Caddie hinter McCarthy steht, während dieser seine Probeschwünge macht, wurde als Verstoß gegen die neue Golfregel interpretiert, die besagt: "Sobald ein Spieler beginnt, seinen Stand für den Schlag einzunehmen und bis der Schlag beendet ist, ist es dem Caddie des Spielers untersagt, absichtlich an einer Stelle auf oder nahe einer Verlängerung der Spiellinie hinter dem Ball zu stehen." Während es auf dem Grün möglich ist, der Strafe zu entgehen, indem der Spieler zurücktritt und seine Vorbereitungen von neuem beginnt, gilt dies für andere Bereiche des Platzes nicht.

McCarthy entgeht Strafschlägen

Seine PGA-Tour-Kollegen standen McCarthy auf Twitter zur Seite. So sah Brad Schneider den Vorfall so, dass McCarthy erst nach seinen Probeschwüngen, als der Caddie bereits zur Seite gegangen war, begann, sich auszurichten und erst dann seinen Stand für den Schlag einnimmt.

Nach mehrfacher Betrachtung der Videos von dem Vorfall, kam die USGA anscheinend zu einem ähnlichen Schluss. In einem Statement heiß es: "Nach eingehender Überprüfung des Videomaterials wurde beschlossen, dass weder in diesem Fall noch in einem ähnlichen Vorfall Justin Thomas' betreffend, eine Strafe verhängt wird. In beiden Fällen hatte der Spieler noch nicht den Stand für den Schlag eingenommen, als der Caddie sich hinter ihm befand. Auch konnte dieser keine Hilfestellung bei der Ausrichtung geben, weil der Spieler noch dabei war zu bestimmen wie er den Schwung machen wolle. Gleiches gilt für jede andere Situation, die ähnlich abläuft."

PGA Tour, USGA und R&A arbeiten an Lösung

Die USGA erklärte außerdem: "USGA und R&A erkennen, dass mehr Klarheit gefordert ist, wie diese Regel anzuwenden ist. Wir sind fest entschlossen, die Auswirkungen zu untersuchen und werden in den kommenden Tagen notwendige Erläuterungen zur Verfügung stellen."

Auch die PGA Tour versicherte, dass sie im Kontakt mit der USGA und R&A stehe, um die Situation zu verbessern. "Es ist eindeutig, dass es unter den Spielern und Caddies große Verwirrung darüber gibt, wie die neue Regel praktisch im Wettbewerb anzuwenden ist, außerdem Fragen die Formulierung der Regel selbst betreffend und wie sie zu interpretieren ist."

Nachdem in der vergangene Woche im Falle von Haotong Li keinerlei Spielraum bei der Auslegung der Golfregel erlaubt wurde, als dieser nur Sekundenbruchteile bevor sein Caddie aus der Spiellinie tritt, beginnt, seinen Stand einzunehmen, reagierte European-Tour-Chef Pelley verärgert, dass es keinerlei "Ermessensspielraum" gebe, selbst in Fällen die weder absichtlich, noch zum Vorteil des Spielers passierten. Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel zu dem Vorfall:

PS: Alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen

Sowohl Caddies als auch Spieler müssen sich offensichtlich noch an diese Regel gewöhnen. So entstand diese Szene am Moving Day der PGA Tour, in der Rickie Fowlers Caddie aus dem Weg sprintet, um zu verhindern, dass es zu einem möglichen Regelverstoß kommt.



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