Beim Golf Talk in Köln empfehlen Experten Anfängern Schlägerfitting
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Der Golf Talk – Schlägerfitting und aktuelle Golf-Reiseziele

Wer braucht eigentlich Schlägerfitting? Experten beim Golf-Talk in Köln sehen selbst bei Anfängern einen Nutzen.

Golf Talk Köln Jordan Golf
Der Golf Talk in Köln: regelmäßig im Jordan Golfdom in Köln-Weiden. (Foto: Golf Post)


Seit Jahren steigt die Zahl der Golfer, die mit gefitteten Schlägern spielen. 2012 seien bereits 35 Prozent aller von Callaway in Deutschland verkauften Schlägersätze speziell auf einen Golfspieler angepasst, sagt Stefan Rogge von Callaway Golf. Von den beim Golf-Talk in Köln etwa 80 anwesenden Zuhörern des Golf Talk sind auch etwa ein Fünftel mit gefitteten Schlägern auf der Runde unterwegs, wie Moderator Alfred Richter mit einer Frage ans Publikum herausfindet.

Auch Anfänger profitieren von Schlägerfitting

Eine der Kernaussagen von Michael Welwarsky von Clubmate Golf: Auch Anfänger profitieren von Schlägerfitting. Die Körpermaße sollten zum Schläger passen. Insbesondere große Golfspieler hätten immer wieder das Problem, "dass sie sich um den Schläger herum falten müssen, weil sie viel zu groß für den Schläger sind", so Welwarsky. Für den Anfäger sei es wichtig, eine stabile Ausgangsbasis für den Golfschwung zu schaffen und nicht von Beginn an mit unpassenden Schlägern einen falschen Golfschwung einzuüben.

Da sich auch die Golfer ändern, ist es für Hersteller von Standardprodukten wie Callaway wichtig, immer wieder neu zu definieren, was eigentlich Standard ist und damit den Schläger zu bauen, der für die meisten Golfer passend ist. Gleichwohl kann ein Standard nicht genügen, um die Bandbreite an Körpergrößen, Muskelmasse und individueller Fitness abzubilden. Bei einem Golfspieler, der 1,98m groß ist, passt der Schläger nicht mehr, der für einen Golfer von 1,75m Körpergröße optimal ist. Daher spielt auch für Standardhersteller wie Callaway das Fitting eine große Rolle.

Spieler mit niedrigem Handicap und konstantem Schwung profitieren von Fitting, weil die Schläger so angepasst werden können, dass bei weniger Streuung mehr Länge erzielt werden kann. Ein Versprechen, das man sich gerne durch Technik einkaufen möchte.

Was kostet Schlägerfitting?

Hersteller wie Callaway oder Clubmate preisen das Fitting in den Verkaufspreis der Schläger ein und bieten daher das Fitting kostenlos an. Callaway führt nach Aussage von Stefan Rogge jährlich mehr als 600 Demo- und Fittingtage auf deutschen Golfanlagen durch. An diesen Tagen läßt sich das Fitting besonders einfach durchführen. Wer bei einem Komponentenhersteller wie Clubmate Golf einkauft, erhält ohnehin Schläger, die für den Golfer die passende Ausgangsbasis darstellen. Auch hier ist der Preis des Fittings in den Verkaufspreis des Schlägersatzes eingerechnet.



Driver, Eisen und Putter werden angepasst

Fitting beginnt in der Regel mit einem mittleren Eisen. Golfspieler unterschiedlicher Spielstärken produzieren mit einem Eisen 7 in der Regel wiederholbare Schwünge. Die mit dem Eisen gewonnenen Analyseergebnisse lassen sich dann auch für das Fitting der Hölzer verwenden. Anders sieht es mit der Anpassung der Putter aus. Horst Rosenkranz, der Puttguru, warnte eindringlich davor, Putter alleine nach optischen Gesichtspunkten zu kaufen. Mit einfachen Messmethoden lasse sich hinreichend genau messen, welcher Putter zu welchem Golfer passt. Rosenkranz führt aus: "Wenn die Messergebnisse zeigen, dass ein Golfer mit einem Putter zwölf bis 15 Prozent bessere Ergebnisse erzielt, schätzen die Golfer den besseren Putter schließlich auch als den optisch schöneren." Der größte Fehler, den Käufer ohne Anleitung begehen, sei laut Rosenkranz, dass sie Putter kaufen, die zu lang sind.

Fitting oder Standard: Wichtig ist der Spaß auf dem Platz

Am Ende waren sich alle Experten einig, dass ein Golfspieler von seinen Schlägern überzeugt sein müsse. Schläger sollen, wie es Rogge von Callaway ausführte, die Freude am Spiel verbessern.

Exkurs: Was sind die aktuellen Reiseziele?

Der zweite Teil der Talkrunde drehte sich ganz um das Thema Reisen. Kosta Mirliauntas, Geschäftsführer von Fairway Golftravel und Präsident des Golfclub St. Pauli stellte die neusten Tendenzen in Sachen Golfreisen vor. Zu den beliebtesten Golfzielen zählen laut Mirliauntas in diesem Jahr Marokko und Spanien. Zu den bereits 14 existierenden Plätzen in Marokko sind vier weitere gerade im Bau. Auch Mario Majchzsak, der kürzlich zum Golfen nach Marokko reiste, schwärmte von der guten Qualität der dortigen Plätze und Hotelanlagen. Wen es doch einmal etwas weiter weg ziehe, dem ist laut Michael Lesch Hawaii als Golfreisedesination wärmstens zu empfehlen, wobei Neuseeland und die asiatischen Plätze auch schwer im Kommen seien.

Golf Talk - Auftaktveranstaltung gelungen

Die Experten waren von Jordan Golf gut ausgewählt, so dass sich ein kurzweiliges Gespräch zwischen Experten und eingeladenen Gästen ergab. Insbesondere geschätzt wurde, dass der PGA Pro und Golftrainer Mario Majchzsak die Ausführungen der Hersteller kompetent kommentierte. Auch die Beiträge des Schauspielers und leidenschaftlichen Golfers Michael Lesch ergänzten die Sichtweise der Experten zum Gefallen des Publikums. Der Unternehmesgruppe Jordan Golf ist es mit ihrem ersten Event gelungen, mit dem Golf Talk die Golfszene im Rheinland zum Sprechen und zum Gedankenaustausch zu bringen. Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.


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Der nächste GOLFDOM Talk findet am 13.03.2013 statt und dreht sich passend zum Saisonstart um die Themen: News und Highlights für die Saison 2013, Mitgliedschaften und Augenfitting. Als prominenter Gast wird Matthias Scherz, ehemaliger Profi des 1. FC Köln und leidenschaftlicher Golfer erwartet.

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