European Tour: So gewinnt Bernd Wiesberger das Race to Dubai
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European Tour: So gewinnt Bernd Wiesberger das Race to Dubai

Bernd Wiesbergers Chancen auf den Sieg des Race to Dubai sehen gut aus, aber wer kann ihm noch wie gefährlich werden?

So stehen Bernd Wiesbergers Chancen beim Race to Dubai 2019 der European Tour. (Foto Getty)
So stehen Bernd Wiesbergers Chancen beim Race to Dubai 2019 der European Tour. (Foto Getty)

Noch nie konnte ein Österreicher die Saisonwertung der European Tour gewinnen. Mit der besten Saison seiner Karriere ist Bernd Wiesberger auf einem guten Weg, dies zu ändern. Mit einem Sieg in Südafrika hätte der Burgenländer das Race to Dubai schon vor dem großen Finale für sich entscheiden können, aber "wenn", "hätte" und "aber" geben keine Ranglistenpunkte. So gibt es vier Spieler, die Bernd Wiesberger im Finale noch gefährlich werden können: Matt Fitzpatrick, Jon Rahm, Shane Lowry und Tommy Fleetwood. Wir schlüsseln für Sie auf, wie Bernd Wiesberger sich bei der DP World Tour Championship platzieren muss, um den Gesamtsieg davon zu tragen und wann die anderen vier Spieler eine Chance haben.

So gewinnt Bernd Wiesberger das Race to Dubai

Mit drei Siegen, darunter zwei Rolex-Series-Turniere und insgesamt sieben Top-10-Platzierungen führt Bernd Wiesberger das Race to Dubai seit Wochen an. Dazu kommt ein sehr konstantes Spiel, seit April hat Wiesberger kaum einen Cut verpasst. Wenn er die DP World Tour Championship gewinnt oder Zweiter wird, hat er den Gesamtsieg definitiv sicher. Gleiches gilt für den Fall, dass er sich vor seinen vier Konkurrenten platziert. Nur wenn Wiesberger schlechter abschneidet oder gar im hinteren Bereich des 50-Mann-Feldes landet, haben die anderen eine Chance.

Wer holt Bernd Wiesberger noch ein?

Dabei gilt, dass alle vier eine herausragendes Finale spielen müssen, wenn sie Wiesberger ein Schnippchen schlagen wollen. Matthew Fitzpatrick müsste auf jeden Fall gewinnen, um seine Chancen zu wahren. Open Champion Shane Lowry muss alleiniger Zweiter werden oder sogar gewinnen. Jon Rahm darf sich den zweiten Platz mit maximal einem anderen Spieler teilen oder muss sich besser platzieren um eine Chance zu haben und selbst der Sieger der vergangenen Woche, Tommy Fleetwood bräuchte mindestens einen geteilten zweiten Platz mit nicht mehr als drei anderen Spielern, um das Race to Dubai zum zweiten Mal zu gewinnen. 2017 hatte Fleetwood schon einmal das Race to Dubai gewonnen und auch 2018 oben mitgekämpft.

Race to Dubai der European Tour im Detail

Unter der Voraussetzung, dass weder Rahm noch Lowry oder Fitzpatrick gewinnen, gewinnt Fleetwood das Race to Dubai, wenn er...

... gewinnt und Wiesberger schlechter als alleiniger Zweiter wird.

... alleiniger Zweiter wird und Wiesberger schlechter als geteilter Dritter.



... geteilter Zweiter wird (mit einem anderen Spieler) und Wiesberger schlechter als T7.

... geteilter Zweiter wird (mit zwei anderen Spielern) und Wiesberger schlechter als 15.

... geteilter Zweiter wird (mit drei anderen Spielern) und Wiesberger schlechter als 42.

Unter der Voraussetzung, dass weder Fleetwood noch Lowry oder Fitzpatrick gewinnen, gewinnt Rahm das Race to Dubai, wenn er...

... gewinnt und Wiesberger schlechter als alleiniger Zweiter wird.



... alleiniger Zweiter wird und Wiesberger schlechter als T5 (mit einem anderen Spieler.

... geteilter Zweiter wird (mit einem anderen Spieler) und Wiesberger schlechter als 21.

Unter der Voraussetzung, dass weder Fleetwood noch Rahm oder Fitzpatrick gewinnen, gewinnt Lowry das Race to Dubai, wenn er...

... gewinnt und Wiesberger schlechter als geteilter Zweiter mit einem anderen Spiel wird.

... alleiniger Zweiter wird und Wiesberger schlechter als T19.

Unter der Voraussetzung, dass weder Rahm noch Lowry gewinnen, gewinnt Matthew Fitzpatrick, das Race to Dubai, wenn er gewinnt, Wiesberger schlechter als T4 mit einem anderen Spieler und Fleetwood schlechter als alleiniger Zweiter wird.

Wenn Bernd Wiesberger seine Leistungen der letzten Monate erneut abrufen kann und sich durchsetzt, stehen die Chancen also nicht schlecht, dass wir nach Martin Kaymer (2010) erneut einen deutschsprachigen Race-to-Dubai-Sieger feiern können. Dem Sieger des Race to Dubai 2019 winkt ein Bonus von 2 Millionen Dollar, der Sieger der DP World Tour Championship erhält 3 Millionen Dollar Preisgeld.