Positive Entwicklung: Deutscher Golf-Fachhandel mit Wachstum 2018
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Positive Entwicklung: Deutscher Golf-Fachhandel mit Wachstum 2018

Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen im Deutschen Golfverband steigerten die Golffachgeschäfte ihren Umsatz.

Der deutsche Golf-Fachhandel wuchs 2018 deutlich. (Foto: Getty)
Der deutsche Golf-Fachhandel wuchs 2018 deutlich. (Foto: Getty)

Auf einer Pressekonferenz im Januar 2019 präsentierte der Deutsche Golfverband seine Zahlen für 2018 und verzeichnete einen leichten Rückgang der Mitglieder (-0,3 %), dennoch legte der deutsche Golffachhandel im Kalenderjahr 2018 um 3,9 Prozent zu, wie aktuelle Daten belegen.

Diese Daten stammen von Golf Datatech, das seit zehn Jahren ein Golf-Fachhandelspanel in Deutschland betreibt. Das amerikanische Unternehmen zählt zu den führenden Systemhäusern und Dienstleistungsunternehmen der Golfindustrie und ist weltweit tätig. Seit 1995 ist Golf Datatech anerkannter Marktführer in den USA in Sachen Golf-Business-Analyse und erhebt seit 2005 auch Handelspanel-Daten (Umsatz- und Bestandsdaten) der europäischen Golfmärkte Schweden, Großbritannien, Frankreich und Deutschland.

Fast alle führenden Hersteller verlassen sich auf die Zahlen von Golf Datatech. Die Daten sind unverzichtbar bei der Erstellung von Businessplänen und der Kollektionsentwicklung, was letztlich auch für den Endverbraucher von Vorteil ist.

Hardware legt zu, Bekleidung schwächelt

Das Wachstum im Jahr 2018 war das stärkste seit 2015 in Deutschland und betraf vor allem die “Hartwaren”, während der Bekleidungsbereich "outerwear" aufgrund des sehr heißen Sommers deutlich zurückging. Auch der Ballverkauf wuchs 2018 auch in Deutschland, was darauf hindeutet, dass 2018 mehr Golfrunden gespielt wurden als im Jahre 2017, obwohl die Mitgliederzahlen des Deutschen Golfverbandes gesunken sind.

Während sich die Daten der führenden Marken in Europa im Equipment-Segment (Schläger, Schuhe, Bälle, etc.) nicht so stark unterscheiden, zeigt der deutsche Markt phänomenale Zahlen bei Elektro Golftrolleys. Vielleicht erklärt die deutsche Liebe zum Auto diese Sonderbarkeit auf dem Markt, jedoch kann diese These auf der Grundlage von Daten von Golf Datatech nicht bewiesen werden. Der Umsatzanteil der Elektro Golftrolleys am gesamten deutschen Golfmarkt betrug 2018 beeindruckende 6,1 Prozent, gefolgt von Großbritannien (5,4 %), Frankreich (4,2 %) und Schweden (2,2 %).



Elektro-Trolleys in Deutschland gefragt

Deutsche Golfer zahlten 2018 deutlich mehr für einen E-Trolley, wie die Studie von Golf Datatech aufzeigt: nämlich durchschnittlich 1.895 Euro, Franzosen 994 Euro, Schweden 7376 schwedische Kronen (ca. 700 Euro) und Britische Golfer 506 GBP (ca. 590 Euro). Die treibende Kraft dieser High-End-Dominanz in Deutschland ist TiCad. Sein wertmäßiger Gesamt-Marktanteil in Deutschland im Jahr 2018 liegt bei 43,6 Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch wie der seines nächsten Wettbewerbers (17,9 %).