Der Tiger und die Rapperin: Cardi B will Woods musikalisch verewigen
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Der Tiger und die Rapperin: Cardi B will Woods musikalisch verewigen

Kevin Nas Move, Rory McIlroys Korrektur, Pelleys Pläne, Donald Trumps Groschengrab, dazu ein erster Geschenktipp. Die Back Nine.

Rapperin Cardi B (rechts) will ihr nächstes Album nach Tiger Woods benennen. (Fotos: Getty)
Rapperin Cardi B (rechts) will ihr nächstes Album nach Tiger Woods benennen. (Fotos: Getty)

Trittbrettfahrer? Tiger Woods hat ein für viele fast unmögliches Comeback hingelegt, die Tour Championship 2018 eingesackt und im April in Augusta das fünfte Masters und 15. Major seiner Karriere gewonnen. Nun soll er, nach all dem Lob und der Bewunderung, dafür sogar musikalisch verewigt werden. Die Rapperin Cardi B (26), in den USA durchaus ein Größe, hat angekündigt, ihr zweites Studioalbum nach dem Superstar zu benennen; „Tiger Woods“ soll 2020 erscheinen. Auf Instagram Live erklärte die Grammy-Gewinnerin aus New York, die mit bürgerlichem Namen Belcalis Marlenis Almánzar heißt und vom Magazin „Time“ 2018 zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt gekürt wurde, so: „Jedermann hat nur Mist über Tiger Woods geredet und ihn schon abgeschrieben. Und dann kam er doch zurück und holte sich dieses verdammte ,Green Jacket‘. Um das zu würdigen, werde ich mein Album mit seinem Namen betiteln.“ So ganz nebenbei dürfte das auch dem Verkaufserfolg nicht abträglich sein…

Derweil war der „so Geehrte“ am Sonntag mal wieder Gast bei Jimmy Fallon in der „Tonight Show“ auf „NBC“ und buddelte in einem Einspieler mit dem Talkmaster ein Schatzkästchen aus einem Bunker, dessen Inhalt sich dann doch bloß als Rabattgutschein einer Firma für Wohnartikel und Haushaltsausstattungen entpuppte. Aber sehen Sie selbst:

Was Kevin Na auf dem Grün buchstäblich bewegt …

Beweggründe: Mit der Shriners Hospital for Children Open 2019 hat Kevin Na das Turnier zum zweiten Mal nach 2011 gewonnen und seinen insgesamt vierten Titel auf der PGA Tour eingefahren. Das rückt die unkonventionelle Vorgehensweise – im Wortsinn – des 36-Jährige mit US- und koreanischer Staatsbürgerschaft in den Fokus, weil Na beim Putten schon losmarschiert, während sein Ball noch auf dem Weg zum Cup ist. Und oft fischt er die Murmel aus dem Loch, kaum dass sie gefallen ist. „Berühmt“ wurde Na damit im März bei der Players Championship, als Flightpartner Tiger Woods ihn nachahmte, was eine Menge Gelächter auslöse. Jetzt hat der einstige Slow-Player erklärt, was ihn auf dem Grün buchstäblich bewegt: „Die Grüns auf der Tour sind so gut, dass man mit ziemlicher Sicherheit weiß, wie sich der Ball auf den letzten Zentimetern verhält“, sagte Na. „Wenn ich ihn also quasi verfolge, um mich direkt neu aufzustellen, oder ihn zu schnappen versuche, sobald er im Loch ist, dann bin ich präsent, aktiv. Es ist ein Ausdruck von Sicherheit und Selbstbewusstsein und „pumpt“ mich fürs nächste Loch auf. Außerdem hilft es mir, etwas aggressiver zu spielen.“

McIlroys Kritik: Falscher Zeitpunkt, richtiges Thema

„Rors“ rudert zurück: Jedenfalls ein bisschen… Rory McIlroy hat eingestanden, dass seine Kritik an den für ihn zu harmlosen Set-ups auf der European Tour nicht ganz angemessen war. „Diese Besorgnis ausgerechnet bei einem Pro-Am-Turnier mit auch für Amateure freundlichen Linkskursen zu äußern, war sicherlich deplatziert“, schrieb der Nordire nach der Alfred Dunhill Links Championship auf Instagram. Generell freilich plädiert er weiterhin für schwierigere Platzgestaltungen, „damit die europäischen Golfer gegenüber den Amerikaner und den Profis aus dem Rest der Welt konkurrenzfähig bleiben“.

Neues Tour-Logo: Der Think Tank tagt

Making of …: Die European Tour entführt uns hinter die Kulissen der Entstehung ihres neuen Logos, natürlich nicht ganz ernst gemeint. Jedenfalls: Der Think Tank aka „The Content Commitee“ tagt, bestehend aus Tommy Fleetwood, Eddie Pepperell, Lee Westwood, Henrik Stenson und Thomas Björn, und verrichtet tiefgründige konzeptionelle Arbeit. Wenn man dem Quintett zuschaut, erinnert das irgendwie an Monty Python, oder?

European Tour: Vier-Punkte-Plan gegen Schnecken

Und noch was neues von der European Tour: Mit einem Vier-Punkte-Plan wollen Keith Pelley und seine Mannen der Seuche Slow Play auf dem Circuit zu Leibe rücken. Die Kurzfassung: Spieler, die im Fokus oder auf die Uhr genommen sind, erhalten nach zwei weiteren Verstößen gegen die 50-Sekunden-Frist für den ersten Schlag bzw. 40 Sekunden für alle weiteren Schläge einen Strafschlag. Auch die Geldstrafen für mehrfach auf die Uhr genommene Spieler steigen signifikant: 15 Mal ist die Grenze, danach kommt ein 30.000-Euro-„Knöllchen“. Im Gegenzug darf jeder Spieler einmal pro Runde eine weitere 40-Sekunden-Frist in Anspruch nehmen. Neue Tour-Mitglieder bekommen künftig von Referees prophylaktisch Unterweisung in Sachen Spieltempo. Ein individuelles Zeitmesssystem erlaubt fürderhin die gezielte Überwachung jedes Flights. Und schließlich wird das bislang 156-köpfige Teilnehmerfeld bei regulären Turnieren reduziert, im Minimum auf 144 Starter.



Rookie gegen Romo: Auf den Ball gespuckt?

„Video-Beweis“: Nach dem Koreaner Bio Kim und seinem Mittelfinger steht erneut ein angeblich unangemessenes Verhalten im Fokus. Bei der Safeway Open auf der PGA Tour soll Rookie Kristoffer Ventura während der zweiten Runde auf den Ball von Tony Romo gespuckt haben, nachdem der Ex-American-Football-Star und einstige Quarterback der Dallas Cowboys die Kugel mit einem 3er-Holz-Monsterschlag über 251 aufs 16. Grün befördert hatte, wo Ventura gerade zum Par putten wollte. Via Bewegtbild auf Twitter wies der in Mexiko geborene Norweger (24) die Vorwürfe zurück:

Pebble Beach im Wohnzimmer

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten! Stimmt, in elf Wochen. Da wird es Zeit für die ersten Geschenkideen. Zum Beispiel die „Phigolf WGT Edition“, mit der Amazon den Simulator quasi nach Hause bringt. Wo früher Wii nur dürftigen Ersatz bot, lässt sich heute mittels Adapter auf dem Schläger oder der beigefügten Schwunghilfe und der Phigolf-App authentisch vor dem Fernseher schwingen, die Topgolf-App liefert entsprechende Kurse. Für rund 225 Euro kommen so der Old Course in St. Andrews oder die Pebble Beach Golf Links ins eigene Wohnzimmer.

Trumps Aberdeen macht weiterhin Miese

Groschengrab: Donald Trumps hochfliegendes Projekt im schottischen Aberdeen ist weiterhin ein Verlustgeschäft. Auch 2018 produzierten die Trump International Golf Links Miese, diesmal einen Jahresverlust von 1,2 Millionen Euro, trotz leicht gesteigerter Einnahmen von 3,09 Millionen Euro. Damit ist das Resort auch im siebten Jahr seines Bestehens in den roten Zahlen, das Gesamtminus addiert sich mittlerweile auf 10,54 Millionen Euro. Die Belegschaft wurde im vergangenen Jahr von 84 auf 77 Personen reduziert; zur Erinnerung: Trump hatte der Region mal 6.000 neue Arbeitsplätze durch sein Engagement versprochen.

Marodeure auf dem Grün

Das Letzte: Zum Schluss ist etwas Mitgefühl angesagt. Dieses Foto vom Prestwich Golf Club nahe Manchester, veröffentlicht vom Greenkeeper-Team auf Facebook, kann nur jedem Golfer in der Seele weh tun. Unbekannte waren mit einem Offroad-Buggy auf den Platz gefahren und hatten auf dem siebten Grün ihr zerstörerisches Unwesen getrieben. Das untere Foto zeigt freilich auch die erfolgreichen Reparaturarbeiten. Übrigens eine gute Idee, den Golfern die vielfach verkannte Arbeit der Greenkeeper mit einem eigenen Auftritt in den sozialen Netzwerken etwas näher zu bringen …



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