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Der Ryder Cup und die Majors im Vergleich

Der Ryder Cup genießt einen besonderen Stellenwert. Mit den Majors ist er nur schwer zu vergleichen. Wir haben's trotzdem getan.

(Foto: Getty)

Kein Preisgeld, dafür Hunderttausende Zuschauer auf der Golfanlage und ein Millionenpublikum weltweit vor den TV-Geräten – der Ryder-Cup ist alles andere als ein handelsübliches Golfturnier. Doch was unterscheidet den Vergleich der Kontinente von den Majors? Und sind die Turniere untereinander überhaupt vergleichbar?

Tradition und Prestige

Am traditionellsten ist im direkten Vergleich die Open Championship, das älteste aller Majors und das einzige auf europäischem Boden, das erstmals 1860 veranstaltet wurde. Die US Open gibt es seit 1895, die PGA Championship wurde erstmals 1916 ausgespielt. Neben der Open Championship am prestigeträchtigsten ist das Masters Tournament in Augusta. Das Turnier besteht erst seit 1934 und ist damit das jüngste der vier Majors. Teilnehmen darf aber nur, wer von den Verantwortlichen eingeladen wird. Dadurch bekommt das Masters den besonderen Reiz.

Doch in Sachen Prestige hat der Ryder Cup einiges mehr zu bieten: Die besten Einzelkämpfer der Welt werden zu Teamplayern, denen das sportliche Wohl oder Wehe ihres Kontinents am Herzen liegt, angestachelt von frenetischen Fans. Beim Presidents Cup, dem Wettstreit zwischen der USA und dem Rest der Welt (außer Europa), ist das ähnlich. Ihn gibt es aber erst seit 18 Jahren.

Beim Ryder Cup lockt kein Preisgeld

In Sachen Preisgeld kann der Ryder Cup mit den großen Turnieren der Tour nicht mithalten. Denn während zum Beispiel bei der Players Championship im TPC Sawgrass im Nordosten Floridas, dem höchstdotierten Turnier der PGA Tour, insgesamt 9,5 Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden, gibt es für die Teilnahme beim Ryder Cup keinen einzigen Cent. Selbst die vier Majors bewegen sich in dieser Hinsicht mit jeweils acht Millionen Dollar in anderen Dimensionen. Hoch dekoriert sind auch die Turniere der World Golf Championship: 8,5 Millionen US-Dollar beträgt zum Beispiel das Preisgeld bei der Accenture Matchplay Championship.

Doch mal ehrlich, beim Ryder-Cup geht es um mehr: Beim Kräftemessen Europas mit den USA geht es um die Ehre und um Kontinentalstolz. Selbst für Großverdiener wie Tiger Woods oder Rory McIlroy zählt an den Tagen des Ryder-Cups nichts anderes. Und das ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.



Der Ryder Cup hat die meisten Zuschauer im Golf

In dieser Kategorie ist der Ryder Cup unschlagbar. Er mobilisiert die Massen wie kein anderes Golfturnier. In Wales waren 2010 etwa 300.000 Zuschauer live dabei, als die Europäer sich die Trophäe holten. Viele Besucher und hohe Einschaltquoten bringen auch viel Geld. Beim letzten Kampf der Kontinente 2010 generierten die Gastgeber Einnahmen in Höhe von über 90 Millionen Euro. Annähernd mithalten können da nur die British Open: Im Jahr 2010  sprachen die Veranstalter von knapp 200.000 Zuschauern und TV-Übertragungen in über 180 Länder. Zum Vergleich: Beim Masters waren circa 40.000 Zuschauer auf der Anlage dabei. Aber das liegt wohl auch daran, dass ein Ticket für Augusta schwerer zu ergattern ist als eine Eintrittskarte für den Superbowl.



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2 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Warum wird dieses tolle Spotereignis nicht im free tv Übertragen, wo golf doch olypisch wird und der golfsport ansich grosse akzeptanzprobleme in der breiten Masse hat?

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