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Zwischen Weingärten und Zugspitze: Golf-Perle Österreich

31. Okt 2014
Wundervoller Ausblick auf das Alpenpanorama. Das ist Golf in Österreich. (Foto: Maedi, Flickr)
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In Österreich regiert im Winter der Schneesport, doch die Alpenrepublik blüht langsam zum Golf-Eldorado auf.

Keine Frage, im Zusammenhang mit Österreich denkt wohl jeder zuerst an verschneite Berge, Aprés-Ski und Winterurlaub. Aber die Alpenrepublik ist mittlerweile auch ein beliebtes Reiseziel für Golfer. Mit Meeresrauschen und Palmen kann das Land im Vergleich zu südlicheren Gefilden freilich nicht dienen. In der Gunst der Deutschen rangiert das Nachbarland deshalb zwar noch hinter Spanien oder Nordafrika, aber noch vor der Türkei oder Italien.

Golf ist wichtiger Tourismuszweig

Was Österreich von Deutschland unterscheidet ist die Bedeutung des Golfsports für den Tourismus. Aus einer kleinen Nische heraus hat sich der Golftourismus in den vergangenen Jahren zu einem respektablen Wirtschaftszweig entwickelt. 156 Plätze gibt es inzwischen im ganzen Land, 14 davon sind 27-Loch-Anlagen, fünf verfügen über 36 Löcher und die Golfschaukel im Burgenland ist sogar eine 45-Loch-Anlage. Die Internationale Golftourismus Organisation (IAGTO) etwa hat Österreich im Jahr 2005 den Award „Undiscovered Golf Destination of the year“ verliehen. Die meisten Golfplätze finden sich in Niederösterreich (43), gefolgt von Oberösterreich (28), der Steiermark (24) und Tirol (20).



Golf in Österreich

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Malerischer Ausblick auf die Zugspitze – Mitten durch Weingärten

Touristisch gesehen werden die Golfspieler mit Samthandschuhen angepackt. Schließlich geben sie fast doppelt so viel aus wie ein durchschnittlicher Urlauber. Im Nobel-Urlaubsort Kitzbühel etwa kommen mittlerweile jede sechste Übernachtung und jeder dritte Euro von einem Golfer. Aber womit punktet Österreich als Golfdestination? Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes natürlicher Reiz. Da viele Golfanlagen ganz speziell für den Tourismus entworfen worden sind, kann man beispielsweise direkt am Fuße der Zugspitze und mit Blick auf steile Felswände abschlagen. Andere Plätze wiederum sind eingebettet in malerische Flusstäler mit Burgen und Schlössern. Und im Veltlinerland geht es mitten durch die Weingärten.

Große Angebotsvielfalt bei Platzwahl

Daraus resultiert eine große Angebotsvielfalt. Je nach Ambition und Handicap kann man zwischen hügeligen, hochalpinen und flachen Golfplätzen wählen, zwischen kleinen familiären und großen exklusiven Clubs. Zu guter Letzt ist da auch noch der Österreicher in seiner Funktion als Gastgeber. Er setzt auf hohe Dienstleistungsqualität, von der Startzeitenreservierung bis zur gemeinsamen Golfrunde  mit dem Hausherren. Und er ist findig, wenn es um neue Attraktionen geht. Im Golfclub Über den Dächer von Passau in Freinberg (Oberösterreich) zum Beispiel entsteht derzeit der nach eigenen Angaben weltweit höchste Abschlag auf einem Gebäude, der in einen Golfplatz integriert ist.

Abschlagplattform als neue Attraktion

Dazu, so Clubmanager Franz Schraml, werde ein ehemaliges Futtersilo ausgebaut. „Mittels Aufzug oder zu Fuß geht es dann auf die Abschlagplattform. In einer Höhe von rund 16 Metern genießt man die Aussicht, ehe das das Grün auf der anderen Seite des Tales angegriffen werden kann“, erklärt Schraml.  Ähnlich Spektakuläres gibt es im Golfclub Radstadt im Salzburger Land. Dort werden die Golfer am 12. Loch mit einer Gondelbahn zum Abschlag gebracht.

Drei ausgewählte Tipps

Der Hügelige: In Niederösterreich befindet sich der Golfclub Veltlinerland Poysdorf. Der 18-Loch-Kurs liegt in der hügeligen Landschaft des nördlichen Weinviertels. Die Bahnen führen dabei zum Teil mitten durch Weingärten und Obstbaumplantagen.

Der Hochalpine: Der imposante Blick auf die Kitzbühler Alpen charakterisiert den Golfplatz Eichenheim in Tirol. Die Anlage (Par 71) ist mit 6092 Metern Länge und fast 120 zu bewältigenden Höhenmetern eine sportliche Herausforderung.

Der Exklusive: Unweit von Wien liegt der Golfclub Fontana. Eine elegante Anlage, auf der auch schon die European Tour Station gemacht hat. Charakteristisch für den 18-Loch-Kurs sind ein zehn Hektar großer See an den Bahnen 17 und 18 sowie das luxuriöse Clubhaus. Das Tagesgreenfee beträgt allerdings auch satte 140 Euro.

Stephan Schoettl

Stephan Schoettl - Freier Autor für Golf Post

Den Sport- und Touristikmanager hat es nach einer Zwischenstation beim Radio als Redakteur zu den Printmedien verschlagen. Er ist im Allgäu daheim und dreht dort auch am liebsten seine Runden. Er schlägt die Golfbälle aber nicht nur gerne, sondern freut sich auch über besondere Exemplare für seine Sammlung. Sie finden Stephan Schöttl auch unter Google+
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