Golf: PGA Tour reagiert auf Zika Virus
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PGA Tour reagiert auf die Ausbreitung des Zika Virus

Die Ausbreitung des Zika Virus hat nun auch Auswirkungen auf den Golfsport: Die Lateinamerika Tour verlegt Turniere.

Hier bei der Hero India Open ging es um Smog, in Südamerika muss auf eine gefährlichere Drohung reagiert werden. (Foto: Getty)
Hier bei der Hero India Open ging es um Smog, in Südamerika muss auf eine gefährlichere Drohung reagiert werden. (Foto: Getty)

Der Zika Virus verbreitet sich rasant in Südamerika und auch die PGA Tour reagiert nun auf die Gefährdung. Die PGA Tour Latinoamerica verlegt die Guatemala Open und die Honduras Open um mehrere Wochen, um der akuten Situation aus dem Weg zu gehen.

Das Zika Virus verbreitet sich über Stechmückenstiche und steht im Verdacht, neben grippeähnlichen Symptomen vor allem schädlich für werdende Mütter und ihre ungeborenen Kinder zu sein. Durch die Verlegung der beiden Turniere auf Ende April beziehungsweise Anfang Mai soll das trockenere Klima auf der einen Seite, und mehr Zeit für die offizielle Bekämpfung des Virus auf der anderen Seite gewährleistet werden.

"Situation weiterhin beobachten"

"Wir werden weiterhin die Situation vor Ort beobachten und Neuigkeiten dazu weitergeben, sobald es welche gibt", sagte Jack Warfield, Präsident der PGA Tour Latinoamerica, dem Golf Channel. "Durch die Verlegung liegen beide Turniere in einem Fenster trockeneren Wetters und die lokalen Verantwortlichen haben zusätzliche Zeit, ihre Bemühungen um die Eindämmung des Virus voranzutreiben."

Diese Maßnahme folgt nicht zuletzt, weil Golfer einem erhöhten Risiko für eine Ansteckung durch das Virus ausgesetzt sind. Der Grund dafür ist die Nähe zu stehenden Gewässern, an denen die Stechmücken leben und sich vermehren. Auch für den Olympia-Standort in Rio hatte die PGA Tour zuletzt Maßnahmen angekündigt.



Zika Virus gefährdet Alex Cejkas Titelverteidigung

Ty Votaw, der "Executive Vice President for Communications and International Affairs" der PGA Tour, sagte bezüglich der Verlegungen: "Wir beobachten die Sache, aber diese beiden [Turniere, Anm. d. Red.] waren die ersten, bei denen wir eine Veränderung für nötig hielten." Für die Columbia Open (Ende Februar) und die Panama Calssic (Mitte März) seien aber wegen anderer Voraussetzungen bisher keine Änderungen geplant.

Auch für die PGA Tour selbst, und deren "zweite Liga", die Web.com Tour, stehen Events in Südamerika an. Ende März könnte Alex Cejka bei der Puerto Rico Open seinen ersten PGA-Tour-Titel verteidigen, auf der Web.com Tour liegen bis Mitte April unter anderem Events in Brasilien, Kolumbien und Mexiko an. Sollte sich die Lage in Südamerika weiter verschärfen, stehen vermeintlich auch diese Turniere zur Disposition.

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