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Golf mit Garantie: Handicap verbessert, sonst gibt’s Geld zurück

30. Jan 2015
Golftraining mit Garantie: Steffen Hartwig setzt auf zielführende Projekte statt auf Einzelstunden. (Foto: Getty)
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Golftraining mit einem zuvor gesetzten Ziel: Trainer Steffen Hartwig garantiert eine Handicapverbesserung.

„Übung macht den Meister“ – das stimmt auch beim Golf. Der Sport bedarf einer Menge Training, der Weg zum versierten Golfer kann lang sein, ja, sogar ein Leben lang dauern. Einen besonderen Lernweg hat sich Steffen Hartwig ausgedacht; er ist selbst ambitionierter Golfer und möchte das Konzept des Trainings mit dem Golfprofessional umkrempeln.

Die Idee: Nicht Golfstunden, sondern Golfprojekte

Aus Steffen Hartwigs Sicht kann Golftraining auf unterschiedliche Art und Weise effektiv sein. Der 27-jährigen Hamburger ist jedoch von einem besonderen Konzept überzeugt: Er möchte als Golftrainer keine einzelnen Golfstunden geben und diese dann pro Stunde abrechnen. Sondern er verlangt einen pauschalen Preis für ein bestimmtes Ziel – er macht quasi ein Projekt draus.

„Ich möchte zielorientiert arbeiten. Ein Schüler kommt zu mir mit einem Handicap von zum Beispiel 36. Er sagt, er würde aber gerne ein Handicap von 24 haben. Das ist sein Ziel“, erläutert Hartwig. „Daraufhin evaluiere ich in einer Probe-Golfrunde, ob mir dieses Ziel realistisch erscheint. Wenn dies der Fall ist, wird ein Vertrag zwischen uns geschlossen, in dem festgehalten wird, wie oft der Golfer pro Woche trainieren muss, um das Ziel zu erreichen.“

Die Vereinbarung ist bindend: So, wie der Schüler sein Training absolviert, ist der Trainer verpflichtet, seinem Schüler stets mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Es geht also darum, nicht einzelne Golfstunden zu erteilen, sondern den Golfer zielführend zu begleiten. „Wie lange das dauert“, so Hartwig, „ist natürlich von der individuellen Situation der Person abhängig. Aber ich setze mir selbst zum Ziel, dies in ungefähr drei Monaten zusammen mit dem Schüler zu schaffen.“

Falls das gemeinsam vereinbarte Ziel nicht erreicht wird, liegt es laut Hartwig in der Verantwortung des Pros. Dann erlässt Steffen Hartwig dem Spieler einen vorab vereinbarten Teil des Preises.

Die Bedeutung hinter dem Golftraining

Die Idee zu dem Trainingskonzept ist dem Golftrainer nach Erkennen eines Missstandes auf den Golfplätzen gekommen: „Es gibt in Deutschland zu wenig Golfer und die, die es gibt, spielen zu schlecht Golf, um Spaß daran zu haben. Viele Golflehrer sagen ihren Schülern nicht, wann und in welcher Zeit diese ein bestimmtes Ziel erreichen können. Ich hingegen gebe eine feste Garantie! Mein Ziel ist es, so vielen Leuten wie möglich, die wirklich besser werden wollen, das wunderbare Golfspielen beizubringen.“

Die Theorie will Steffen Hartwig alsbald in Deutschland in die (wirtschaftliche) Realität umsetzen. Derzeit steht er in Verhandlungen mit verschiedenen Golfclubs, auf denen er sein spezielles Training anbieten möchte.

Golftrainer Steffen Hartwig. (Bild: Steffen Hartwig)

Golftrainer Steffen Hartwig. (Bild: Steffen Hartwig)

Wer ist Steffen Hartwig?

In Hamburg geboren zog der ambitionierte Golfer in einem Alter von vier Jahren nach Amerika. Dort vertiefte er sein Golfspiel und war von 2001 bis 2005 Kapitän der Mountain View Highschool. 2004 und 2005 wurde er jeweils zum „Golf Player oft the Year“ ernannt. Im ersten Jahr von der Arizona Junior Golf Association und im darauf folgenden Jahr von der Mountain View High School.

Im Jahr 2008 spielte er bei der Gateway Tour mit und 2010 nahm er an der EPD Tour, heute ProGolfTour, teil. 2014 arbeitete er im Robinson Club Nobilis in der Türkei als Golftrainer und ist seit Anfang des neuen Jahres nun wieder zurück in Deutschland, um seine Idee zu verwirklichen.

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Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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