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Martin Kaymer punktet bei WGC Dell Match Play

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24. Mrz 2016
Martin Kaymer fährt den ersten Sieg beim WGC Dell Match Play ein. (Foto: Getty)
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Nach einem hart umkämpften Match sichert sich Martin Kaymer den ersten Sieg beim WGC Dell Match Play, Jason Day mit Verletzungssorgen.

Das zweite World-Golf-Championship-Turnier des Jahres ist ein besonderes: Beim WGC Dell Match Play geht es, im Gegensatz zu der großen Mehrheit der Turniere im Tour-Zyklus, im Modus Mann gegen Mann um insgesamt 9,5 Millionen US-Dollar. Und gleich in der ersten Runde kam der Reiz des Lochspiel-Formats in vielen Partien ungefiltert zur Geltung. Überraschende Niederlagen, spannende Zweikämpfe bis zum letzten Loch, haarsträubende Fehler und Zauberschläge, das WGC Dell Match Play hatte schon an Tag eins viel zu bieten.

Für Martin Kaymer war es in seinem Match gegen den Iren Shane Lowry über weite Strecken ein Ritt auf der Rasierklinge, den der Deutsche auf den letzten Löchern mit ein wenig Fortune und dem besten Abschlag des Tages auf Loch 18 in seinen ersten Punkt ummünzen konnte.


Martin Kaymer mit Glück und Können

Mit einem Chip-In begann Martin Kaymer als einziger Deutscher im Starterfeld seine Runde verheißungsvoll, zwei Bogeys später lag er wieder ein Loch zurück. Es war ein Kampf mit harten Bandagen, den sich Kaymer und Lowry in Austin lieferten. Sobald einer von beiden sich anschickte, das Ruder an sich zu reißen, spielte sich der andere gleich wieder zurück ins Rennen. Keiner der beiden lag über die gesamte Runde mehr als ein Loch vor.

Lowry ging mit Vorteil auf die Zielgerade, verpasste aber auf den Schlusslöchern zwei kurze Putts, die statt des vermeintlichen Sieges für den Iren eine 1up-Führung für Kaymer vor der letzten Bahn bedeuteten. Kaymer, dem zuvor bei seinen Abschlägen die Präzision abging, drivte das letzte Grün – Par 4, über 330 Meter – und nahm nach einem guten Eagle-Putt nur noch den Handschlag Lowrys entgegen. Sein brillantes Birdie auf der 16 nach einem verünglückten Abschlag und die Putt-Schwäche Lowrys hielten ihm die Tür auf, und Kaymer nutzte seine Chance.

In der zweiten Runde wird Martin Kaymer auf Zach Johnson treffen. Der amtierende Open Champion hat zwar sein erstes Match gegen Marcus Fraser klar für sich entscheiden können, insgesamt spricht seine Match-Play-Bilanz aber nicht unbedingt für ihn: Johnson ist seit 2011 jedes Mal in der ersten Runde, 2015 in der Gruppenphase, ausgeschieden.

Bernd Wiesberger mit Auftaktniederlage

Hin und wieder ließ der Österreicher Bernd Wiesberger in seinem ersten Match gegen Andy „Spaceman“ Sullivan aufblitzen, zu was er im Stande ist, insgesamt aber war das zu wenig. Sullivan ging an Loch zwei in Führung und lag nach zehn gespielten Löchern sogar 5up. An der 3&2-Niederlage vermochte auch dieser Zucker-Chip Wiesbergers zum Eagle auf Loch 12 nichts mehr zu ändern.

Jason Day mit Pyrrhus-Sieg

Der Weltranglistenzweite Jason Day konnte sein Auftakt-Match gegen Graeme McDowell zwar am Ende auf dem Papier deutlich mit 3&2 für sich entscheiden, hat aber nach der Runde mit ganz anderen Sorgen zu kämpfen: Nachdem Day sich während der Runde bereits einige Male an den Rücken fasste, sank er nach seinem Abschlag auf der 16 in sich zusammen und litt offensichtlich unter starken Schmerzen.

Er konnte die Runde erfolgreich beenden, wurde aber im Anschluss an seinen letzten Putt direkt mit einem Cart ins Clubhaus zur Behandlung gebracht. Nicht zuletzt mit Blick auf das Masters in zwei Wochen bleibt zu hoffen, dass er die Probleme schnell in den Griff bekommt. ESPN-Redakteur Jason Sobel hatte dafür via Twitter einen kleinen gemeinen Tipp parat.

Rory McIlroy profitiert von Olesens Fehlern

Was auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit aussah, gestalte sich auf dem Platz deutlich schwieriger für die Nummer drei der Welt. Thorbjörn Olesen erwischte einen starken Tag und ging am zweiten Loch in Führung, der McIlroy bis zur 15 hinterher lief. Ab dann leistete sich Olesen Unkonzentriertheiten, und an der 18 ging Mcilroy zum ersten Mal am Tag in Führung – und sicherte sich damit den Sieg mit 1up. McIlroy trifft in Runde zwei auf den Amerikaner Smylie Kaufman.

Jordan Spieth macht kurzen Prozess

Sicherlich hätte sich Jamie Donaldson für sein erstes Match beim WGC Dell Match Play jemand anderen gewünscht, als den Weltranglistenersten Jordan Spieth. Und dieser zeigte gleich zum Auftakt des Turniers, warum er an der Spitze der Welt steht: Nach sieben gespielten Löchern lag Spieth 4up, und der Waliser hatte zu keinem Zeitpunkt der Runde die Chance, sich noch einmal ins Spiel zu bringen. Spieth gewann souverän 3&2 und bekommt es in Runde zwei mit dem Zweitplatzierten von 2014, Victor Dubuisson, zu tun, der sein Auftakt-Match ebenfalls gewinnen konnte.

Jason Dufner drivt Rickie Fowler aus

Als aktuell erster Anwärter darauf, die „Big Three“ um eine Zahl zu erweitern, unterlag Rickie Fowler überraschend dem zuletzt wenig in Erscheinung getretenen Jason Dufner mit 2&1. Fowler geriet gleich am ersten Loch ins Hintertreffen, und schaffte es bis zum Ende nicht, den Spieß umzudrehen. Vielleicht lag es am ersten Drive … 😉

WGC Dell Match Play – Der Modus

Das WGC Dell Match Play wird seit 2015 mit einer Gruppenphase ausgetragen, das sogenannte „Round-Robin“-Format: Aus 16 Vierergruppen kommen nur die jeweiligen Gruppensieger in die nächste Runde. In diesem Jahr kommt eine weitere Neuerung hinzu, denn es werden in der Gruppenphase halbe Punkte für geteilte Matches vergeben, im vergangenen Jahr gab es noch in jedem geteilten Match ein Playoff. 2015 hatten zwölf der 16 Gruppensieger nach der Gruppenphase eine Bilanz von 3-0.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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