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Vorschau: Kaymer führt deutsches Sextett auf der Insel an

Beim British Masters treffen sechs Deutsche auf manch großen Namen, während sich Amerika mit dem "Rest der Welt" misst.

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25. Sep 2017
Martin Kaymer führt die deutsche Riege in Großbritannien an. (Foto: Getty)


Mit dem Presidents Cup geht die PGA-Tour-Saison endgültig zuende, auf der European Tour hingegen ist es noch nicht soweit. Im November erst stehen hier die Turniere zum Saisonabschluss an, während auf der Web.com Tour bereits in dieser Woche das Saisonfinale ausgetragen wird, wo es für Alex Cejka um die PGA-Tour-Karte geht. Für die Profis in Europa indes gilt es noch, sich im Race to Dubai und auf der Road to Oman nach vorne zu arbeiten - eine Aufgabe, die ein deutsches Quintett in Großbritannien und ein Sextett in Spanien in dieser Woche dankbar annehmen. Die Damen feiern währenddessen eine Premiere ohne deutsche Beteiligung.

Hochkaräter zu Gast in England

Beim British Masters treffen sich in dieser Woche einige namhafte Profis. Neben dem Weltranglistensechsten Rory McIlroy und dem amtierenden Masters-Champion Sergio Garcia lässt sich auch die deutsche Nummer eins Martin Kaymer die Chance auf eine gute Basis für den kommenden Saisonendspurt nicht entgehen. Es ist der dritte European-Tour-Start des Düsseldorfers nach der Zwangspause, die er sich selbst zum Auskurieren seiner Schulterverletzung verordnet und wegen der er sogar die diesjährige PGA Championship verpasst hatte.

Begleitet wird Kaymer von fünf seiner Landsmänner, Sebastian Heisele ist der vierte unter den Nachrückern und konnte so noch kurzfristig ins Feld rutschen. Eine spannende Angelegenheit dürfte das Event auch für Österreichs Nummer eins Bernd Wiesberger werden: Im vergangenen Jahr machte Alex Noren mit zwei Schlägen Vorsprung vor ihm das Rennen, sodass er bei der diesjährigen Austragung den Titel, der ihm damals entglitt, erneut anzuvisieren gedenkt.

European Tour British Masters
Platz Close House GC, Newcastle upon Tyne, UK
Preisgeld 3 Mio. Britische Pfund (etwa 3,4 Mio. Euro)
Titelverteidiger Alex Noren
Headliner Rory McIlroy, Sergio Garcia, Danny Willett, Miguel Angel Jimenez, Tommy Fleetwood
Deutsche Starter Martin Kaymer, Marcel Siem, Florian Fritsch, Bernd Ritthammer, Alexander Knappe, Sebastian Heisele; Österreicher: Bernd Wiesberger

Die USA den Rest der Welt

Ein weiteres Golfhighlight des Jahres findet in dieser Woche statt. Der im Zweijahres-Rhytmus ausgetragene Presidents Cup ist das internationale Pendant zum Ryder Cup, der Vergleich zwischen Team USA und Team International. Das internationale Team setzt sich aus den besten Nicht-Europäern zusammen. Vor zwei Jahren gewann die USA mit nur einem Punkt Unterschied, diesmal sinnen die "Internationals" auf Revanche. Beide Teams sind bestens aufgestellt und es wird ein heißer Kampf.

Über vier Tage hinweg erstrecken sich die Duelle - donnerstags werden fünf, samstagvormittags vier Foursome-Matches, freitags fünf und samstagnachmittags vier Fourball-Matches ausgetragen. Am Sonntag dann wird in den zwölf abschließenden Einzelduellen schließlich entschieden, an wen der Cup in diesem Jahr geht.

PGA Tour Presidents Cup
Platz Liberty National GC, Jersey City, New Jersey, USA
Preisgeld Kein Preisgeld
Titelverteidiger Amerika
Headliner Dustin Johnson, Jordan Spieth, Justin Thomas, Jason Day, Hideki Matsuyama, Adam Scott, etc.
Deutsche Starter -

Von Dellingshausen auf der Erfolgsspur

Mit drei Siegen auf der ProGolf Tour stieg Nicolai von Dellingshausen im August erst auf die Challenge Tour auf - und machte nahtlos dort weiter, wo er aufhörte. Nach nur fünf Turnieren liegt der 24-Jährige bereits auf Platz 26 in der Geldrangliste, könnte mit weiteren erfolgreichen Wochen den glatten Durchmarsch auf die European Tour schaffen und damit die Challenge Tour zur knappen Zwischenstation degradieren.

Dafür allerdings muss er weiter Leistung zeigen und es schließlich unter die ersten 15 Spieler im Ranking schaffen. Einen weiteren Schritt dorthin könnte für ihn die Challenge de Espana im spanischen Urturi bedeuten, wo er mit fünf weiteren deutschen Spielern, die ebenfalls auf einen Vormarsch auf der Road to Oman sinnen, an den Start geht.

Challenge Tour Challenge de España
Platz Izki Golf Club, Urturi, Spanien
Preisgeld 200.000 Euro
Titelverteidiger Adrien Saddier
Headliner Pedro Oriol, Paul Howard, Richard McEvoy
Deutsche Starter Nicolai von Dellingshausen, Moritz Lampert, Christian Bräunig, Julian Kunzenbacher, Marcel Schneider, Philipp Mejow

Der finale Akt in Cejkas Kampf um die Tourkarte

Wie für einige andere PGA-Tour-Profis ist Alex Cejka in diesem Jahr gezwungen, zum Erhalt seiner PGA-Tour-Karte erfolgreich die Web.com-Tour-Finalturniere zu absolvieren. Während Stephan Jäger, der bereits eine ausgesprochen erfolgreiche Saison auf der Tour absolvierte, als einer der Top-25-Spieler seine Tourkarte bereits sicher hat, muss Cejka im finalen Turnier noch kämpfen. Derzeit liegt er unter den Top 10 in den Rankings der Finals, die Top 25 bekommen die Tourkarte. Eine gute Leistung in dieser Woche würde ihm also in jedem Fall den Klassenerhalt sichern.

Web.com Tour Web.com Tour Championship
Platz Atlantic Beach CC, Florida, USA
Preisgeld 1 Mio. US-Dollar (etwa 836.000 Euro)
Titelverteidiger Emiliano Grillo
Headliner Daniel Summerhays, Hunter Mahan
Deutsche Starter Alex Cejka, Stephan Jäger

LPGA Tour mit Debut in Neuseeland

Gänzlich ohne deutsche Beteiligung auskommen muss hingegen die erste New Zealand Women's Open der LPGA Tour. Wie viele andere Proetten treten Sandra Gal und Caroline Masson die weite Reise nach Neuseeland nicht an, findet doch das nächste Turnier wieder in den Vereinigten Staaten statt. Die ehemalige Weltranglistenerste Lydia Ko, die noch immer unter den Top 10 im Rolex Ranking weilt, lässt sich hingegen einen Auftritt als Lokalmatadorin nicht nehmen und wird einen Sieg auf heimischem Boden anpeilen.

LPGA Tour New Zealand Women’s Open
Platz Windrose Farme GC, Auckland, New Zealand
Preisgeld 1,3 Mio. US-Dollar (etwa 1,1 Mio. Euro)
Titelverteidiger - (Erstaustragung)
Headliner Danielle Kang, Brooke Henderson, Lydia Ko
Deutsche Starter Keine

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Eric Effey

Eric studiert Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal und arbeitet seit Juli 2017 für Golf Post. Anfang 2016 hat er das Golfspielen für sich entdeckt und ist seitdem Feuer und Flamme für das Thema Golf. Inzwischen hat Eric ein Handicap von 12,5 und ist mehrmals die Woche auf dem Platz des GC Mettmann zu finden.

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