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Colorado GC: Kontinentalduell in privater Atmosphäre

14. Aug 2013
Europäisches und US-amerikanisches Solheim-Cup-Team im Colorado Golf Club. Freitag geht's los mit den ersten Matches. (Foto: Getty)
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Der Schauplatz des Solheim Cup hatte prominente Fürsprecherinnen. Trotzdem ist er den wenigsten bekannt.

Tom Lehman sagt, es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. Der US-Profi meint den Colorado Golf Club, wo er 2010 im Playoff die Senior PGA Championship gewann. Jetzt wird dort der 13. Solheim Cup in Szene gesetzt. „Colorado Wer?“: Der Platz, auf dem Europas und Amerikas Proetten zum Kontinental-Duell antreten, ist keine Adresse mit einem großen Fähnchen auf der Golf-Weltkarte. Dies liegt vor allem daran, dass der Colorado Golf Club (CGC) ein sehr privates und exklusives Etablissement ist.

Einmal erst war die 2007 eröffnete Anlage knapp 45 Kilometer südöstlich von Denver Gastgeber eines großen Turniers, eben jener „Senior PGA“. Vor drei Jahren freilich „thronte“ über dem Golfkurs noch eine halbfertige Geisterhöhle mit Bauzäunen rundherum, zwischen denen Bernhard Langer und Co. ihren Weg zu den provisorischen Umkleiden suchen mussten.


Weltbestes neues Clubhaus

Heute ist der 4.000-Quadratmeter-„Palast“ in Naturstein und Holz laut BranchenPortal Golf Inc. das weltbeste neue Clubhaus. Sowieso hat der CGC alle Infrastruktur, die es für ein Ereignis wie den Solheim Cup braucht: Lounges und Konferenzräume, SPA und Fitness-Center. Dazu weitläufige Übungseinrichtungen, einen anspruchsvollen Neun-Loch-Kurzplatz und Cottages, in denen die Spielerinnen vor Ort logieren können.

Mehr noch: Der CGC kann auf ein enthusiastisches Gemeinwesen bauen. Die Stadt Parker mit ihren rund 45.300 Einwohnern tickt komplett im Solheim-Cup-Takt. Sogar einen Shuttle Dienst zur City wurde eingerichtet, um den Fans das Navigieren durch fremde Landstriche zu ersparen. Nicht ganz uneigennützig: Parker erwartet 125.000 Zuschauer, davon mindestens 60 Prozent von außerhalb und aus Übersee. Bürgermeister David Casiano hofft für seine Stadt auf Umsätze von 20 Millionen Dollar.

US-Kapitänin kennt Platz aus dem Effeff

Für eine angemessene Bühne bei den anstehenden Matchplays bürgen schon die Namen der Designer: Ben Crenshaw und Bill Coore. Die 18 hochklassigen Löcher des Clubs, der auf dem Gelände eines Gestüts für Araberpferde entstand, schlängeln sich in bis zu 1.860 Metern Höhe durch das Vorland der Rockies. Crenshaw und Coore folgten beim Layout strikt der Topografie; direkt nach der Eröffnung kürte das Golf Magazine den Kurs zum besten neuen Privatplatz der USA.

Vor allem aber dürften zwei persönliche Noten die Wahl des CGC als Solheim-Cup-Schauplatz begünstigt haben. Zu den Club-Gründern zählt der bekannte Golflehrer Mike McGetrick. Eine seiner Schülerinnen ist Juli Inkster, „Grande Dame“ der LPGA, die sich für den Colorado Golf Club stark gemacht hat. McGetrick hat noch eine prominente Elevin: Meg Mallon. Die Kapitänin der US-Staffel kennt das Terrain aus dem Effeff. Als Gastgeberin darf sie das Set-up bestimmen: Trotz der Höhe erwartet Europas Proetten in Colorado eher dicke Luft.


Go Europe! Impressionen vom letzten Solheim Cup 2013

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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