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Platzreife – und dann? Eine Starthilfe für Einsteiger

23. Mai 2013
Die Golf-Platzreife ist die erste Hürde. Doch wie geht es weiter? (Foto: IMGacademy/flickr)
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Mitgliedschaft, Equipment, Training: Nach der Platzreife warten viele Möglichkeiten, aber auch viele Kosten. Die besten Tipps für Einsteiger.

Für die meisten Golfer ist die bestandene Platzreife-Prüfung der Startschuss in ein neues Hobby. Aber bevor es richtig losgehen kann, müssen ein paar Entscheidungen getroffen werden. Welche Ausrüstung brauche ich? In welchem Club soll ich Mitglied werden? Wie kann ich regelmäßig trainieren? Und vor allem: Was kostet das alles?

Equipment-Anschaffung amortisiert sich schnell

Einzelne Schläger oder sogar komplette Bags kann man für zehn bis zwanzig Euro zwar in fast jedem Golfclub leihen, trotzdem ist es empfehlenswert, eigenes Equipment anzuschaffen, weil sich die Investition relativ schnell amortisiert. Für Anfänger ist es ratsam, eine Ausrüstung aus dem unteren Preissegment zu kaufen. Ein Komplett-Set in der Preisklasse von unter 200 Euro reicht aus, um die ersten Schritte als Golfer zu erlernen. Allerdings sollten SpielerInnen, die von ihrer Körpergröße her deutlich von den Standardmaßen abweichen, nicht darauf verzichten, ihren Schlägersatz individuell verlängern oder verkürzen zu lassen.


Zur Ausrüstung zählt neben den Schlägern auch die Kleidung. Für die erste Runde muss man nicht im Ian-Poulter-Gedächtnis-Look auflaufen, aber auf richtige Golfschuhe sollte man nicht verzichten, weil sie den Fuß vor Stock und Stein – und auch Nässe – schützen. Vernünftiges Schuhwerk gibt es schon ab 50 Euro und erleichtert das Leben auf der Runde erheblich.

Fazit: Für rund 250 Euro ist man zu Beginn absolut ausreichend ausgerüstet. Achtung: Auf vielen Anlagen sind Bluejeans nicht erlaubt.

Üben, üben, üben – mit und ohne Golf-Pro

Die Motivation könnte kaum größer sein: Platzreife in der Tasche, die neuen Schuhe an den Füßen und das eigene Bag auf dem Rücken. Und dann wird die erste 18-Loch-Runde zu einem sportlichen Waterloo.

Damit das nicht passiert, sollte auch nach dem Erhalt der Platzreife das Wort ÜBEN groß geschrieben werden. Am besten bildet man eine kleine Trainingsgruppe und kontrolliert sich gegenseitig beziehungsweise nimmt regelmäßig eine Trainerstunde bei einem Golf-Pro. Eine Stunde kostet rund 50 Euro, unabhängig davon, wie groß die Gruppe ist. Tipp: In einer kleinen Gruppe von zwei bis drei Leuten ist eine Trainerstunde für den einzelnen gleich viel günstiger, wenn man sich in die Kosten reinteilt.

Fazit: Schon für kleines Geld dürfen Driving Range, Kurzplätze und Übungsgrüns genutzt werden und helfen am Anfang mehr als ungeübt auf die Runde zu gehen.

Das Wirrwarr der verschiedenen Mitgliedschaften

Will man uneingeschränkt auf verschiedenen Golfplätzen spielen, ist eine Mitgliedschaft in einem Golfclub, der dem deutschen Golfverband (DGV) angeschlossen ist, zwingend notwendig. Hier bieten sich ganz unterschiedliche Modelle an.

Eine Vollmitgliedschaft in einem Golfclub ist die komfortabelste aber auch die teuerste Lösung. Als Mitglied darf man die Anlage unbeschränkt nutzen und gegen eine Startgebühr auch an den vom Club veranstalteten Turnieren teilnehmen. In der Regel kostet eine Club-Mitgliedschaft mehr als 1.000 Euro jährlich. Für viele Einsteiger, die noch gar nicht abschätzen können, wie oft sie eigentlich zum Golf spielen kommen, ist diese finanzielle Hypothek zu groß.

VcG-Mitglied günstig, mit Einschränkungen

Deutlich günstiger sind eine Mitgliedschaft im VcG (Vereinigung clubfreier Golfspieler) oder eine Fernmitgliedschaft in einem Golfclub freier Wahl. Gegen eine jährliche Gebühr von 195 Euro für die VcG-Mitgliedschaft oder rund 120 Euro für eine Fernmitgliedschaft erhält man den nötigen Ausweis samt Handicap-Verwaltung. Allerdings müssen VcG- oder Fernmitglieder vor jeder Runde Greenfee zahlen; Fernmitgliedern wird in einigen Golfclubs sogar noch etwas mehr als das reguläre Greenfee berechnet.

VcG-Mitglieder brauchen die Zusatzkosten auf das Greenfee zwar nicht zahlen und können außerdem an über 70 Turnieren in ganz Deutschland teilnehmen, die eigens für die VcG-Community veranstaltet werden. Wer jedoch von einem festen Golfclub zur flexiblen VcG wechseln will, muss mindestens ein halbes Jahr ‚club-frei‘ gewesen sein – nur unter dieser Voraussetzung darf die VcG neue Mitglieder aufnehmen.

International Golf Community eine Option

Die International Golf Community (IGC) bietet Mitgliedschaften gepaart mit Greenfee-Gutscheinen auf Partnerclubs an. Die Tarife beginnen bei 169,- Euro und enden bei 759,- Euro jährlich, je nachdem, wieviele Runden man im Jahr drehen möchte. Die Mitgliedschaft ist üblicherweise an eine Einschreibegebühr von 220 Euro gebunden; aktuell und bis zum 31.05.2013 läuft jedoch bei der IGC eine Aktion, bei der die Einschreibegebühr entfällt.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei der Anmeldung zur Platzreife geboten: Nicht jede Platzreife wird von allen Clubs akzeptiert. So wird zum Beispiel die von der ‚Kette‘ Golfcity ausgestellte Platzreife nicht vom VcG anerkannt. Deshalb ist es ratsam, sich möglichst früh zu informieren, welche Voraussetzungen man für die eigens bevorzugte Mitgliedschaft benötigt.

Fazit: Viele Anfänger entscheiden sich für eine Mitgliedschaft mit einer möglichst kleinen Grundgebühr – hier empfiehlt sich eine Fernmitgliedschaft oder eine Mitgliedschaft bei der VcG. Das ist deswegen sinnvoll, weil jeder erst einmal für sich austarieren sollte, wie viel Zeit und Muße man dem Golfsport widmen kann und möchte.

Platzreife-Theorie: Würden Sie noch einmal bestehen?


Platzreifeprüfung: Würden Sie noch einmal bestehen?

Andreas Cueppers

Andreas Cueppers - Freier Autor für Golf Post

Andreas glaubt an die Liebe auf den ersten Chip und Golf ist für ihn kein Sport, sondern eine Sucht. Inzwischen hat der Diplom-Sportwissenschaftler das einstellige Handicap geknackt. Weil im Wohnzimmer ein Übungsgrün liegt, lässt ihn der Putter nur selten im Stich.
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4 LESER-KOMMENTARE

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  1. Yvonne Mühlhausen

    Danke für die tollen Tipps!
    Ich selber habe vor einigen Wochen meine Mitgliedschaft bei Tchibo abgeschlossen.
    Für 155 Euro inklusive aller Nebenkosten p. a. ist das günstiger als die VcG und es gibt einen „echten“ DGV-Ausweis.

    Jetzt werde ich die Plätze in der Region testen und dann schauen wir mal, in welcher Anlage ich Mitglied wäre.

    Lieben Gruß

    Yvonne

    Antworten

  2. Gute Tipps, danke.

    Antworten

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