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Golf Fitness – Wie fit sind unsere Golfstars wirklich?

21. Feb 2015
Kommt ganz schön ins schwitzen: Martin Kaymer Foto: AFP
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Dass laufintensive Sportarten eine ausgeprägte Fitness voraussetzen, ist klar. Doch wie sieht es eigentlich bei Golf-Profis aus?

Mit seinem Physiotherapeuten Rolf Klöttschen arbeitet die deutsche Nummer Eins Martin Kaymer bis zu vier Stunden täglich an seiner körperlichen Verfassung.


So berichtet der Physiotherapeut im Interview, dass an normalen Turniertagen früh morgens eine 30- minütige Aktivierung stattfindet, um Körper und Geist zu erwecken. Nach dem Golfen ist dann noch längst keine Ruhe, sondern Kaymer trainiert noch etwa eineinhalb Stunden.

Kaymer kann sich mit  Fußball Zweit-Ligisten messen

Für die Schwungoptimierung klärt er vorher mit dem Trainer Günter Kessler ab, was speziell trainiert werden soll. So muss in Martins Fall der Oberkörper auf Beweglichkeit trainiert werden und der Unterkörper muss gekräftigt werden, um das rechte Bein im Rückschwung zu stabilisieren. Kaymer ist sehr auf seine Fitness bedacht und saugt wissbegierig alles in sich auf. So erklärt sein Physiotherapeut: „Die gleichen Maßstäbe, welche er an seinen Schwung setzt, setzt er auch an seinen Körper, vom Training bis zur Ernährung. Manchmal muss man Kaymer sogar bremsen, dass er keinen Muskelkater bekommt, der das Golfspiel unnötig behindern könnte.“ Laut Klöttschen könne sich Kaymer mühelos mit einem Fußball-Profi aus der Zweiten Bundesliga messen.

Rory McIlroy hat nun auch den Körper eines Champions

Während sich Rory vom mageren Teenager zu der Nummer eins in der Welt hochkämpfte, entwickelte sich auch sein Körper. Sein Geheimnis ist die moderne Wissenschaft ins alte Spiel zu bringen und an seinen Beinen und Kernmuskeln zu arbeiten. Viel Inspiration bekam er auch von seiner ehemaligen Freundin, dem Tennisstar Caroline Wozniacki. McIlroy war schon immer von der Art beeindruckt, wie hart professionelle Tennisspieler trainieren. Da erkannte er, dass er womöglich auch viel härter trainieren könnte. Sie gab ihm die Motivation ins Fitnessstudio zu gehen und noch mehr Bälle zu schlagen.

Seine körperliche Verfassung änderte sich dann unter der Leitung von Steve McGregor, einem britischen Trainer. Die erste Herausforderung war, die starke rechte Seite und die schwache linke Seite in Balance zu bringen. Jetzt sagt McIlroy, er fühle sich viel stabiler in seinem Golfschwung. Indem er zusätzlich noch auf seine Ernährung achtete, schaffte er es sein Körperfett von 22 Prozent auf 16 Prozent zu reduzieren.

Golf-Fitness ist der Schlüssel zum Erfolg

McIlroy ist sich sicher: “Um ein erstklassiger Athlet zu sein, muss man hart trainieren, auf seine Ernährung achten und genug Erholungspausen einlegen.“ Damit man den enormen physischen aber vor allem auch psychischen Belastungen Stand halten kann, muss man seiner Meinung nach einfach optimal vorbereitet sein: „Wo der Golfsport heutzutage hinführt, muss man sich wie ein Athlet verhalten. Auch wenn Golf keine der körperlich anspruchsvolleren Sportarten ist, sollte man trotzdem so trainieren als wäre es eine.“


Effektives Golftraining auf der Driving Range

Matthias Kiesinger

Matthias Kiesinger - Freier Autor für Golf Post

Matthias ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er hat Schwächen bei Annäherungen, dafür kommt das Eisen 3 (teilweise) überraschend gut. Mit Bogey-Handicap ist noch viel Luft nach oben. Ziel: Single Handicap und einmal im Leben eine Par-Runde. Sein Golfvorbild ist Ivan Lendl.
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