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Die Perlen bei der Evian Championship

11. Sep 2013
Suzann Pettersen: Die Norwegerin ist pünktlich zum letzten Major des Jahres in Hochform und spielt mit um den Titel. (Foto: Getty)
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Die besten Golferinnen der Welt treten in Evian zum letzten Major des Jahres an. Diese Spielerinnen sollten Sie beobachten.

Die „120 besten Spielerinnen der Welt“, so wirbt der Turnierveranstalter, werden am kommenden Wochenende bei der Evian Championship in Frankreich aufteen. Es ist das fünfte und letzte Major des Jahres und neben der Women’s British Open das einzige Major in Europa. Alle großen Namen des weiblichen Weltgolfsports versammeln sich deshalb in diesen Tagen im beschaulichen Evian-Les-Bains am Genfer See; ein Ort, der seine Aufmerksamkeit sonst über das Etikett eines gleichnamigen Getränkevertreibers erhält und in diesen Tagen Golfer aus aller Welt anzieht.


Die Titelverteidigerin: Inbee Park

Beim Evian Masters vor einem Jahr begann ihre Erfolgsgeschichte: Inbee Park hat 2012 in Evian-les-Bains gewonnen und seither sechs Turniere, davon drei Majors in einer Saison gewonnen; bei der Kraft Nabisco Championship, der Wegmans LPGA Championship und der US Women’s Open. Nun kehrt sie als Titelverteidigerin zur Evian Championship zurück.

Bei der traditionellen Rückgabe des Wanderpokals im Vorfeld des Turniers sagte Park: „Es war eine große Ehre für mich, meinen Namen auf die Trophäe zu setzen und ich werde alles tun, um sie wieder mitnehmen zu können.“ Nachvollziehbar, wird es doch dieses Jahr eine besondere Auszeichnung sein. Denn die Evian Championship ist erstmals in die erlesene Riege der Majorturniere aufgestiegen – eine weitere Chance für die derzeitige Weltranglistenerste, ihren insgesamt sechsten Majorsieg zu feiern.

 

Die Verfolgerin: Stacy Lewis

Man möchte nicht sagen, dass Stacy Lewis in Inbee Parks Schatten steht. Aber die US-Amerikanerin wurde letztes Jahr in Evian Zweite hinter Inbee Park, hat in diesem Jahr als einzige Spielerin neben Park ein Major gewonnen (die Women’s British Open Anfang August), wurde im Frühjahr 2013 von Inbee an der Weltranglistenspitze abgelöst und konnte sie seither nicht mehr einholen. Lewis  lauert. Sie ist die wohl stärkste Konkurrentin von Inbee Park. Um endlich die Spirale des zweiten Platzes hinter der Südkoreanerin zu durchbrechen, wäre ein Sieg in Evian für die US-Amerikanerin eine ganz besondere Genugtuung. Die Form dafür hat sie: Bei der Safeway Classic vor zwei Wochen spielte sie ein bogeyfreies Turnier – und wurde am Ende wieder nur Zweite.

 

Die Konstante: Suzann Pettersen

Suzann Pettersen ist seit 2000 Profi und zeichnet sich durch eine außerordentliche Kontanz auf hohem Niveau aus. 2012 hat die Norwegerin bei 24 gespielten Turnieren 23 Cuts geschafft und zwei Titel gewonnen. Mit ihrer gewonnenen LPGA Championship 2007 ist sie bereits im Kreise der Majorsieger und zeigt sich nach ihrer sechsten Solheim-Cup-Teilnahme und zwei Saisonsiegen 2013 aktuell in bemerkenswert guter Verfassung. Die übliche Konstanz mit ein bisschen Glück und Pettersen ist ganz nah dran am nächsten Erfolg.

 

 

Die Unterschätzte: Catriona Matthew

Catriona Matthew hat kaum einer auf dem Schirm. Das mag daran liegen, dass sie kürzlich ihren 44. Geburtstag gefeiert hat, aber Matthew hat es in sich: 18 Jahre Profi-Erfahrung, einen Majorsieg und bereits fünf Top-Ten-Platzierungen in diesem Jahr. Bei der Wegmans LPGA Championship ist sie gar mit Inbee Park ins Stechen gegangen und eben diese Konkurrentin sagt nun ein gutes Turnier für Matthew voraus: „Der Platz in Evian ist schwer und Catriona hat das Spiel dafür“, so Inbee Park. Jetzt ist nur noch die Frage, ob die Weltranglistenerste damit Recht behält.

 

 

Der Rookie: Ann-Kathrin Lindner

Ann-Kathrin Lindner ist noch nicht vielen ein Begriff bei der Evian Championship. Die Deutsche qualifizierte sich über ihren LET-Sieg beim Honma Pilsen Golf Masters für das Turnier in Frankreich und kann sich in Evian auf ihre erste Major-Teilnahme freuen. Gut für sie: Ihr komplettes Team, von Trainer über Manager bis Bundestrainer, begleitet und unterstützt sie vor Ort.

 

 

Die Schlummernde: Ai Miyazato

Noch wartet sie auf ihren ersten Majorsieg, trotzdem war Ai Miyazato in 2010 schon mehrfach Weltranglistenerste und hat auch das Evian Masters schon zweimal gewonnen – allerdings bevor es zum Major erklärt wurde. Die 28-jährige Japanerin ist in Asien ein echter Star und in der Welt an 14. Stelle des offiziellen Rankings. Top-Ten-Ergebnisse waren in 2013 jedoch mit nur zwei Zählern eher die Ausnahme. Wenn ihr das Evian Masters alias Evian Championship noch immer so liegt wie 2009 und 2011, könnte es dieses Jahr klappen. Allein um den Zweijahresrhythmus ihrer Siege einzuhalten, müsste 2013 wieder der Titel drin sein.

 

Die Youngsters: Lydia Ko & Charley Hull

Mit 16 und 17 Jahren sind Lydia Ko und Charley Hull die zwei jüngsten Spielerinnen bei der Evian Championship. Während Lydia Ko als Amateur antritt und unter den weltbesten Spielerinnen „eigentlich keine Probleme mit der Nervosität“ hat, wie sie selbst sagt, ist Charley Hull als Neu-Profi (seit 2013) bereits mit zum Solheim Cup gefahren und als Siegerin zurückgekehrt. Beide sind jung und schwimmen aktuell auf ihrer ersten richtigen Erfolgswelle. In Evian haben sie zumindest nichts zu verlieren.

 

 

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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