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WGC – HSBC Champions: Mach’s wie 2011, Martin!

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03. Nov 2015
Es soll hoch hinaus gehen für Martin Kaymer bei der WGC HSBC Champions, am besten so hoch wie bei seinem Sieg 2011. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer jagt bei der WGC – HSBC Champions seinen zweiten Titel in Shanghai, aber McIlroy, Spieth und Fowler wollen auch mal.

2011, der 26-jährige Martin Kaymer hat eine wahnsinnig erfolgreiche Saison hinter sich. Er überholte Tiger Woods und löste Lee Westwood an der Spitze der Weltrangliste ab, gewann zum dritten Mal in vier Jahren die Abu Dhabi Golf Championship und krönte die Saison mit einer 63 in der Finalrunde der WGC – HSBC Champions in Shanghai. Es war sein sechster Sieg in den vergangenen beiden Jahren und einer seiner stärksten, denn Kaymer lag vor der Finalrunde fünf Schläge hinter dem Führenden Fredrik Jacobson. Am Ende lag er drei Schläge vor ihm.

Vier Jahre ist das jetzt her, doch dass Martin Kaymer der Sheshan International GC im Osten der chinesischen Millionenmetropole Shanghai liegt, hat er seitdem häufiger unter Beweis gestellt. Seit seinem Sieg 2011 hat er auf dem Platz in jedem Jahr die Top Ten erreicht, den Tiger Woods einst als „Kronjuwel des asiatischen Golfs“ bezeichnete.


Quickfacts zur European Tour: WGC – HSBC Champions

European Tour in China WGC – HSBC Champions
Platz Sheshan International GC in Shanghai, China, 6639 Meter, Par 72
Preisgeld Preisgeldpool: 8.500.000 US-Dollar, Siegprämie: 1.400.000 US-Dollar, 550 FedExCup-Punkte
Titelverteidiger Bubba Watson, Zweitplatzierter: Tim Clark
Headliner Jordan Spieth, Rickie Fowler, Rory McIlroy, Dustin Johnson, Bernd Wiesberger, Shane Lowry
Deutscher Starter Martin Kaymer

Martin Kaymer braucht versöhnlichen Saisonabschluss

Das Golfjahr 2015 lief bisher aber weniger nach dem Geschmack des 30-Jährigen. Es begann denkbar unglücklich mit dem verspielten Sieg in Abu Dhabi, den Kaymer trotz zeitweise zehn Schlägen Vorsprung in der Finalrunde noch herschenkte. Davon konnte sich der Deutsche lange Zeit nicht richtig erholen, nur sporadisch kamen Top-Ergebnisse wie der zweite Platz bei der Italian Open vor sechs Wochen zustande.

Das jetzt mit der WGC – HSBC Champions ein Turnier kommt, das dem zweimaligen Major-Sieger liegt, sollte Hoffnung auf einen versöhnlichen Saisonabschluss machen. Der gebürtige Düsseldorfer liegt im Race to Dubai aktuell auf Rang 18. Innerhalb der Top-15 würde er am Ende der Final Series noch ein Stück vom Fünf-Millionen-Euro-Bonus-Preisgeld-Kuchen bekommen.

Duell an der Spitze – McIlroy, Spieth, Fowler

Und nun also der Jahresendspurt in Shanghai und fast alle sind sie da, außer dem Weltranglistenersten Jason Day. Aber die verbliebenen drei der „Big Four“ – Rory McIlroy, Jordan Spieth und Rickie Fowler – sind heiß darauf, einander mal wieder nichts zu schenken. Das wurde schon im Vorfeld deutlich, als sich Rors und Jordan ein kleines Twitter-Scharmützel lieferten, aber wer soll das auch alles wissen mit diesen Twitter-Namen 😉 Rickie Fowler hat es da deutlich simpler gehalten.

Das „Youngster“-Trio wird bei ihrem Auftritt im Reich der Mitte übrigens durch weitere Top-Spieler wie Titelverteidiger Bubba Watson, Dustin Johnson, Adam Scott oder Henrik Stenson ergänzt. Auch der Österreicher Bernd Wiesberger ist in China mit von der Partie.

44 European-Tour-Spieler am Start

Insgesamt 44 European-Tour-Spieler werden zudem in Shanghai aufteen, was bei einem Turnier dieser Größenordnung keine Selbstverständlichkeit ist. Neu und zum ersten Mal dabei sind unter anderem das große englische Nachwuchstalent Matthew Fitzpatrick, Senkrechtstarter Emiliano Grillo oder Thomas Pieters. Im vergangenen Jahr wurde die WGC – HSBC Champions übrigens erst in einem Herzschlagfinale entschieden. Bubba Watson erzwang durch einen gelochten Bunkerschlag am letzten Loch ein Playoff, indem er dann am ersten Extraloch einen imposanten Putt zu Sieg lochte – und das Bubba-mäßig feierte.

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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