Aktuell. Unabhängig. Nah.
Adventskalender 2016 Türchen 4: Zwei Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück und 2 x Golfrunden auf Gut Kaden - Jetzt mitmachen! Mehr Informationen

WGC Cadillac Championship: Adam Scott gewinnt mit Flop

Autor:

07. Mrz 2016
Adam Scott holt sich bei der WGC Cadillac Championship seinen zweiten Sieg innerhalb von zwei Wochen. (Foto: Getty)
Artikel teilen:

Spannung pur bei der Cadillac Championship. Mit einem spektakulären Schlag sichert sich Adam Scott den Sieg. Martin Kaymer enttäuscht.

Führungswechsel prägten die vierte Runde der WGC Cadillac Championship in Miami. Rory McIlroy strauchelte und brachte so Bubba Watson und Adam Scott ins Spiel. Letzterer sollte die Oberhand behalten. Ein erneut schwacher Auftritt kostete Martin Kaymer am letzten Tag der WGC Cadillac Championship Plätze. Bernd Wiesberger machte hingegen neun Positionen gut.

Adam Scott ging mit drei Schlägen Rückstand in die Finalrunde im Trump National Doral, sicherte sich am Ende aber den Sieg vor Bubba Watson. Nicht zuletzt, weil Rory McIlroy, der Führende nach 54 Löchern, früh in Schwierigkeiten geriet. Der Nordire kassierte nach 40 bogeyfreien Löchern bei der WGC Cadillac Championship den ersten Schlagverlust an Loch 7. An Loch 8 landete sein zweiter Schlag im Wasser, doch der Weltranglistendritte rette das Par. Allerdings nur um eine Bahn weiter den nächsten Schlag und endgültig auch sein Momentum einzubüßen.


Adam Scott nutzt Schwächen der Konkurrenz

Scott zeigte in eben dieser Phase sein stärkstes Golf am Sonntag. Drei aufeinanderfolgende Birdies zu Beginn der Back Nine brachten den Australier gleichauf mit Watson, der zwischenzeitlich die Führung von McIlroy übernommen hatte. Letztlich entschied Scott das erste World-Golf-Championship-Event des Jahres am 14. Loch für sich: Während dem 35-Jährigen hier sein nächster Schlaggewinn zum Gesamtscore von zwölf unter Par gelang, notierte Watson sein einziges Bogey des Finaltages.

Das heißt aber nicht, dass es nicht bis zum letzten Loch ein spannendes Finale gewesen wäre. Scott legte seinen Abschlag an der 18 knapp vor einem Baum ab und hatte Glück, dass sein Schlag ins Grün nicht im Wasser landete. „Ich habe ihn genau dahin geschlagen, wo ich ihn hin haben wollte“, sprach der ehemalige Masters-Sieger später lächelnd in die Kameras. „Ich dachte, der Wind wäre stark genug, aber er hat ihn nicht so weit (nach rechts) getragen. Dann hatte ich einfach nur Glück.“ Mit dem folgenden Flop Shot auf gut zwei Meter an die Fahne und dem sicheren Par-Putt verdiente sich der nun 13-fache PGA-Tour-Sieger seine Fortune nachträglich.

Rory McIlroy landet auf Rang 3

Für McIlroy (-10) blieb zwei Schläge hinter dem Sieger nur der dritte Rang, den er sich mit dem starken Engländer Danny Willett teilte. Der Sieger machte unterdessen seine Erfahrung für den Sieg bei der WGC Cadillac Championship verantwortlich. „Auch mit Bogeys und Doppelbogeys bist du auf so schwierigen Kursen nicht aus dem Rennen.“ Den Beweis dafür hatte Scott selbst erbracht: Auf den ersten fünf Löchern der Finalrunde hatte er gleich zwei Doppelbogeys notiert.

Martin Kaymer enttäuscht am Finaltag

Martin Kaymer hat die WGC Cadillac Championship hingegen mit einer Enttäuschung beendet. Der 31-Jährige kam bei windigen Bedingungen nicht über eine 76er (+4) Runde hinaus und wiederholte damit sein Ergebnis des ersten Turniertages. Am Sonntag macht ihm schon die Front Nine des Trump National Doral, die er in den ersten drei Runden besser im Griff hatte, Probleme. Am fünften Loch fand Kaymers zweiter Schlag, der deutlich über das Grün hinaus ging, Wasser. Es folgte das zweite Doppelbogey des Turniers für den Weltranglisten-38.

Der nächste Schlagverlust folgte auf dem Fuße, weil der Mettmanner seinen Par-Putt aus unter zwei Metern nicht im Loch unterbrachte. Am zweiten Par-5 des Par-72-Kurses gelang ihm dann das erste Birdie. Auf den zweiten Neun kam ein Weiteres hinzu, allerdings auch drei Bogeys. Mit einem Gesamtscore von sechs über Par schließt Kaymer die WGC Cadillac Championship auf dem geteilten 43. Rang ab.

Bernd Wiesberger mit starkem Finish

Bernd Wiesberger hatte sich vorgenommen, am Finaltag nochmal „Vollgas“ zu geben. Und zumindest auf der Back Nine gelang dem Burgenländer dies. Nachdem er zunächst zwei Bogeys auf den ersten Neun notierte, lochte Wiesberger auf dem Rückweg Richtung Clubhaus vier Birdies. Ein weiterer Schlagverlust kam allerdings auch hinzu. „Vorallem auf den ersten neun Löchern habe ich Schläge mit schlechter Pace beim Putten vergeben“, analysierte Wiesberger sein Spiel.

Insgesamt zeigte sich der letztjährige Open-de-France-Sieger ob der schwierigen Bedingungen aber sehr zufrieden. Der 30-Jährige verbesserte sich mit seiner 71er-Runde noch in die Top-15 und beendete die WGC Cadillac Championship bei einem Gesamtscore von zwei unter Par auf dem geteilten 14. Rang. Nach ein paar freien Tagen wird Wiesberger zum nächsten WGC-Event in Austin weiter reisen. Dort findet dann das Dell Match Play statt.

Die Highlights der WGC Cadillac Championship

Mehr zum Thema Profisport Herren:

Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
Sie finden mich auch auf: Google+

Alle Artikel von Tobias Hennig

Noch keine Kommentare

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab

Schlagwörter: , , , , , ,

Aktuelle News