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Wer? Wie? Was? – Vieles neu macht das Race to Dubai

27. Okt 2015
Das Race to Dubai beginnt in diesem Jahr mit der Turkish Airlines Open in Antalya. (Foto: Twitter.com/EuropeanTour)
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Vier Turniere, ein Race to Dubai! Auch 2015 gibt es einige Veränderungen, mehr Geld und eine neue Punkteregelung. Wir klären auf.

Die Hong Kong Open hat den offiziellen Abschluss der regulären European-Tour-Saison 2014/2015 markiert. Mit dem Auftakt der Turkish Airlines Open in der türkischen Küstenstadt Antalya erwartet die Pros nun also das große Finale in vier Akten – zunächst in der Türkei, dann zweimal in China, gefolgt vom Höhepunkt in Dubai, mit insgesamt 30,5 Millionen US-Dollar an Preisgeldern. Das Race to Dubai ist etwas Besonderes und wartet in diesem Jahr mit einigen Neuerungen auf. Wir beschreiben die Abläufe und erklären, wer sich am Ende über einen erhöhten Jackpot freuen darf.

Jackpot wächst nicht, dafür gibt es Zusatz-Bonus

(Grafik: Twitter.com/EuropeanTour)

(Grafik: Twitter.com/EuropeanTour)


Bis zum letzten Turnier in Hong Kong wurden die gewonnenen Preisgelder in Euro addiert und führten so zu einer Rangliste, in der Rory McIlroy nach Siegen bei der Dubai Desert Classic und seinem WGC-Match-Play-Erfolg vorne lag. Seine 3.012.000 Euro werden jetzt – ebenso wie bei allen anderen Spielern unter den Top 110, die ihre Tourkarte behalten dürfen – eins zu eins in Punkte umgewandelt. McIlroy geht daher mit einem Vorsprung von rund 250.000 Punkten auf den zweitplatzierten Engländer Danny Willett (2.740.786) ins abschließende Race to Dubai.

Die Finalturniere des Race to Dubai

Turnier Teilnehmer Preisgeld in US-Dollar Race-to-Dubai-Punkte
Turkish Airlines Open 78 7.000.000 8.000.000
WGC-HSBC Champions 78 8.500.000 8.000.000
BMW Masters 78 7.000.000 8.000.000
DP World Tour Championship 60 8.000.000 8.000.000
Gesamt 30.500.000 32.000.000

Wer noch mehr Geld will, muss spielen

In jedem der vier Finalturniere werden in den kommenden Wochen jeweils acht Millionen weitere Punkte unter den Spielern verteilt – 1.333.330 Millionen alleine kassieren die Sieger in Antalya, China und Dubai. Die besten Golfer der Saison teilen sich dann nochmal zusätzlich zu den Preisgeldern einen separaten Jackpot. Dieser ist 2015 mit fünf Millionen US-Dollar bestückt. Zudem freuen sich die Spieler unter den Top 15, die an mindestens drei der vier Finalturniere teilgenommen haben, über einen Extra-Scheck. Wer also das Race to Dubai mit nur zwei Finalserien-Teilnahmen gewinnt, verdient zwar 1,25 Millionen US-Dollar extra, verzichtet aber auf 625.000 US-Dollar aus dem neuen Zusatz-Pool. Wenn der Sieger aber an mindestens drei Turnieren teilgenommen hat, verdient er insgesamt 1.875.000 US-Dollar zusätzlich.

Der Preisgeldpool für die Top-15

Rang Bonus in US-Dollar Zusatzbonus wenn mind. 3/4 gespielt Zusatzbonus in US-Dollar
1 1.250.000 50% 625.000
2 800.000 25% 200.000
3 530.000 25% 132.500
4 400.000 25% 100.000
5 350.000 25% 87.500
6 300.000 15% 45.000
7 250.000 15% 37.500
8 200.000 15% 30.000
9 170.000 15% 25.000
10 150.000 15% 22.500
11 140.000 10% 14.000
12 130.000 10% 13.000
13 120.000 10% 12.000
14 110.000 10% 11.000
15 100.000 10% 10.000

Noch 2013 mussten die Spieler an mindestens zwei der drei ersten Turniere teilnehmen, um bei der DP World Tour Championship in den Vereinigten Arabischen Emiraten antreten zu dürfen. In der vergangenen Spielzeit war diese Regelung komplett weggefallen. Nun versucht man die Pros mit sanftem Druck und mehr Geld dazu zu bringen, bei möglichst vielen der Final-Events anzutreten. Das hindert aber zum Beispiel Martin Kaymer nicht daran, die Turkish Airlines Open auszulassen und erst beim zweiten Finalturnier einzusteigen.

Keiner kann sich sicher sein

Dabei ist aber Vorsicht geboten! Wer seinen Platz unter den Top-60 im Race to Dubai während der Finalserie verliert, darf in Dubai nicht mitspielen. Marcel Siem profitiert beispielsweise vom Fernbleiben einiger Spieler bei der Turkish Airlines Open. Ohne die Absagen hätte Siem in Antalya nicht antreten dürfen. Spielt er sich nun in die Top-60 und bleibt unter diesen, ist er beim Finale in Dubai dabei.

Für das zweite Finalturnier gilt wiederum eine weitere Sonderregel. Denn es ist nicht nur ein European-Tour-Event, sonder zugleich ein World-Golf-Championship-Turnier (WGC) und damit auch für die Spieler der PGA Tour offen. Bei WGCs sind die Zulassungsberechtigungen andere als bei den normalen Turnieren. Nur die besten 50 der Weltrangliste, die Majorsieger sowie die besten 30 des finalen FedExCup-Rankings 2015 und die besten 30 des Race to Dubai nehmen dort teil. Beim BMW Masters bleiben die Europäer dann wieder unter sich.

Spannung ist in diesem Jahr garantiert

Spannender als letztes Jahr dürfte das Race to Dubai allemal werden. Denn statt satter drei Millionen Punkte geht der Weltranglistendritte, Rory McIlroy, diesmal nur mit einem marginalen Vorteil von 271.214 Punkten ins Rennen. Bernd Wiesberger hat als derzeit Siebenter der Rangliste glänzende Aussichten, sich einen Teil des Bounsgeldes zu holen. Martin Kaymer auf Rang 15 wäre momentan der letzte, der etwas vom Zusatztopf abbekommt. Max Kieffer auf Rang 53 muss hingegen zusehen in der Türkei zu punkten, um seine Top-60-Platzierung zu sichern.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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