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Inbee Park schreibt mit drittem Major-Sieg Geschichte

30. Jun 2013
Schaffte im dritten Major 2013 ihren dritten Sieg: Inbee Park (Foto: Getty).
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Südkoreanerin feiert souveränen Erfolg bei der US Women´s Open vor zwei Landsfrauen. Caro Masson verpasst Verbesserung.

Die Mission für Inbee Park vor der Schlussrunde der US Women´s Open war klar: Geschichte schreiben! Bisher hatte es erst eine einzige Spielerin geschafft, die ersten drei Majors in einer Saison zu gewinnen. Babe Zaharias vollbrachte dieses Kunststück im Jahre 1950. Für Park waren die Voraussetzungen perfekt: Mit vier Schlägen Vorsprung vor ihrer Landsfrau In-Kyung Kim ging die 24-Jährige auf den Kurs des Sebonack Golf Club. Zuvor hatte Park bereits die Kraft Nabisco Championship und die Wegmans LPGA Championship für sich entschieden.


Caroline Masson startet mit Doppelbogey und Bogey

Bevor Park auf ihre Triple-Mission startete, war Caroline Masson bereits wieder im Clubhaus. Und das nicht sonderlich zufrieden. Die Gladbeckerin, die bereits gestern einen Tag zum Vergessen erwischt hatte, notierte am Finaltag eine 78 (+6). Masson erwischte einen unglücklichen Start, nach Doppelbogey und Bogey auf den ersten beiden Löchern war ihr Selbstvertrauen nicht gerade größer geworden. Trotzdem stabilisierte sich die 24-Jährige danach etwas und konnte ihr Ergebnis mit zwei Birdies etwas aufhübschen.

Doch die Freude bei Masson hielt nicht lange an, sie schloss die Runde mit zwei weiteren Doppelbogeys und einem einfachen Schlagverlust auf T54 ab. Vor allem beim Putten hatte die Gladbeckerin Probleme, benötigte insgesamt 32 Versuche. Die zweite deutsche Starterin beim Major, Sandra Gal, hatte den Cut verpasst.


US Women's Open: Das zweite Major mit Gal und Masson

Kurze Spannung im südkoreanischen Duell

Zurück zur Entscheidung, gleich zu Beginn der Schlussrunde kam leichte Spannung auf, denn Kim puttete an der 2 zum Birdie und verkürzte den Rückstand auf drei Schläge. Doch die Freude bei ihr hielt nur kurz an: Bogey an der 4. Im Gleichschritt leisteten sich das südkoreanische Duo zwei weitere Schlagverluste. Dass Park aber momentan in ihrer eigenen Liga spielt, bewies sie am Ende der Front Nine. Hatte sie den Birdie-Putt an der 8 noch knapp verpasst, machte sie es danach besser. Nach einem perfekten Annäherungsschlag ließ sie sich den Putt aus knapp zwei Metern Entfernung nicht entgehen. Die Folge waren fünf Schläge Vorsprung. Park, die schon vor der US Women´s Open gesagt hatte, dass sie momentan das beste Golf ihrer Karriere spiele, machte die Druck-Situation offenbar nichts aus.

Jessica Korda spielt sich auf dritten Platz vor

Hinter den beiden Südkoreanerinnen spielte sich mit Jessica Korda, Tochter des ehemaligen Wimbledon-Siegers Petr Korda, ein US-Girl in den Vordergrund. Zwei Birdies auf den ersten vier Löchern, der Lohn war der dritte Rang. Zwei weitere Schlaggewinne standen allerdings danach drei Bogeys gegenüber, damit musste sie ihren Platz wieder an So Yeon Ryu abgeben. Drei Südkoreanerinnen damit auf den ersten drei Plätzen.

Inbee Park zeigt kurze Schwächephase

Ganz vorne zeigte Park weiterhin keinerlei Anzeichen von Nervosität. Im Gegenteil: Per Birdie an der 10 fügte sie ihrer Komfort-Führung einen weiteren Schlag hinzu. Nach verpasstem Par-Putt an der 14 landete Parks Abschlag an der nächsten Bahn im Rough zwischen einigen Bäumen. Doch mit einem sicheren Schlag aufs Fairway kam die Südkoreanerin wieder auf Kurs, konnte den Schlagverlust aber nicht verhindern. Die Zweitplatzierte Kim hätte beinahe einen langen Birdie-Putt eingelocht, damit hätte sie vielleicht noch einmal Druck aufbauen können. Doch Zentimeter fehlten, wie öfter auf ihrer Runde. Und dabei blieb es auch, Inbee Park (-8, Finalrunde +2) erfüllte ihre Mission, schrieb Geschichte und wurde mit einer Sektdusche gefeiert. „Ich weiß nicht, was ich heute geschafft habe, es ist etwas Großartiges“, sagte Park nach ihrem Sieg: „Ich war letzte Nacht noch nervös, aber auf dem Platz habe ich mich dann ganz ruhig gefühlt.“

Hier geht es zum Leaderboard.

Steffen Jüngst

Steffen Jüngst - Freier Autor für Golf Post

ist erst als Student an der Deutschen Sporthochschule Köln zum ersten Mal mit Golf in Kontakt gekommen. Vorher nur begeisterter Minigolfer, zieht es ihn jetzt auch auf die weitläufigen Grüns.
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