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Jimmy Walker als vierter Major-Neuling auf dem Thron

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01. Aug 2016
Jimmy Walker holt sich bei der 98. PGA Championship im Baltusrol GC seinen ersten Majortitel nach 15 Jahren im Profigeschäft. (Foto: Getty)
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Die PGA Championship war spannend bis zum Schluss. Jimmy Walker krönt sich zum Sieger, Martin Kaymer erreicht eine Topplatzierung.

Trotz Gewitterabbruch am Moving Day und einer Fortsetzung der dritten Runde am finalen Sonntag konnte die 98. PGA Championship im Baltusrol GC in New Jersey nach Plan zu Ende gespielt werden. Pünktlich zum Showdown und der Back Nine der Spitzengruppe kam gar die Sonne raus und bereitete damit die Bühne für ein würdiges Finale. Dieses hatte am Ende den vierten Majorsieger-Neuling der Saison und einen zufriedenen Martin Kaymer zu bieten.

Jimmy Walker kurz vor der 40 im Olymp

Der Amerikaner Jimmy Walker krönte seine sensationelle Leistung an allen vier Turniertagen mit seinem ersten Majortriumph. Der 37- Jährige ist damit der vierte Majorsieger in dieser Saison, dem dieses Kunststück zuvor noch nicht gelang. Dabei gestaltete er seine Front Nine unspektakulär aber sicher und solide in Even Par und hielt sich durchgehend an der Spitze. Pünktlich zur finalen Neun drehte der Astronomiefan dann aber gehörig auf. Aus dem Grünbunker an Loch 10 lochte er zum Birdie, nur um eine Bahn später einen weiteren Schlaggewinn nachzulegen. Zu dem Zeitpunkt wusste der Familienvater wahrscheinlich noch nicht, dass er soeben den wohl entscheidenen Schlag zum Sieg fabriziert hatte.


Der seit 2001 als Profi aktive Walker streute nach dem Understatement von zwei Birdies erst einmal fünf Pars ein und hielt damit die Verfolger weiter auf Distanz. Als Jason Day seinen Ball schließlich an der 18. Bahn zum Eagle stopfte und mit Walker gleichzog, antwortete dieser mit einem Birdie auf Loch 17 und ging auf 14 unter Par. Die letzte Bahn spielte Walker dann etwas nervös aber schlussendlich doch sicher, in Par. Der Rest war nur noch Erleichterung, Jubel und grenzenlose Freude.

Stenson und Day kämpfen glücklos

Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Jason Day schien auf der vierten Runde schon früh geschlagen, nachdem er zwei Bogeys auf seinen ersten neun Löchern spielte. Seine Ranglistenposition kommt aber nicht von ungefähr und so kämpfte sich der Australier eindrucksvoll zurück. Birdies an den Löchern 5, 9 und 11 brachten ihn wieder in die roten Zahlen für den Finaltag und zwischenzeitig bis auf zwei Schläge an Walker heran. Mit dem Eagle auf der Schlussbahn verkürzte er den Abstand sogar nochmal auf einen Schlag, was aber ob Jimmy Walkers Par an der 18. Bahn nicht mehr reichte für ein Stechen. Am Ende sollte es dann einfach nicht sein mit der Titelverteidigung. Er beendet die 98. PGA Championship auf einem nichtsdestotrotz hervorragenden zweiten Rang bei 13 unter Par.


Henrik „Iceman“ Stenson spulte an den ersten drei Tagen sein gewohnt cooles Spiel ab und notierte dreimal die 67. Am Finaltag gelang dem Schweden dann allerdings auf den ersten 14 Löchern nur ein Birdie, was zu wenig Druck auf den Führenden ausübte. Als ihm seine Annäherung an Loch 15 dann auch noch vollkommen entglitt und im Vorgrün hängen blieb, war die Messe gelesen. Stenson verabschiedete sich aus dem Titelrennen und musste die Hoffnung auf den zweiten Majorsieg innerhalb von zwei Wochen begraben. Trotzdem eine erneut starke Vorstellung des schwedischen Olympioniken.

Verfolger verpassen Fabelrunde bei PGA Championship

Auf den Plätzen 3 und T4 folgen gleich mehrere Spieler, denen es am Finaltag nicht mehr gelungen ist, mit einer außergewöhnlichen Runde um den Sieg mitzuspielen. So spielten Daniel Summerhays und Branden Grace zwar vier bzw. drei unter Par, was aber schlichtweg nicht reichte, um Jimmy Walker gefährlich zu werden. Ebenso verpasste es Robert Streb Profit aus seiner gestrigen Rekord-63 zu ziehen. Der Amerikaner, der mit Jimmy Walker im letzten Flight spielte zeigte am frühen Sonntagmorgen auf seiner dritten Runde zu wenig und konnte im Finale mit einer 69er Runde nicht mehr angreifen.

Ähnlich sah es bei dem Japaner Hideki Matsuyama und dem Amerikaner Brooks Koepka aus. Matsuyama spielte zwar sensationelle Eisenschläge und zauberte teilweise fabulöse Annäherungen aus dem Hut, was allerdings ob seiner unglaublichen Puttschwäche obsolet wurde. Brooks Koepka hingegen wirkte lange Zeit sehr entspannt, trotz dieser für ihn neuen Situation. Elf Löcher spielte er souverän in Par, ehe er sich mit den Bäumen des Baltusrol GC anlegte und aus dem Titelrennen verabschiedete.

Martin Kamyer mit Topergebnis nach Rio

Nachdem Martin Kaymer seine dritte Runde bei der PGA Championship nicht unter Par gestalten konnte und somit die Spitze ziehen lassen musste, galt es im Finale die Top Ten zu entern. Lange tat sich Kaymer jedoch schwer mit dem Sprung unter die besten zehn Spieler. Erst als der Rheinländer auf der Back Nine Birdies an den Löchern 12,14 spielen konnte, wurde es langsam heißer. Den Deckel drauf machte Kaymer jedoch mehr als stilvoll an Loch 18. Einen 11-Meter-Putt versenkte er cool und sicher in bester Fußballermanier.

Damit war die Top Ten geentert, die 66 gespielt und der geteilte siebte Rang in trockenen Tüchern. Kaymer lieferte damit einmal mehr in den letzten zwei Monaten eine starke Vorstellung ab und präsentiert sich pünktlich zu den Olympischen Spielen in Rio in bestechender Form. Darüber hinaus hat er sich erneut in das Gedächtnis von Darren Clarke, dem europäischen Ryder-Cup-Kapitän, gerufen und seine Ansprüche auf eine Wildcard angemeldet.

Neben Martin Kaymers vielversprechender Vorstellung und abseits der PGA Championship war dieses Wochenende eines der besten in diesem Jahr für den deutschen Golfsport. Auf der Web.com Tour spielte Stephan Jäger am ersten Tag zunächst die Rekordrunde schlechthin, indem er eine noch nie dagewesene 58 unterschrieb und gewann das Turnier schließlich mit einem ebenfalls noch nie da gewesenen Ergebnis. Damit wird Jäger in die Geschichtsbücher eingehen und noch viel wichtiger, in der nächsten Saison an der Seite von Alex Cejka und Martin Kaymer auf der PGA Tour aufteen. Seinen famosen Sieg gibt es hier in einer ausführlichen News. Neben Jäger und Kaymer überzeugten zudem noch Bernd Ritthammer und Dominic Foos auf der Challenge Tour in Nordirland, wo sich die beiden den zweiten Platz teilen. Ihre Turnierwoche gibt es hier zum Nachlesen.


Die Regenfestspiele der PGA Championship an Tag 4

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Robin Bulitz

Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und kratzt inzwischen am Single-Handicap. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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