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US Open: Martin Kaymer mit Tempo in den Moving Day

19. Jun 2016
Martin Kaymer ballt die Faust: am Moving Day lief es für den Deutschen zunächst ganz nach Wunsch. (Foto: Getty)
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Die Europäer drehen bei der US Open auf, Jason Day lehrt „Oakmonster“ das Fürchten und Martin Kaymer rasant auf der Back Nine.

Es schien fast so, als hätten sich die Akteure so langsam auf den Platz des Oakmont Country Club eingeschossen: Jordan Spieth, Jason Day und auch Martin Kaymer stiegen mit Birdies in Serie in die dritte Runde ein. Nicht jeder der Akteure konnte die Quote allerdings bis zum Ende aufrecht erhalten.

Eine Fraktion bestehend aus fünf europäischen Pros schickte sich zwischenzeitlich an, die Führungsgruppe aufzumischen. Am Ende hinterließ vor allem Shane Lowry einen bleibenden Eindruck.


Das „Oakmonster“ von Jason Day gezähmt

Der Weltranglistenerste hielt sich in den ersten beiden Runde noch vornehm zurück, als Jason Day am Moving Day abschlug, schien er sich allerdings einiges vorgenommen zu haben. Auf der Back Nine gestartet, spielte er ganze vier Birdies auf den ersten fünf Bahnen. Seine erste Neun wies unter dem Strich nicht einen einzigen Schlagverlust auf.

„Jordan Spieth war im Flight vor mir unterwegs und legte ein gutes Tempo vor – das hat mich motiviert“, gab der Australier nach seiner Runde über seinen Ansporn Auskunft. Auf der zweiten Neun ließ er mit Bogeys auf den Bahnen 3 und 7 zwei Schläge liegen, holte sich diese jedoch mit einem beeindruckenden Eagle-Putt auf der 5 zurück.

Den Titel hat der PGA-Championship-Sieger von 2015 noch nicht abgeschrieben: „Es wird noch ein Härtetest für Körper und Geist. Du weißt nie was passieren wird, besonders auf einem Kurs wie diesem. Natürlich wäre es großartig die Open zu gewinnen.“


Ein besonderer Gastgeber: Der Oakmont Country Club

Martin Kaymer mit Birdie vom Platz

Als letzter Deutscher im Feld ging Martin Kaymer auf die dritte Runde und setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen. Die Back Nine des Oakmont Country Clubs ging der Mettmanner mit einem gehörigen Tempo an: drei aufeinanderfolgende Birdies an den Löchern 10 bis 12 ließen Kaymer auch im Scoreboard nach vorne fliegen.

Auf seiner zweiten Neun verlor der US-Open-Sieger von 2014 zunächst das Tempo und musste zwei Bogeys einstecken. Bevor das Spiel aufgrund der einbrechenden Dunkelheit für den Tag ausgesetzt wurde, ergatterte sich Martin Kaymer noch ein Birdie am langen Loch 5. Auch wenn dem 31-Jährigen am morgigen Tag noch fünf Löcher aus Runde drei ausstehen, in dieser Form kann es von Platz T29 aus noch ein gutes Stück nach oben gehen.

Europäer um Shane Lowry mischen Oakmont auf

So mancher Favorit musste bereits nach dem Cut die Koffer packen und durfte an der dritten Turnierrunde gar nicht mehr partizipieren. Dafür drängten sich einige Spieler auf, die man im Vorfeld des Majors nicht unbedingt auf der Liste hatte. Shane Lowry stellte unter Beweis, dass mit ihm an diesem Finalwochenende zu rechnen sein wird.

Der Ire beendete im Laufe des Turniers noch keine Runde über Par und kehrte bei einem Zwischenstand von -3 für den Tag ins Clubhaus zurück. In der Momentaufnahme bedeutete dies die alleinige Führung. Auch Sergio Garcia und Lee Westwood waren am Moving Day gut unterwegs: die Spieler vom alten Kontinent teilten sich nach Unterbrechung der Runde gemeinsam mit Dustin Johnson Position drei. Dazwischen hielt sich weiterhin Überraschungsmann Andrew Landry, der seinen Score bei -3 halten konnte und alleine an Platz zwei rangiert.


Die Opfer von Oakmont - Für diese Spieler ist Endstation

Dustin Johnson kämpft gegen den „choke“

Fängt der Motor wieder an zu stottern? Dustin Johnsons Karriere scheint ein betrübliches Muster aufzuweisen: wenn es etwas zu gewinnen gibt, versagen dem Amerikaner die Nerven. „Choken“ nennt das die englische Zunge und „DJ“ schien dieser Gewohnheit erneut zu verfallen.

Spielte er die ersten zwei Turniertage als einziger Akteur jeweils unter Par, schickte er sich auf Runde drei an, seinen Rhythmus zu verlieren: Zwar gelangen ihm bis zur Bahn 14 zwei Birdies, er verlor bei zwei Bogeys und einem Doppelbogey allerdings auch vier Schläge. An der 3 verzog er den Abschlag sogar so weit, dass er seine Kugel aus einem Eisstand am Rande des Golfplatzes fischen musste. Vielleicht gelingt es dem US-Amerikaner ja dennoch, sein unrühmliches Muster auf den letzten Löchern des Turniers abzustreifen.


Die dritte Runde der US Open wurde aufgrund der einbrechenden Dunkelheit unterbrochen. Das Spiel wird morgen um 13 Uhr (MESZ) wieder aufgenommen.


"DJ" am Eiswagen, "Rors" auf dem Heimweg - Die besten Bilder

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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