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US Open Favoriten: McIlroy, Spieth oder doch ein Außenseiter?

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16. Jun 2015
Mickelson, McIlroy, Spieth, Matsuyama - die Golfer sind heiße Favoriten auf den Sieg bei der US Open. (Fotos: Getty)
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Klare US-Open-Favoriten sind Rory McIlroy und Jordan Spieth. Doch auch andere Golfer stehen auf der Titelanwärter-Liste.

Wer wird die US Open 2015 gewinnen? Eine Vielzahl an Favoriten-Tipps sind schon im Umlauf und natürlich stehen die derzeit erfolgreichsten Golfgrößen wie Rory McIlroy und Jordan Spieth ganz oben auf den Wett-Listen. Aber auch andere Golfer haben eine wirklich gute Chance auf den Titelgewinn, vor allem weil der Chambers-Bay-Kurs als große Unbekannte für die Mehrheit aller Teilnehmer gilt.

1. Jordan Spieth (Wettquote: 1:9)

Pro: Spätestens seit seinem Masters-Sieg in diesem Jahr ist Jordan Spieth kein Geheimfavorit auf einen Major-Sieg mehr. Voller Selbstbewusstsein geht er in die US Open und spricht sogar schon einen möglichen Grand Slam an: „Du kannst keinen Grand Slam gewinnen, wenn Du nicht beim ersten Major schon siegst. Ich werde loslegen, mich auf diese Woche fokussieren und sehen, ob ich mich im Wettstreit behaupten kann.“


Mit neun Top-Ten-Finishes in 16 Turnieren und zwei Siegen 2015 im Gepäck, kann der 21-Jährige durchaus selbstbewusst sein. Ferner verfügt Spieth den niedrigsten Scoring-Durchschnitt auf der PGA Tour und muss durchschnittlich am wenigsten putten, was ihm bei den massiven, hügeligen Grüns in Chambers Bay sicherlich helfen wird. Außerdem hat Jordan Spieth zwischen allen US-Open-Favoriten einen Vorteil: Seine Geheimwaffe Michael Greller. Spieths Caddie, der in Washington als Schullehrer arbeitete und des öfteren in Chambers Bay das Bag trug, kennt den Platz sehr gut und kann seinem Chef sicherlich hilfreiche Tipps geben.

Contra: 2010 scheiterte Jordan Spieth auf dem Chambers-Bay-Kurs mit einer 83er Runde bei der US Amateur Open am Cut. Spieths langes Spiel ist zwar solide. Um am Ende auf Platz eins zu stehen, muss er jedoch seine Driving-Genauigkeit und seine Eisen-Schläge auf ein noch höheres Niveau schrauben.

2. Rory McIlroy (Wettquote: 1:8)

Pro: Für einen Sieg von Rory McIlroy spricht natürlich zunächst, dass der 26-Jährige nicht umsonst auf dem ersten Platz der Weltrangliste steht. So holte er in sieben gespielten Turnieren 2015 fünfmal einen Top-Ten-Platz und hat unter anderem ein hochkarätiges Turnier wie die WGC Cadillac Match Play gewonnen. Außerdem hat er die US Open 2011 schon einmal gewonnen und zwei Major-Siege aus dem letzten Jahr im Rücken. Desweiteren liegt der Scoring-Durchschnitt des Nordiren auf der PGA Tour bei 69,4, was das zweitbeste Ergebnis der Tour darstellt. Auch McIlroys Greens-in-Regulation-Wert (GIR) liegt mit über 70 Prozent im oberen Bereich.

Contra: McIlroy hat auf Links-Kursen nicht immer seine beste Leistung abrufen können. Erst kürzlich scheiterte er kolossal bei der Irish Open auf dem äußerst schwierig zu spielenden Royal County Down in Newcastle, andererseits hat er im letzten Jahr in Hoylake die Open Championship gewonnen. Darüber hinaus konnte die Nummer eins der Welt in den letzten drei Jahren keine Top-Ergebnisse bei der US Open verzeichnen: Ein verpasster Cut und ein T41. sowie T23. Rang sprechen nicht gerade für McIlroy.

3. Rickie Fowler (Wettquote: 1:21)

Pro: Für einen Sieg von Rickie Fowler spricht sicherlich seine hervorragende Quote bei großen Events in diesem und im letzten Jahr. Ergebnisse von T5, T2, T2, T3, T12 seit dem Masters 2014 und beispielsweise ein T3. Rang bei der letztjährigen WGC HSBC Champions können sich sehen lassen. Der Gewinn bei der PLAYERS Championship zeigt, dass der 26-Jährige auch in der Lage ist, den Sieg zu erkämpfen.

Contra: Fowler hat in seiner Profikarriere bislang neben der PLAYERS Championship nur die Wells Fargo Championship im Jahre 2012 gewonnen. Für beide Siege musste der US-amerikanische Profi ins Playoff. Bei der Zurich Classic und dem Memorial Tournament verpasste er kürzlich den Cut. Auch bei Werten wie Driving-Genauigkeit, Greens in Regulation oder Putting liegt Fowler nur im Mittelfeld.

4. Brandt Snedeker (Wettquote: 1:51)

Pro: Unter den US-Open-Favoriten befindet sich auch ein Golfer, der vielleicht nicht jedem Golf-Fan ein Begriff ist: Brandt Snedeker. Der 34-Jährige hat eine tolle US-Open-Quote und erreichte bei dem Major in den letzten sieben Jahren dreimal die Top Ten. Mit dem zweiten Platz beim Crowne Plaza Invitational und dem Sieg in Pebble Beach im Rücken, beeindruckt der US-Amerikaner vor allem durch gute Statistiken. So liegt er auf dem sechsten Rang im Schlaggewinne-durch-Putting-Ranking und kann auch beim Scrambling-Wert punkten.

Contra: Gegen einen Sieg von Brandt Snedeker spricht vor allem, dass er noch keinen größeren Wettkampf wie ein Major oder WGC-Turnier gewonnen hat – abgesehen von der Tour Championship 2012 und dem FedExCup im gleichen Jahr. Darüber hinaus fehlt es Snedeker an Länge vom Tee und gelichzeitig an Drive-Genauigkeit, was in Chambers Bay schnell zu einem Bunkerschlag führen kann.

5. Phil Mickelson (Wettquote: 1:17)

Pro: Phil Mickelson hat bereits drei von vier Majors gewonnen – nur eben die US Open nicht. Genau dieser Umstand könnte jedoch der größte Trumpf des US-Amerikaners sein, denn er ist heiß auf den Karriere-Grand-Slam und wird alles daran setzen, am Ende des Turniers ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Sechsmal war der 45-Jährige schon Runner-Up bei der US Open. Dies soll ihm nun nicht mehr passieren. Drei Top-Fünf-Ränge in den letzten fünf Turnieren – darunter ein T2. Platz beim Masters lassen „Lefty“ auf eine gute Platzierung in Chambers Bay hoffen. Außerdem gilt Mickelson als Longhitter und kann sich so mit langen, geraden Tee Shots nah ans Grün heranspielen. Auch der Putting-Wert des Golfurgesteins liegt im oberen Bereich, so dass er echte Chancen auf seinen sechsten Major-Sieg hat.

Contra: Während all seiner Major-Teilnahmen war Mickelson zehnmal Runner-Up und siebenmal Dritter. Nicht zuletzt deshalb muss sich Mickelson Neckereien gefallen lassen, die Silber- und Bronzeränge seien wie für ihn geschaffen. Das Golfidol vieler Amerikaner muss vor allem seine GIR-Quote verbessern, denn hierbei liegt er jenseits der Top 100. Wenn er das Grün nicht rechtzeitig trifft, schafft er auch nur zu 60 Prozent das Par oder Birdie, was zu wenig ist, um den Spitzenplatz sicher nach Hause zu bringen.

6. Justin Rose (Wettquote: 1:19)

Pro: Nun wird es wieder Zeit für einen Spieler aus dem Vereinigten Königreich: Justin Rose ist im Moment richtig gut drauf und hat die US Open bereits im Jahr 2013 schon einmal gewonnen. Beim diesjährigen Masters wurde er geteilter Zweiter. Das Memorial Tournament vor zwei Wochen schloss er nach einem spannenden Playoff ebenfalls als Zweiter ab. Rose gelingt es außerdem souverän, Bälle aus dem Bunker zu retten, was ihm auf dem Chambers-Bay-Kurs sicherlich von Nutzen sein wird. Auch die Drives des Briten und das Spiel mit den Eisen sind durchweg solide.

Contra: Obwohl Justin Rose in diesem Jahr schon einige Erfolge feiern konnte, verpasste er auch mehrere Male den Cut zum Beispiel bei der PLAYERS Championship. Im letzten Jahr konnte er bei keinem Major einen Top-Ten-Rang erreichen und vor seinem Sieg bei der US Open 2013 schaffte er es viermal gar nicht ins Wochenende. Außerdem puttet der 34-Jährige oftmals zu schwach, was auf den welligen Grüns in Chambers Bay schnell zu Schlagverlusten führen kann.

US Open Favoriten: Die Geheimtipps

Den Weltranglistenersten oder ehemalige Major-Champions als Favoriten zu deklarieren ist natürlich sinnvoll, aber auch ein wenig langweilig. Aus diesem Grund folgen hier drei Geheimtipps, mit denen Zockerfreunde einige Euros abstauben könnten – natürlich nur im Falle eines Sieges:

1. Hideki Matsuyama (Wettquote: 1:34)

Pro: Es müssen nicht immer US-Amerikaner oder Europäer sein: Der 23-jährige Japaner Hideki Matsuyama wurde erst 2013 Golf-Professional, kann aber schon zahlreiche Erfolge bei Majors oder auf der PGA Tour vorzeigen. Bei der US Open 2013 wurde er Zehnter und im letzten Jahr gewann er das Memorial Tournament im Playoff gegen Kevin Na.

2015 ist Matsuyama zwar noch bei keinem Turnier als Sieger vom Platz gegangen. Doch nur ein verpasster Cut bei zwölf Wettbewerben und fünf Top-Fünf-Platzierungen sind erste Sahne. Bei der GIR-Quote liegt Matsuyama ferner auf dem neunten Platz auf der PGA Tour und auch sein Scrambling-Wert kann sich sehen lassen. Mit durchschnittlich 65 Prozent getroffenen Fairways zeigt sich der Pro auch im Spiel mit dem Driver solide und muss sich hinter namenhaften Golfern nicht verstecken.

Contra: Matsuyama ist mit seinen 23 Jahren und nur wenigen Major-Erfahrungen noch nicht ganz so abgeklärt wie viele seiner bereits genannten Konkurrenten. Außerdem muss der Japaner an seinem Putting noch etwas feilen, um ganz vorne mithalten zu können.

2. Francesco Molinari (Wettquote: 1:101)

Pro: Mit seinem T3. Platz beim Memorial Tournament hat außerdem der Italiener Francesco Molinari auf sich aufmerksam gemacht, der vornehmlich auf der European Tour spielt. Dort holte er sich kürzlich den T2. Platz bei der Open de España und den fünften Rang bei der BMW PGA Championship. Für ihn spricht eine hervorragende Driving-Genauigkeit, die ihn zu rund 78 Prozent aufs Fairway führt (erster Platz auf der PGA Tour). Auch Molinaris Greens-in-Regulation-Prozentsatz ist vielversprechend, er liegt bei diesem Wert auf dem fünften Platz.

Contra: Der Italiener konnte bei der US Open noch nie in die Top 20 gelangen und scheiterte bei drei von sechs Teilnahmen am Cut. Noch im März zog Molinari außerdem von der Valero Texas Open aufgrund einer Handgelenksverletzung zurück und verpasste somit die mögliche Teilnahme am Masters.

3. Jason Day (Wettquote: 1:34)

Pro: Besonders der Anfang des Jahres 2015 verlief sehr erfolgreich für Jason Day. Der Australier holte sich beim Hyundai Tournament of Champions den dritten Platz und bei der Farmers Insurance Open sogar den ersten Platz. Er zählt außerdem zu den geheimen US-Open-Favoriten, weil er sich hier bereits zweimal den Silber-Rang holte und im letzten Jahr geteilter Vierter wurde. Der Longhitter verfügt zudem über solide Werte sowohl im langen als auch im kurzen Spiel und kann – sollte alles zusammenlaufen – wieder um die vorderen Plätze mitspielen.

Contra: Seit einiger Zeit plagt sich Jason Day mit einer bisher ungeklärten Krankheit, die bei ihm immer wieder Schwindelgefühle und Trägheit auslöst. Aus diesem Grund musste er bei der Byron Nelson Championship zurückziehen und unterzog sich sogar Bluttests und Schlafstudien. „Ich bin immer noch nicht bei 100 Prozent, also sind meine Erwartungen nicht super hoch. Aber manchmal muss man im Golf genau an diesem Punkt sein“, so der Australier. Allerdings verpasste er bei seinen letzten beiden Turnieren (PLAYERS, Memorial Tournament) den Cut.

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Carina Olszak

Carina Olszak - Freie Autorin bei Golf Post

Profigolf ist Carinas Spezialgebiet. Jede Woche verfolgt sie die Geschicke der Profis auf den internationalen Touren und hat besonders viel Spaß am Aufstieg der jungen Wilden. Ihr Wunschflightpartner für eine Golfrunde: Rory McIlroy.
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