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Andrew „Beef“ Johnston fährt zur US Open, Adam Scott führt Majorserie fort

Erfolgreiche Karrieren sind kein Garant für einen Platz bei der US Open. Nur wenige sichern sich bei den Sectional Qualifiers einen der begehrten Plätze.

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Andrew "Beef" Johnston kann sich auf die US Open 2018 in Shinnecock Hills freuen. (Foto: Getty)

Die US Open 2018 steht vor der Tür. Das besondere an der offenen amerikanischen Meisterschaft ist, dass sie wirklich offen ist, egal ob Profi oder Amateur. Vorausgesetzt er hat ein Handicap, das 1,4 nicht überschreitet, kann jeder versuchen, sich einen Platz im 156 Mann starkem Teilnehmerfeld von Shinnecock Hills zu sichern. Dafür muss er sich in zwei Qualifikationsturnieren durchsetzen, eines über 18 Loch, das andere über 36 Loch, die an einem Tag gespielt werden. Am Montag, dem 4. Juni, haben sich 74 Spieler in 12 Turnieren durchgesetzt und sich die Majorteilnahme gesichert, so zum Beispiel Adam Scott und Andrew Johnston. Stephan Jäger verpasste in Georgia knapp die Qualifikation und auch Maximilian Kieffer hatte in England Pech.

Adam Scott sichert sich US Open Platz mit "epischem" Tag

Das wohl am stärksten besetzt Qualifikationsturnier fand in Ohio statt, bei dem 14 Plätze für das Major vergeben wurden. Zu den glücklichen Gewinnern gehören die ehemaligen Majorsieger Keegan Bradley und Adam Scott. Es ist damit bereits das 17. Jahr in Folge, dass Scott bei der US Open antreten wird. Außerdem hat der Masters-Sieger von 2013 seit 2001 kein einziges Major verpasst, das sind 67 Turniere am Stück, auch wenn er sich in diesem Jahr aufgrund einer schwachen Saison nicht über die Weltrangliste, sondern über die Sectional Qualifiers qualifizieren musste. "Du gehst da raus und spielst hart. Das machen wir nicht immer. Wir spielen viele Turniere das ganze Jahr über, aber heute hieß es Leistung zeigen oder nach Hause gehen", sagte der Australier dem Golf Channel. So schwer es auch gewesen sei, "der Tag war episch", fasste Scott zusammen.

Bradley hingegen fühlte sich daran erinnert, wie hart das Leben auf den unteren Touren ist. Auch wenn er sich darüber freue, die Qualifikation geschafft hat, heißt dass nicht, dass er sich zwingend auch auf die US Open freue, berichtet Golf Digest. "Ich glaube, niemand hat Spaß bei der US Open. Ich weiß schon, dass mir in Shinnecock die Zähne ausgeschlagen werden, aber jedes Mal, wenn man in einem Major spielen kann, ist das eine große Sache", so Bradley.

Auch der 21-Jährige Senkrechtstarter Shubhankar Sharma, der innerhalb von wenigen Monaten zwei European-Tour-Siege verbuchen konnte und so schlagartig den Sprung auf die European Tour schaffte, qualifizierte sich in Ohio für seine erste US Open.




Andrew "Beef" Johnston will Shinnecock Hills aufmischen

Neben zehn Turnieren in den USA gibt es auch eines in Japan und eines in England. In Surrey wurden insgesamt 14 Plätze vergeben, was besonders für Spieler der European Tour interessant war, die zum Teil erst Sonntagabend von der Italian Open angereist kamen. Hier setzte sich unter anderem Andrew "Beef" Johnston durch. Im Walton Heath Golf Club spielte er eine 65 und eine 69er Runde und teilt sich mit zehn Schlägen unter Par die Spitze des Leaderboards mit seinem Landsmann James Morrison.

Es ist das dritte Mal in Folge, dass sich Johnston über die Qualifikationsrunde ins Feld der US Open 2018 spielt. "Es war ein harter Tag, nachdem ich gestern Nacht erst spät aus Italien angekommen bin", sagte der Engländer der European Tour. "Ich habe nicht viel geschlafen und dann zwei Runden heute. Das ist hart, aber es war ein guter Tag." Ausgehend von seinen Erfahrungen bei der PGA Championship 2016, die auch in der Nähe von New York ausgetragen wurde und wo er große Unterstützung von seinen Fans hatte, erwartet "Beef" in diesem Jahr: "Es wird laut sein und viel Spaß machen."



Im gleichen Feld spielte auch Thorbjörn Olesen, der erst am Sonntag mit der Italian Open ein Rolex-Series-Event gewann. Der Däne ließ sich von dem Sieg bis zur US-Open-Quali tragen und sicherte sich mit insgesamt sechs Schlägen unter Par auf dem geteilten zwölften Rang knapp einen der begehrten Plätze. "Ich bin müde, aber erleichtert", so der 28-Jährige gegenüber der European Tour. "Ich habe eigentlich ziemlich gut gespielt, ich habe nur einen blöden Fehler an der 17 für ein Doppelbogey gemacht und auf einmal stand ich etwas unter Druck." Schlaggleich schaffte es auch der norwegische Amateur Kristoffer Reitan, ein Ticket für Shinnecock Hills zu lösen. Beide entgingen knapp einen 8-Mann-Playoff, in dem sich Paul Waring den letzten Platz sicherte.

Kieffer, Siem, Jäger und Cejka verpassen US Open Qualifikation

Indem er nur einen Schlag hinter diesen acht Golfern lag, die sich um den 14. Platz stritten, verpasste Maximilian Kieffer die US Open. Marcel Siem, der ebenfalls sein Glück versuchte, scheiterte mit insgesamt zwei Schlägen unter Par. Lee Westwood gelang es vor heimischem Publikum nicht, sich zu qualifizieren. Nachdem er eine erste 72er Runde spielte, zog Thomas Pieters zurück und wird nicht beim zweiten Major des Jahres dabei sein.

Insgesamt 18 Amateure qualifizierten sich für das zweite Major des Jahres. Dazu gehört auch der Kanadier Garrett Rank. Der hauptberufliche Eishockey-Schiedsrichter in der National Hockey League fährt nach einem geteilten ersten Platz in Georgia zur US Open. Nur zwei Schläge fehlten Stephan Jäger, um seine Chance auf einen der drei Plätze aufrecht zu erhalten. Die fehlten ihm besonders in seiner ersten 75er Runde. Auch Alex Cejka, der in Florida antrat, hatte mit 73 Schlägen keine gute erste Runde und zog vom Turnier zurück.





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