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Turnier Round-Up: Stephan Jäger kehrt an den Ort seiner 58 zurück

Stephan Jäger, Moritz Lampert und Bernhard Langer erreichen Top-20-Ergebnisse, aber Nicolai von Dellingshausen steht ganz oben.

Stephan Jäger mit einem Endspurt bei der Ellie Mae Classic. (Foto: Getty)
Stephan Jäger mit einem Endspurt bei der Ellie Mae Classic. (Foto: Getty)

Nicht nur war diese Woche für die Deutschen in Gestalt von Nicolai von Dellingshausen auf der Pro-Golf-Tour ein Sieg drin, auch auf den anderen Touren brachte Schwarz-Rot-Gold gute Ergebnisse ein, ob Bernhard Langer auf der Champions Tour, Moritz Lampert im verregneten Finnland oder Stephan Jäger an dem Ort, an dem er im vergangenen Jahr Golfgeschichte schrieb.

Geschichtsträchtiges Turnier für Stephan Jäger

Stephan Jäger ging bei der Ellie Mae Classic der Web.com Tour als Titelverteidiger an den Start. Vor einem Jahr gewann er das Turnier in einem Durchmarsch, nachdem er zum Auftakt eine historische 58er Runde gespielt hatte. An diese überragende Leistung konnte Jäger dieses Mal in Kalifornien nicht anknüpfen, holte im Finale aber noch mal alles aus sich heraus. Mit einer birdiereichen 65er Abschlussrunde erreichte der 28-Jährige aber immerhin noch die Top 20. Zweiter Deutscher im Feld war Jeremy Paul, der vor dem Finale ebenfalls noch Chancen auf eine Platzierung unter den Besten hatte. Eine birdielose Front Nine und ein bitteres Doppelbogey am vorletzten Loch resultierten aber in einer 74er Runde. So musste sich Paul mit dem geteilten 54. Platz begnügen.

Der Sieg ging hingegen ging an Martin Piller, der sich so einen Platz in den Finals der Web.com Tour sicherte. Besondere Aufmerksamkeit galt diese Woche auch einem Spieler, der eigentlich durch eine ganz andere Sportart bekannt ist. Der Basketballstar Stephen Curry versuchte sich in der Welt des Profigolfs und brachte bei der Ellie Mae Classic einen beachtlichen Auftritt zu Stande.

Vorzeitiges Ende in Finnland

Bei der Finnish Challenge hingegen mussten sich die Profis dem Wetter beugen. Nachdem heftiger Regen den Platz überflutet hatte, konnte die finale vierte Runde nicht mehr stattfinden. Das Turnier wurde auf drei Runden verkürzt und der Engländer Paul Howard, der nach dem Moving Day das Feld angeführt hatte, zum Sieger erklärt. Der freute sich darüber, sich dank des Siegschecks nach dieser Saison nicht wieder einen Nebenjob suchen zu müssen: "Ich habe in einem Callcenter gearbeitet, weil ich nach der vergangenen Saison kein Geld hatte, das hier ist also gewaltig. Ich hoffe, ich muss nicht allzu bald dorthin zurück."

Das allerdings nahm Moritz Lampert die Möglichkeit, sich eine Top-10-Platzierung zu erspielen. Der 25-Jährige zeigte sich nämlich im finnischen Vierumäki in guter Form und hatte sich bis zum Moving Day mit einer 70er und zwei 68er Runden bereits unter die Top 20 gespielt, nur zwei Schläge war er noch von den oberen Zehn entfernt. So musste er sich nach seinen zwei letzten makellosen Runden mit zehn Schlägen unter Par und dem geteilten 18. Platz begnügen.



Gerne noch ein paar Plätze gut gemacht hätten sicherlich auch Max Kramer (-5 | T53) und Philipp Mejow (-4 |  T59), deren Moving Day nicht zu ihrer Zufriedenheit verlaufen war. Zumindest aber hatten sie es ohne Schwierigkeiten ins Wochenende geschafft - anders als ihre drei Landsmänner Christian Bräunig, Marcel Schneider und Dominic Foos, die allesamt am Cut gescheitert waren. Julian Kunzenbacher hingegen hatte bereits nach nur einer Runde aus noch unbekannten Gründen aufgeben müssen.

Birdiefest in Minnesota

Nachdem die Senioren ihre Majorsaison mit der Senior Open Championship und einem weiteren Rekordsieg für Bernhard Langer in der vergangenen Woche beendet hatten, ging es diese Woche mit der 3M Championship wieder in den normalen Tour-Betrieb über. Mit drei Runden in den 60ern leistete sich Bernhard Langer keine Patzer, konnte bei seiner stark aufspielenden Konkurrenz und dem zu Birdies einladenden Platz aber nicht um den Sieg mitkämpfen. Dabei mangelte es nicht unbedingt an Birdies. Fünf spielte Langer zu Beginn seiner 67er Abschlussrunde innerhalb von sechs Löchern. Ein Bogey und ein Doppelbogey, Resultat eines Strafschlags nach einem Drop, warfen ihn aber wieder zurück.

Aber auch ohne die Schlagverluste hätte Langer mit seinen insgesamt 14 Schlägen unter Par auf dem geteilten 13. Platz noch einen ordentlichen Rückstand auf die beiden Führenden Paul Goydos und Gene Sauers gehabt. Die beiden teilten sich nach 72 Löchern mit 20 Schlägen unter Par den ersten Platz. Über den Sieg musste im Playoff entschieden werden. Bereits am ersten Extraloch setzte sich Paul Goydos gegen Gene Sauers durch.

Nicolai von Dellingshausen schafft den Aufstieg

Bereits am Dienstag konnte dagegen auf der Pro-Golf-Tour einmal mehr ein deutscher Sieg gefeiert werden, als Nicolai von Dellingshausen die Sierra Polish Open 2017 gewann und damit den Sprung auf die Challenge Tour schaffte. Mit einer 63er Abschlussrunde erspielte sich der Düsseldorfer nicht nur den Platzrekord, sondern auch die Trophäe.

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