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Tshwane Open: Schwartzel erspielt sich die Führung

13. Feb 2016
Da will ich hin! - Charl Schwartzel führt bei Tshwane Open. (Foto: Getty)
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Gleich drei Profis lieferten sich ein Fernduell um das schönste Eagle an Loch neun. Ritthammer kann Beginn nicht mehr wett machen.

Der Kurs des Pretoria Golf Club zeigte heute erneut wie schwierig er mit all seinen Hügeln und Senkungen zu bespielen ist. Wenige blieben unter Par, setzten sich dann aber an der Spitze des Feldes fest. Vor dem Finaltag führt Charl Schwartzel das Feld mit einem Gesamtscore von -9 an. Am Finaltag sind ihm seine Landsmänner Zander Lombard (-8) und Anthony Michael, sowie Haydn Porteous (beide -7) auf den Fersen. Für Aufsehen sorgte der Engländer Toby Tree. Er lieferte eine traumhafte Serie, leider ohne geglücktem Ende, mischte aber das vordere Feld ein wenig auf. Dort hatten sich in den vergangenen zwei Tagen nur Lokalmatadors getummelt.

Für Bernd Ritthammer verlief es dagegen heute alles andere als gewünscht. Und auch Lukas Nemecz blieb über Par, konnte sich in den Platzierungen aber um zwei Plätze verbessern. Beide strauchelten auf der Back Nine, auf der heute reihenweise Bogeys fielen.


Ritthammer mit guter Back Nine bei Tshwane Open

Bernd Ritthammer durfte heute zwar länger starten, richtig wach schien er zu Beginn seiner Runde aber nicht zu sein. Zwei Bogeys an den ersten beiden Löchern folgte noch ein Doppelbogey an Loch vier. In der Folge war er damit beschäftigt die Patzer auszugleichen. Schien aber hellwach und zu allem entschlossen. Mit gleich zwei Birdies in Folge beendete er eine turbulente Front Nine. Auf der Back Nine ging es für den Deutschen nun darum sich eine gute Platzierung zu erspielen, denn das Feld lag nach wie vor sehr dicht bei einander auf dem Par-70-Kurs. Schon am Vortag hatte er dem Platz seine Tücken attestiert. Letztlich waren es aber zwei weitere Bogeys, die Ritthammer deutlich nach hinten warfen. Mit einer 73er Runde kam er auf T59 ins Clubhaus. Bei einem Gesamtscore von +5 kann er am Finaltag kaum noch vorne angreifen. Aufgrund des engen Feldes ist ein erneuter deutlicher Sprung nach oben aber durchaus möglich.

Anekdote am Rande: Auf dem schweren Kurs landeten viele Bälle zwischen den Bäumen, auch einer von Bernd Ritthammer. Sein Post nach dem Turniertag erzählt das Ende der Geschichte…

„Man vs. Tree“ I lost…..?

Posted by Bernd Ritthammer on Samstag, 13. Februar 2016

Charl Schwartzel führt vor Landsleuten

Charl Schwartzel spielte nicht spektakulär, aber konstant und geduldig und das zahlte sich aus. Mit einem Schlagverlust am letzten Loch reichten ihm drei Birdies und ein Eagle an Loch neun (Par5), um sich vor dem Finaltag alleine an die Spitze zu setzen. Vor allem Loch 18, das so viele Profis am Movingday der Tshwane Open zur Verzweiflung brachte, bewies Schwartzel Fingerspitzengefühl und Geduld. Erst traf er das Fairway nicht, dann den Bunker. Dort war er in guter Gesellschaft: Auch seine Flightpartner Anthony Michael und Daniel Im mussten ihre Bälle aus dem Sand retten. Schwartzel blieb dennoch ruhig, auch wenn sich das Bogey nicht verhindern ließ und geht mit einem Schlag Führung in den FInaltag. Dort hat der Lokalmatador nun seinen Landsmann Zander Lombard im Rücken, der am dritten Turniertag die niedrigste Runde (63) des bisherigen Turnierverlaufs spielte. Der Südafrikaner hatte sich am ersten Tag eine 72er Runde eingebrockt und musste Schwartzel daher vorbeiziehen lassen. Ebenso wie Schwartzel schlug er an Loch neun ein Eagle.

Toby Tree macht deutlichen Sprung im Tableau

Toby Tree war kurz nach Bernd Ritthammer in den dritten Turniertag der Tshwane Open gestartet und machte schnell auf sich aufmerksam. Auf der Front Nine begonnen legte er nach einem Bogey eine lupenreine Serie hin. Insgesamt fünf Birdies und zwei Eagles gingen ihm scheinbar mühelos von der Hand. Besonders der Eagle an Loch 9 (Par5) sorgte für aufsehen. Mit einem Doppelbogey am letzten Loch verbaute er sich aber den Weg in die Top drei. Der Engländer zeigte Nerven und unterschrieb letztlich eine 64er Runde. Dennoch machte Tree einen ordentlichen Satz im Tableau auf T5. Siegchancen für den Finaltag hat er mit einem weiteren Sahnetag aber sicher.

Nemecz kann sich am Ende nicht belohnen

Am Movingday der Tshwane Open konnte Lukas Nemecz nicht ganz an seine Leistung vom Vortag anknüpfen. Am zweiten Tag hatte der Österreicher es mit einer Birdieserie doch noch ins Wochenende geschafft. Bereits mit dem dritten Flight ging es für den 26-Jährigen früh morgens los und erlebte zunächst ein Dejavu. Wie am Vortag begann Nemecz an Loch eins mit einem Bogey. Danach fand er jedoch in sein Spiel, spielte solide und schloss die Front Nine mit zwei Birdies ab. Auf der Back Nine handelte sich Nemecz zwei weitere Bogeys ein, besonders ärgerlich an Loch 18. Somit musste er eine 71er Runde auf seiner Scorekarte unterschreiben und landete auf T55 vor dem Finaltag der Tshwane Open.

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Franziska Heinrichsmeier

Franziska Heinrichsmeier - Freie Autorin für Golf Post

Franziska hat bereits mehrere (Ball-)Sportarten persönlich und journalistisch ausgeübt. Großen Gefallen hat sie an der Herausforderung gefunden, den viel zu kleinen Ball über das viel zu große 'Spielfeld' in ein wiederum arg kleines Loch zu stopfen - wenn sie nicht gerade von ihrer Twitter-Wall abgelenkt wird. Social Media ist Franziskas zweite große Leidenschaft.

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