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Vibrationstraining für Golfer auf der „Power Plate“

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03. Aug 2014
Power Plate Platte verbessert das Golfspiel
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Neben Zumba zählt die „Power Plate“ zu den Neuheiten im Fitnesstraining. Golf Post hat das vibrierende Phänomen ausprobiert.

Die Power Plate ist eine vibrierende Platte, auf der man stehen kann. Durch ihre kleinen, dreidimensionalen Schwingungen werden mit der Vibration in einer Fitnessübung wie etwa der Kniebeuge sämtliche Muskelgruppen im gesamten Körper und speziell die Tiefenmuskulatur angesprochen. Pro Minute können das bis zu 3.000  Muskelkontraktionen im Körper sein – sehr effektiv und sehr muskelkaterträchtig.

Die Power Plate vibriert in unterschiedlichen Frequenzen (30 bis 50 Hz) – je nach Körperregion. Abgestimmt auf den eigenen Fitnessstand und das erhoffte Trainingsziel erstellen Fitnesstrainer in der Regel zunächst einen individuellen Trainingsplan. Die Zeit pro Übung variiert zwischen 30 und 45 Sekunden. Während dieser Zeit wird eine Übung wie etwa eine Kniebeuge auf der Power Plate gehalten. Eine komplette Trainingseinheit ist somit nicht länger als eine halbe Stunde, und passt zum Beispiel gut in die Mittagspause.

In Köln-Junkersdorf befindet sich das Power Plate Center von Kerstin Amlang. Dort hat das Team der Golf Post seine Power Plate Übungseinheit absolviert. Hier hieß es: Schuhe aus, rein in bequeme Klamotten. Auf der Agenda stand ein golfspezifisches Fitnessprogramm auf der Power Plate.

Die Power Plate ist ein echter Allrounder

Von sogenannten Crunches bis hin zu Rotationsübungen mit einem Golfschläger in der Hand – es ist nahezu alles möglich und dem Training sind keine Grenzen gesetzt. Das Training sollte wie in „The Qi Club“ immer durch geschultes Personal betreut werden. Auf der Power Plate ist die Muskulatur pro Sekunde zwischen 30 und 50 Schwingungen ausgesetzt. Bei einer nicht fachgerechten Handhabung  sind Verletzungen nicht ausgeschlossen. Doch bei individueller Betreuung ist das Training effektiv und kann zum gewünschten Erfolg führen.

„Das Training mit der Power Plate ist einfach, zeitsparend und bei richtiger Anwendung effektiver, als ein gewöhnliches Krafttraining“, sagt Kerstin Amlang, die das Studio 2008 eröffnet hat. Es wird ein regelmäßiges Training von nicht mehr als drei Übungseinheiten pro Woche empfohlen. Nur so hat die Muskulatur zwischendurch auch genug Zeit, um sich zu erholen und aufzubauen.

Power Plate – ursprünglich aus der Raumfahrt

Die Power Plate Technologie stammt ursprünglich aus der Raumfahrt und wird seit mehr als 50 Jahren eingesetzt, um Muskelschwund (Athrophie) bei Astoauten entgegenzuwirken, der durch längere Aufenthalte im Weltall und der dort herrschenden Schwerelosigkeit ausgelöst wird. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelt sich die Power Plate zum neuen Hype im Sportbereich. Zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 war die Power Plate sogar der offizielle Partner der deutschen Nationalmannschaft. Klinsi & Co. nutzten die innovativen Geräte zum täglichen Drill.

Neben den golfrelevanten Muskelgruppen werden ebenfalls Kraft und Ausdauer trainiert und die Durchblutung gefördert. Zusätzlich können durch gezielte Massagen durch die Power Plate Verspannungen im Körper gelöst werden. Die staatlich geprüfte Physiotherapeutin Linda Holländer gibt jedoch zu Bedenken: „Die Power Plate verspricht in punkto Ausdauer und Kraft auf jeden Fall einen Trainingserfolg, ist eventuell aber nicht ganz unbedenklich. Die Anwendung sollte nach Rücksprache mit einem Arzt und qualifiziertem Fachpersonal erfolgen. Besonders wenn Vorerkrankungen, die den Bewegungsapparat betreffen, vorliegen, ist von der Platte abzuraten.“

Power Plate auch für zuhause?

Diejenigen, die keine Lust auf den wöchentlichen Gang in das Studio haben, können sich im Webshop auch ein eigenes Gerät für das heimische Wohnzimmer bestellen. Für diesen kleinen Luxus muss man jedoch tief in die Tasche greifen: Das kostengünstigste Modell ist für etwa 3.000 Euro erhältlich. Die aktuellste Evolutionsstufe des Geräts kostet 18.000 Euro.

Unser Fazit: Das Training auf der Power Plate ist zeitschonend und effektiv. Allerdings sollte das hohe Verletzungsrisiko bei falscher Anwendung immer im Hinterkopf behalten werden. Der Trainingseffekt ist bewiesen, jedoch empfehlen wir das Training unter der Aufsicht von fachqualifiziertem Personal.

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Kathrin Ivenz

Kathrin Ivenz - Redakteurin bei Golf Post

Bunker sind ihre absoluten Feinde und auch das kurze Spiel macht ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Das Single-Handicap muss daher noch warten. Der Golfclub Am Alten Fliess ist ihr Heimatclub und irgendwann wird sie auch dort aus jeglichen Bunkern die schönsten Bälle herauszaubern.
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