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European-Tour-Sitz Wentworth wird zum Club der Superreichen

26. Okt 2015
Wentworth Golf Club in Surrey bei London: Künftig kostet eine Mitgliedschaft im Hauptsitz der European Tour 22.000 Euro Beitrag per anno. (Foto: Getty)
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Wentworth setzt künftig auf Millionäre, Woods will die 19 Majors und in China wird der KP das Golfspielen verboten. Die Back Nine.

Preissteigerung: Es war schon bisher nicht gerade günstig, Mitglied im Wentworth Golf Club zu sein, die Jahresgebühr lag bei 11.000 Euro. Immerhin 3.000 Personen gehören dennoch dem englischen Traditionsclub an, auf dessen Anlage die European Tour ihre Zentrale hat und wo sie mit der BMW PGA Championship ihr Flaggschiff-Turnier abhält. Doch jetzt will die in Peking ansässige Reignwood-Gruppe als neuer Besitzer die bisherigen Mitglieder vergraulen, um Platz für eine neue Klientel von Superreichen aus China und Russland zu schaffen.

Sie sollen für umgerechnet 130.000 Euro eine Anleihe des Clubs zeichnen und außerdem künftig 22.000 Euro Beitrag p.A. zahlen – oder austreten. „Die Leute sind total geschockt“, sagte Mitglied James Wyatt der BBC. Auf diese Weise will Reignwood-Chef Dr Chanchai Ruayrungruang offenbar den Bestand auf 250 Mitglieder reduzieren, um im Gegenzug 600 neue Mitgliedschaften auszuloben. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung: Mindestens 20 Millionen Pfund (27 Millionen Euro) Vermögen. Wentworth selbst begründet die Maßnahme mit notwendigen Investitionen in die Plätze und sonstigen Einrichtungen.


Tiger Woods gibt Jagd auf den Majorrekord nicht auf

Die Golfwelt wird noch einige Zeit auf Tiger Woods verzichten müssen: Nach seiner zweiten Rückenoperation im September hat der 39-Jährige nicht einmal mit der Reha begonnen. „Es ist ein langer und mühsamer Prozess, bis ich wieder wettbewerbsfähig bin“, sagte Woods als Gast beim „America‘s Golf Cup“, den er eigentlich im Team mit Matt Kuchar spielen wollte, bevor dann die OP kam. „Ich muss wieder sehr explosiv werden, und dafür braucht es etliche Monate harter Arbeit.“ Immerhin habe er das Ziel von mehr als 18 Majors noch nicht aufgegeben: „Es ist wichtig für mich, das irgendwann geschafft zu haben. Jack [Nicklaus] hat für seine 18 Titel auch die ganze Karriere gebraucht, und meine ist noch nicht zu Ende.“

(Straf-)Schlag in die Magengrube

Autsch! Bei der ersten Runde der„Vodacom Origins of Golf“ auf der südafrikanischen Sunshine Tour setzte Jacques Kruyswijk seinen Abschlag an Bahn acht des Koro Creek Bushveld Golf Estate an einen Baum. Alles weitere hat was von Slapstick, tat aber richtig weh und brachte Kruyswijk auch noch ein Strafschlag ein (Regel 19-2):

Als Marken sind Tiger und Mickelson top

Geldbringer: Sie haben seit 2013 nichts mehr gewonnen, trotzdem sind Tiger Woods und Phil Mickelson die wertvollsten Marken des Sports. Das jedenfalls ergab eine Studie des Wirtschaftsmagazins „Forbes“. Im Individual-Ranking liegen beide mit einem Wert von 30 bzw. 28 Millionen Dollar vor Basketball-Superstar LeBron James und Tennis-Ikone Roger Federer (jeweils 27 Millionen). Rory McIlroy ist als Marke zwölf Millionen Dollar wert und damit Neunter.


Forbes Fab 40 - Die wertvollsten Sportmarken der Welt

China: Golfverbot für Parteimitglieder

Vaterlandsverräter: In China geht die Fehde der Kommunistischen Partei gegen Golf in eine neue Phase. Nach dem Verbot des Golfplatzbaus und der Schließung von 66 „illegalen“ Plätzen im März werden jetzt Sanktionen gegen golfende Parteimitglieder ergriffen. Unter anderem sind Erwerb, Besitz und Nutzung von Mitgliedschaften für Golf-, Fitness- und sonstige Privatclubs bei Androhung von Strafe sowie Parteiausschluss verboten. Chinas KP hat 88 Millionen Mitglieder.

K.J. Choi singt für einen guten Zweck

Sängerknabe: K.J. Choi war Gewichtheber, hat acht Mal auf der PGA Tour gewonnen, darunter die Players Championship 2011, und singen kann der Koreaner auch. Bei einer Benefizgala zugunsten seiner Stiftung für sozialschwache südkoreanischer Kinder zeigte sich Choi durchaus gut bei Stimme:

Ire Hogan wieder Speed-Golf-Champion

78 Schläge für 18 Loch in 40 Minuten? Für Rob Hogan kein Problem, der Ire mit dem Rauschebart wurde mit dieser Finalrunde im „The Glen Club“ von Chicago zum zweiten Mal nach 2013 Speed-Golf-Weltmeister. Beim Speed-Golf werden die Zeiten und die Ergebnisse von zwei Runden schlichtweg addiert: Hogan hatte am Ende 243,28 Punkte, knapp sieben mehr als Scott Dawley (250,00) aus Texas, der auf seinem 72er-Schlussumlauf sogar sechs Birdies und ein Eagle spielte, dafür aber 48 Minuten brauchte.

Trump: Turnberry wird „unwiderstehlich“

Erwartbar: Klar, dass sich Donald Trump zu Wort meldet, wenn es um die Vergabe der British Open geht. Nach dem Zuschlag für Royal Portrush 2019 ließ der Golfplatz-Tycoon, der so gerne ein Major auf einem seiner Plätze hätte, via Architekt Martin Ebert ausrichten, die Umbauten von Turnberry „übertreffen alle Erwartungen“, der Kurs werde so „unwiderstehlich, dass der R&A nicht an ihm vorbei kann“.

„Joker“ Djokovic schlägt nicht auf, sondern ab

Fundstück: Golfende Tennisstars haben wir an dieser Stelle schon öfter vorgestellt, Rafael Nadal beispielsweise. Heute schlägt Novak „Joker“ Djokovic mal nicht auf, sondern ab. Unter anderem mit seinem Coach Boris Becker:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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