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TOUR Championship: Stenson bewahrt sich Vorsprung

21. Sep 2013
Henrik Stenson und Caddie Gareth Lord: Hier geht's lang zum Turniersieg und zum FedExCup-Bonustopf. (Foto: Getty)
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Die Mitbewerber um den FedExCup-Bonustopf können am „Moving Day“ nicht aufholen. Dustin Johnson ist der schärfste Verfolger.

Henrik Stenson eilt mit Riesenschritten dem ganz großen Zahltag entgegen. Der Schwede bewahrte sich am dritten Tag der TOUR Championship in Atlanta seinen Vorsprung von vier Schlägen. Bei der 69er-Runde (-1) über den Par-70-Kurs im East Lake Golf Club ließ er sich auch nicht davon beirren, dass die PGA Tour den Zeitplan wegen einer angekündigten schweren Regen- und Gewitterfront um fünf Stunden vorverlegt und das 30-Mann-Feld in Dreier-Flights aufgeteilt hatte.

Stenson benötigte bei seinem „Early Bird“ (9 Uhr Ortszeit) mit Adam Scott und Jordan Spieth gerade mal ein Loch, um in Fahrt zu kommen. Bereits auf der Par-drei-Zwei legte der 37-Jährige die Kugel kurz vor die Fahne und lochte zum ersten von insgesamt fünf Birdies des Tages.


Kranker Adam Scott stürzt mit 74er-Runde ab

Während Spiel-Gefährte Spieth einen 71er-Umlauf (+1) absolvierte und bei Vier unter Par als geteilter Vierter hinter Steve Stricker (-2/68) in den Final-Sonntag geht, erwischte es Adam Scott bitter. Der Masters-Champ lag nach fünf gespielten Löchern schon Vier über. Zu des Australiers Entschuldigung soll erwähnt sein, dass Scott mit Fieber auf die Runde gegangen war, ausgelöst wohl durch einen Bazillus. Morgens früh hatte er sich eine Stunde lang an den Tropf hängen und intravenös eine Nährlösung verabreichen lassen.

Cup-Aspiranten nutzen „Moving Day“ nicht

Henrik Stenson spielte auf der Drei, der Sieben und der Neun die nächsten Birdies und sah ansonsten entspannt zu, wie sich die Aspiranten auf den 1,4-Millionen-Dollar Siegerscheck, der ihnen gleichzeitig den Zehn-Millionen-Bonustopf bescheren würde, an seinem Vorsprung abarbeiteten. Keiner von ihnen wusste den „Moving Day“ zu nutzen.

Scott beendete den Tag mit seiner 74er-Runde als geteilter Zehnter. Zach Johnson brachte nur eine Eins-unter-69 zusammen und ist mit -4 geteilter Vierter. Matt Kuchar spielte eine 69 (-1) und ist 25. mit +2. Tiger Woods liegt nach einer 69er-Runde mit +3 fürs Turnier gleichsam abgeschlagen auf dem geteilten 26. Platz. Stattdessen tauchte Dustin Johnson (-3/67) als schärfster Verfolger auf dem Leaderboard auf.

Den Führenden indes schien trotz eines Bogey-Auftakts der zweiten Neun auch der nunmehr einsetzende und später strömende Regen nicht erschüttern zu können. Doch in der Folge verlor Stenson den Rhythmus, spielte unpräziser und kassierte auf der 14, auf der 16 sowie auf der Par-drei-18 weitere Bogeys. Er beendete Loch 15 zwar mit seinem fünften Birdie, rettete sich dank großartiger Putts allerdings zwischendrin auch aus einigen brenzligen Situationen. „Ich habe im Regen etwas das Gefühl verloren“, resümierte Stenson. „Aber was wirklich weh getan hat, war der Drei-Putt auf der 18.“

Befreundeter Pro repariert Stensons „geliebtes“ Vierer-Holz

Der „Deutsche-Bank“-Sieger hatte bereits am Freitag ein leichtes Handikap weggesteckt. Beim Einschlagen bemerkte er Dellen an der Schlagfläche seines bevorzugten Vierer-Holzes, mit dem Stenson fast so weit, aber deutlich genauer schlägt als mit dem Driver. Und auf die Schnelle gab’s keinen Ersatz.

Dafür meldete sich ein TV-Zuschauer angesichts der Bilder von der Driving Range und wollte Stenson davor warnen, den nicht mehr regelkonformen Schläger im Bag zu lassen (zwei Strafschläge) oder ihn gar zu benutzen (Disqualifikation). Doch der Schwede hatte das beschädigte Holz tatsächlich in der Umkleide deponiert und spielte mit nur 13 Schlägern.

Gestern war das „geliebte“ Vierer wieder mit auf der Runde: Ein mit Caddie Gareth Lord befreundeter Pro aus einem benachbarten Club hatte sich bei einem Mitglied den entsprechenden Schlägerkopf „geliehen“ und diesen in seiner Werkstatt an Stensons Schaft montiert.

Das Leaderboard.

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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