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Toll, 1,3 Zentimeter weniger Rough: USGA „entschärft“ Oakmont

16. Jun 2016
Rasen mähen vor der US Open. (Foto: Getty)
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Allerlei von der US Open: Jason Day als Ersthelfer, Mickelson als perfekter Papa, Jason Days Söhnchen Dash als wahrer Superstar.

Mike Davis hat ein Einsehen: Als der zuständige Direktor des amerikanischen Verbands USGA vergangene Woche anreiste, fand sogar er als golferischer „Hardliner“ das Rough im Oakmont Country Club zu hoch und zu bestrafend. Mittlerweile ist das fette Poa-Annua-Gras am Rand der Fairways gekürzt worden, um sage und schreibe, 1,3 Zentimeter, von 12,7 auf 11,4 Zentimeter – eine wahrhaft „entschärfende“ Maßnahme. Außerdem ließ Davis das Rough in Richtung Grüns mähen: „Das erleichtert den Spielern, mit dem Schläger durchs Gras zu kommen“. Wie großmütig! Dennoch soll sich niemand zu früh freuen, denn dafür wuchs der „First Cut“, dieser Übergang zwischen Fairway und Rough, um 1,3 auf 7,6 Zentimeter.

Wenigstens das Wetter ist mit den US-Open-Teilnehmern, nach einem regnerischen Mittwoch spielt sich das „Oakmonster“ etwas weicher. Jordan Spieth geht dennoch davon aus, dass „nach 72 Loch niemand in den roten Zahlen sein wird“.


Jason Day leistet erste Hilfe bei Caddie-Unfall

Sanitäter Jason Day. (Foto: Getty)

Sanitäter Jason Day. (Foto: Getty)

Oakmont hat sein erstes Opfer: Während einer Einspielrunde rutschte Bill Henaghan, der Caddie von Qualifikant Chris Crawford, beim Harken eines Bunkers aus und brach sich den Knöchel. Aber Caddies sind hart im Nehmen, Henaghan fordert sogar Flightpartner Jason Day auf: „Alles ok, spiel‘ ruhig weiter!“ Doch der Weltranglistenerste brach ab und winkte seinen Agenten Bud Martin herbei, der mit Jim Bradley, dem Arzt des „Pittsburgh-Steelers“-Footballteams, unterwegs war. Überdies half Day selbst bei der Bergung des Verunglückten.

Schulfeier: Papa Mickelson ist dabei

Phil Mickelson hat‘s schon wieder getan: Der fünffache Majorsieger und „ewige“ US-Open-Zweite unterbrach seine Vorbereitungen in Oakmont und flog heim nach Kalifornien, zu einer Schulabschlussfeier seiner Tochter Sophia am Dienstag in San Diego. „Das ist ein wichtiger Augenblick im Leben eines jungen Menschen“, sagte Papa „Lefty“, der heute seinen 46. Geburtstag feiert.. „Ich bin froh, dass es mir möglich ist, dabei zu sein.“ Gleiches hatte Mickelson schon 2013 in Merion für Tochter Amanda getan, damals wurde er hinter Justin Rose Zweiter.

Palmer fehlt beim Heimspiel

Heimspiel ohne den „King“: Zum Masters ging‘s noch, aber die US Open wird ohne Arnold Palmer stattfinden. Die eingeschränkte Mobilität des 86-Jährigen lasse einen Besuch nicht zu, erklärte Palmers Pressesprecher: „Es wäre zu anstrengend.“ Das sind keine guten Nachrichten, immerhin stammt der siebenfache Majorsieger aus dem nahe gelegenen Latrobe/Pennsylvania, und Oakmont ist quasi sein Major-Heimatkurs. Hier verlor Palmer 1962 die US Open im Play-off gegen Golfs neuen Star Jack Nicklaus, hier spielte der „King“ 1994 seine letzte US Open.

„Beef“ Johnston und die Woche nach einem US-Open-Sieg

Promillehaltige Ankündigung: Als Andrew „Beef“ Johnston im April die Open de Espana gewann, wollte er sich schon zur Feier dieses ersten Siegs auf der European Tour „richtig einen geben“. Für die US Open legte der bärtige Engländer noch ‘was drauf. Wenn er in Oakmont triumphieren würde, sagte Johnston, „dann ginge es richtig hoch her. Wahrscheinlich wäre ich eine Woche lang betrunken“.

Aktive US-Open-Werbung

Promotion: Um Werbung für die 116. US Open zu machen, haben sich der US-Verband USGA und sein TV-Partner „Fox“ mitten im „Big Apple“ platziert. Auf New Yorks 6th Avenue errichteten sie eine Kleinausgabe von Oakmonts dritten und viertem Fairway mit den berühmten „Kirchenbänken“ dazwischen:

Wes Short und der Traum von der US Open

Lebenstraum: 34 Jahre ist Wes Short Jr. seinem Traum nachgejagt, mal die US Open zu spielen, in Oakmont ist der 52-Jährige endlich im Feld. Seinen ersten Versuch startete Short bereits als 18-jähriger von der High School aus, anschließend schlug der Texaner die Profilaufbahn ein und versuchte sich auf diversen US-Touren, kurzzeitig sogar auf der PGA Tour, wo er 2005 in Las Vegas gewann. Damals gab‘s freilich für einen Toursieg noch keinen Startplatz beim Masters, Shorts zweitem großem Traum. So blieb es bei der PGA Championship 2006 als einziger Majorteilnahme – bis jetzt.

Dash Day ist der wahre Superstar

Kinderspaß und Vatertag: Eigentlich ist Jason Days Söhnchen Dash der wahre Superstar im Golfzirkus, mindestens aber ist der Dreijährige „Everbody‘s Darling“, sei es beim Spielen mit Rickie Fowler oder als Hauptdarsteller im Werbevideo von TaylorMade für den US-Vatertag am Sonntag:

Oakmont begründete „Stimpmeter“

Wussten Sie eigentlich: … dass Oakmont der Auslöser zur Erfindung des „Stimpmeters“ war, mit dem die Rollgeschwindigkeit der Bälle auf Grüns ermittelt wird. Bei der US Open 1935 wunderte sich der exzellente Amateurgolfer Edward Stimpson über die unfair schnellen Grüns und ersann ein Messverfahren. Das Ergebnis ist eine 91,4 Zentimeter lange und 4,4 Zentimeter breite Schiene, die bei Zentimeter 76,2 eine Einkerbung enthält, in die der Ball gelegt wird. Die Schiene wird mit dem unteren Ende aufs Grün gestellt und langsam angehoben, bei einem Hebewinkel von 20 Grad gerät der Ball in Bewegung, seine Rollstrecke auf dem Grün wird gemessen. Seit 1976 ist der „Stimpmeter“-Wert offizielles Verfahren der USGA: Auf normalen Grüns gelten laut USGA 8,5 Fuß (2,6 Meter) als schnell, Oakmont hat Werte von 13 bis 15 (4,0 bis 4,6 Meter).

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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