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Auf den letzten Löchern? Tiger Woods meldet sich zu Wort

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16. Sep 2014
Neben dem Platz war er zuletzt deutlich öfter gut drauf, als drauf - Tiger Woods über seine Pläne. (Foto: Getty)
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Tiger Woods spricht über sein Comeback und stichelt gegen Mickelson: „Phil hat noch weniger Löcher übrig, als ich!“

Als Tiger Woods am Montag vor die Presse trat, warteten die meisten der versammelten Journalisten vor allem auf eines: Ein Kommentar zu der kleinen Fehde, die Rory McIlroy im Vorfeld der Tour Championship angestoßen hatte. McIlroy sagte in einer Pressekonferenz, nachdem er auf die nicht für das Tour-Finale qualifizierten Tiger Woods und Phil Mickelson angesprochen worden war, sie seien auf „den letzten Löchern ihrer Karriere“. Tiger Woods‘ Kommentar: „Ich fand es ziemlich lustig!“

Für Tiger Woods hat sich der Indien-Urlaub gelohnt

Tiger Woods stellte am Tag nach dem Finale der Tour Championship den neuen Sponsor für seine World Challenge vor. Die Hero MotoCorp. mit Sitz in Indien ist demnach der neue Titelsponsor des Turniers. In der 16. Ausgabe der Tiger Woods World Challenge werden auch in diesem Jahr wieder 18 der besten Golfer der Welt um ein Preisgeld von einer Million US-Dollar spielen. Das Turnier wird vom 3. bis zum 7. Dezember stattfinden und wieder im Zeichen großer Charity-Projekte stehen.


Tiger bei seiner Ankunft in Indien. (Foto: Getty)

Tiger bei seiner Ankunft in Indien. (Foto: Getty)

Eine neue Verbindung zwischen Woods und Hero ließ sich schon Anfang des Jahres erahnen, als Woods für ein Show Match mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Konzerns einen Abstecher nach Indien machte. „Das war meine letzte gute Runde in diesem Jahr“, sagte Woods und grinste. „Ich hab eine 63 gespielt.“

Weiter geht’s ohne Coach, aber mit Schnellkraft

Auch wenn der langjährige Weltranglistenerste und Major-Rekord-Jäger lächelte, er konnte nicht voll verbergen, wie sehr ihn die Wahrheit in dieser Aussage aufreibt. Nach einem Bandscheibenvorfall inklusive Operation, einem kurzen und erfolglosen Comeback und erneuten Problemen mit dem Rücken war die Saison für Woods schnell beendet. Hinzu kam zuletzt die Trennung von Schwung-Coach Sean Foley. Er sei nicht in Eile, einen neuen Coach zu finden, meinte Tiger Woods auf die entsprechende Frage. Er habe seit dem verpassten Cut bei der PGA Championship kein einziges Mal einen Schläger geschwungen, und konzentriere sich zur Zeit auf sein physisches Wiedererstarken.

„Mit der Stärkungsphase sind wir so ziemlich durch jetzt. Nun muss ich noch meine Explosivität und meine Schnellkraft zurück bekommen, das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Das ist die zweite Phase in meinem Training, die jetzt beginnt.“ Woods wird erst im Dezember, bei seinem Turnier, wieder auf die Tour zurückkommen. Er hoffe, dann ein bisschen besser zu spielen als beim letzten Mal – 2013 unterlag er Zach Johnson im Stechen um den Sieg, es war seine letzte Top Ten. Übrigens: Martin Kaymer hat seine Teinahme an dem Turnier bereits bestätigt.

„Wir sind alle älter“

Was er denn nicht vermissen würde, fragte ein Journalist mit Bezug auf Tigers Abwesenheit beim Ryder Cup. Nach einer kurzen Denkpause antwortete Tiger offen: „Erstens: Die Witze von Matt Kuchar. Zweitens: Die Witze von Matt Kuchar auf meine Kosten“, und sorgte damit für einen gelungenen Lacher. Grundsätzlich werde er es sehr vermissen, im Team zu sein, denn er habe mit den Jahren gemerkt, wie eng die Bande zwischen den Spielern beim Ryder Cup sind und wie wertvoll die Freundschaften, die daraus entstehen.

Doch in diesem Jahr wird Tiger Woods nicht beim Ryder Cup dabei sein, und wie es für ihn weiter geht, das wird sich erst in geraumer Zeit herausstellen. Rory McIlroy hat in jedem Fall dafür gesorgt, dass die Zeit nach Woods und Mickelson ins Bewusstsein der Menschen gerückt ist. Nach dem kleinen Seitenhieb auf Mickelson vom Anfang des Artikels wurde Woods diesbezüglich ernsthafter. „Es ist die Realität, wissen Sie? Wir sind alle älter. Ich nähere mich meiner 20. Saison auf der Tour, die wird bald kommen. Das ist einfach Teil eines fortschreitendes Prozesses.“

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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