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So spielt sich Tiger Woods‘ „El Cardonal“

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03. Mrz 2015
Feiner Blick auf den Pazifik - "El Cardonal" aus Tiger Woods' Feder ist ein gelungenes Design-Debüt. (Foto: Twitter/@WorldGolfer)
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Tiger Woods wollte einen Golfplatz für jedermann bauen – und in der Wüste Mexikos gelang ihm ein vielversprechender Anfang.

Tiger Woods machte Ende 2014 wahr, was viele schon fast für unmöglich hielten: Er eröffnete seinen ersten, eigens designten Golfplatz in Mexiko. Es war der vierte Anlauf, nachdem andere Projekte, darunter das Milliarden-Projekt „Al-Ruwaya“ in Dubai, scheiterten. „El Cardonal“ heißt das gute Stück im „Diamante“-Ressort, am südlichsten Zipfel der mexikanischen Halbinsel Baja California Sur im Osten des Landes. Joe „Travellin‘ Joe“ Passov hat die ersten 18 Löcher aus der Feder des Rekord-Weltranglistenersten jüngst für die Kollegen von Golf.com unter die Lupe genommen, und befindet: „Tigers Design war das lange Warten wert.“

Tiger Woods schafft Möglichkeiten auf „El Cardonal“

Die 18 Löcher hat der 14-fache Major-Sieger auf 6732 Metern als Par 72 gestaltet, mit Blick auf die pazifische Küste. Als unbeschriebenes Blatt in Sachen Course-Design war mit Spannung erwartet worden, welche Philosophie sich Tiger Woods auf die Architekten-Fahne schreibt. Er selbst nennt es „Old California“-Style. Tiger ließ sich dafür von den großen Plätzen der Welt, wie St. Andrews oder Pinehurst No. 2, inspirieren, obgleich er auch seine Erfahrungen aus Kindertagen auf den Plätzen Südkaliforniens einfließen ließ.


In eine Wüsten-Kulisse mit Berg-Panorama gebettet, den Pazifik, wenn auch nicht angrenzend gebaut, stets präsent, legte Woods bei der Ausgestaltung der einzelnen Bahnen vor allem Wert darauf, viele Möglichkeiten zu schaffen. „Wir haben große, ausladende Bunker gebaut“, sagte Woods bei der Eröffnung. „Aber wir haben viele Möglichkeiten geschaffen, sie zu vermeiden.“

Ein Platz für die ganze Familie

Weitere Merkmale, die hervorstechen, sind die gute Begehbarkeit des Platzes – angelehnt an St. Andrews – und der Abwechslungsreichtum der Löcher. „Schaut euch die Löcher eins, zwei, drei, vier und fünf an. Jedes dieser Löcher spielt sich unterschiedlich.“, so Woods. Und Joe Passov fügt hinzu, dass jedes davon Spaß mache, nicht frustriere. Doch was Woods besonders wichtig war, ist, dass Golfer aller Handicap-Klassen auf dem Platz bestehen können. „Ich will nicht, dass die Leute ein Dutzend Bälle verlieren, wenn sie unseren Platz spielen.“

Auf der Website des Ressorts sagt Tiger, er will Golfer dazu bringen, nachzudenken und Entscheidungen zu treffen. „Egal welches Handicap Du hast, es gibt verschiedene Wege jedes Loch zu spielen. Ich liebe diese Art von Golf.“ Als krönenden Abschluss behielt sich der 79-fache PGA-Tour-Champion auf der 18 ein knapp 500 Meter langes Par 5 vor, das sich bergab in Richtung Pazifik spielt, Traum-Aussicht inklusive.

Tiger Woods hat die erste Prüfung bestanden

Das ist sie also, die erste Arbeitsprobe des Golfplatz-Architekten Tiger Woods. Zwischen Sand und Meer, in der Sonne Mexikos, ist es wahrscheinlich zu früh, um von einem Meisterstück zu sprechen. Doch die Gesellenprüfung hat Woods bestanden. Oder wie Joe Passov beschließt: „Woods ist zwar als Spieler auf dem Comeback-Weg, als Architekt fängt er jedoch gerade erst an. Und er erwischt einen vielversprechenden Start.“

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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