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The Golf Club: Mehr als nur virtuell abschlagen

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13. Okt 2015
"The Golf Club" ist das neue Golf-Simulations-Spiel. (Foto: Screenshot)
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Golf spielen, Turnierserien gestalten, Golfplätze bauen – alles ist möglich im Golfspiel von HB Studios: „The Golf Club“ im Praxistest.

Sie befinden sich auf dem Golfplatz. Mitten auf dem Fairway stehen sie nach einem schönen Schlag vom Tee, haben die Fahne in einiger Entfernung bereits vor sich und treffen nun die Vorbereitungen für den nächsten Schlag: Distanz zum Loch, die Windrichtung und -stärke ermitteln, den Schläger wählen und nun behutsam ran an den Ball. Anvisieren. Ansprechen. Schwung holen und…

Das, was sich nach einer Golfrunde anhört, gibt es seit einigen Wochen erneut in virtueller Form. Mit dem Spiel „The Golf Club“ für PC, Playstation 4 und XBox können Golfer und Nichtgolfer auch im Winter den kleinen weißen Ball vor sich hertreiben – sogar zusammen mit Gleichgesinnten.


Prinzip: Learning by doing

Die Vorbereitung auf das Spiel setzt dabei die Bereitschaft zu Probieren voraus. Grundsätzlich würde man ja, wenn man ein neues PC-Spiel in den Händen hält, eine Art Tutorial erwarten, das die Steuerung des Spiels erläutert. Dies ist bei „The Golf Club“ leider nicht der Fall. HB Studios werfen einen direkt ins kalte Wasser und zwingen den Nutzer dazu, sich die Bedienung der Tasten selbst anzueignen. Zumindest bei dem PC-Spiel stellt das eine große Herausforderung dar, da die Steuerung per Maus nicht so einfach ist, wie man zunächst vermuten würde und verlangt ein nicht geringes Maß an Geschicklichkeit. Hat man sich die Bedienung einmal angeeignet lässt sich „The Golf Club“ jedoch recht einfach spielen.

Verschiedene Spielmodi bei „The Golf Club“

Spaß mit Freunden: Bis zu vier Spieler können gemeinsam golfen. (Foto: Screenshot)

Spaß mit Freunden: Bis zu vier Spieler können gemeinsam golfen. (Foto: Screenshot)

Im Hauptmenü gibt es viele Möglichkeiten und man selbst ist nicht nur lediglich ein Golfer, der seine Abschläge ausführt. Zunächst steht die Wahl des Turniermodus‘ an. Zur Auswahl stehen eine einfache Runde, ein Turnier oder eine ganze Turnierserie. Nach dieser Wahl wird die Anzahl der Spieler festgelegt: Bis zu vier Spieler können gegeneinander antreten und schlagen dann nacheinander ab. Als letztes wird der Platz, beziehungsweise die Tour, ausgesucht, die gespielt werden soll. Hier kann man genau einsehen, wie die Plätze aufgebaut sind und wie hoch die Herausforderungen sind.

Verschiedene Schwierigkeitsstufen für neue Herausforderungen

Wenn alle Auswahlen getroffen sind, beginnt das Spiel. Ein Kommentator führt die Spieler über den Platz und äußert nach jedem Schlag seine Meinung – ein witziger Nebeneffekt, der das Spiel ein Stück spannender macht.

Der Spielfluss ist der Realität gut nachempfunden. Der Computer schlägt den am besten geeigneten Schläger vor, die endgültige Wahl liegt aber stets beim Spieler – eine Erleichterung vor allem für die Nutzer, die nicht mit Golf vertraut sind. Ein kleines Diagramm zeigt an, aus welcher Richtung der Wind wie stark weht, damit die Schlagrichtung angepasst werden kann. Verschiedene Kameraperspektiven ermöglichen es, den Schlag optimal anzupassen  und sich gute Birdiechancen zu erspielen.

Auch aus dem Sand muss man sich befreien. (Foto: Screenshot)

Auch aus dem Sand muss man sich befreien. (Foto: Screenshot)

Eine weitere Funktion des Spiels ist der Spielmodus „Saison“. Hier werden die Spieler ihrem jeweiligen Leistungsstand nach einer Saison zugeordnet und können dort verschiedene Turniere spielen. Bei guten Ergebnissen steigert sich die Wettbewerbsstufe und der Schwierigkeitsgrad erhöht sich. Die Charaktere selbst können sich zwar nicht verbessern, aber dafür sorgen verschiedene Schwierigkeitsstufen immer für neue Herausforderungen.

Vom Windmesser bis zum Poloshirt

„The Golf Club“ lässt dem Spieler eine Menge Entscheidungsfreiheiten und alle Einschränkungen und Hilfen, wie beispielweise der Windmesser, können ein- und ausgeschaltet werden. Damit kann sich jeder seine eigene Golfwelt zusammenbasteln und eigene Anforderungen stellen. Selbst die Kleidung des eigenen Avatar kann frei gewählt werden, vom Schuh bis zur Mütze.

Eigene Wettbewerbsformen erstellen

Wenn genug gespielt wurde, gibt es noch zwei weitere Optionen, die dem Spieler freie Hand lassen und es jedem Einzelnen ermöglichen, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Zum einen können eigene Wettbewerbe erstellt werden. Aus einer vielfältigen Auswahl an Turnieren kann der Spieler eine beliebige Reihenfolge zusammenstellen und dem Wettbewerb einen eigenen Namen geben. Die Wettbewerbe können später für Spieler aus aller Welt zugänglich gemacht werden.

Den eigenen Golfplatz bauen

Vom ersten bis zum letzten Loch: der eigene Golfplatz ist doch immer der schönste. (Foto:Screenshot)

Vom ersten bis zum letzten Loch: der eigene Golfplatz ist doch immer der schönste. (Foto:Screenshot)

Zum anderen gibt es bei „The Golf Club“ die Option, einen eigenen Golfplatz zu bauen. Hier wird jedoch nicht nur entschieden, wie viel Par und Löcher der Platz hat, sondern auch ob er zum Beispiel in der Wüste oder in den Bergen liegen soll. Die Planung des Platzes erfolgt bis in kleinste Detail, das betrifft auch die Länge und Höhe eines jeden Lochs, Bunkers und Roughs.

Es wird bestimmt, wie weit die Fairways sind und wieviel Wasser sich auf dem Platz befinden soll, kurzum: Die Golfplatzingeneure von morgen können eine Menge Zeit in den eigenen Golfplatz investieren und nach eigenem Belieben Bunker und Hindernisse einbauen. Wenn der Golfplatz fertig ist, kann er veröffentlicht werden und ist so sogar für andere Spieler bespielbar.

Wie schneidet „The Golf Club“ im Praxistest ab?

„The Golf Club“ ist ein detailreiches Spiel mit einer Menge Potential für jeden Golfliebhaber. Gutes Internet ist allerdings von Vorteil, wenn man sich mit Spielern aus aller Welt messen möchte. Ebenso ist die Bedienung per Gamepad wahrscheinlich einfacher, als die Steuerung per Maus und Tastatur – für unseren Test stand lediglich ein PC zur Verfügung.

Fazit: Mit „The Golf Club“ kann man nicht nur Golfen, sondern sich auch auf anderen Gebieten – Golfplatzbau, Wettkampfmodi – austoben und kreativ werden. Das fehlende Tutorial und die Tatsache, dass die Spielercharaktere sich nicht weiterentwickeln können, sind kleine Minuspunkte für die Attraktivität des Spiels. Ebenso fehlt ein Bezug zum Profigolf für diejenigen, die gern mit Tiger-Woods- oder Rory-McIlroy-Avataren spielen. Wenn man sich jedoch einmal mit der Funktionsweise auseinandergesetzt hat, verspricht „The Golf Club“ eine Menge Spaß und Möglichkeiten.

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Sina Engler

Sina Engler - Freie Autorin für Golf Post

Sina zeigt den Kollegen regelmäßig, wer auf den Grüns das Sagen hat. Mit ihrer lockeren, sorglosen Art hat sie keinerlei sichtbaren Respekt vor dem viel zu kleinen Loch und stopft einen Cup nach dem anderen. Überhaupt beeindruckt sie so schnell nichts, weshalb sie unsere wertvolle Feuerprobe für jeden Gag ist.

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