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Presidents Cup: Das ist Team USA

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01. Okt 2013
Die siegreiche US-Mannschaft von 2011 beim Presidents Cup. (Foto: Getty)
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Ein Hauch von Ryder Cup weht über den Kurs von Muirfield in Ohio. Das ist das Presidents-Cup-Team der Amerikaner.

Der dank fünf Saisonsiegen jüngst von der PGA Tour zum Spieler des Jahres gewählte Tiger Woods ist das Zugpferd für das amerikanische Team. Während Woods in den letzten Jahren im Ryder Cup immer wieder schwächelte, lief er im Presidents Cup meist zur Höchstform auf und holte zum Beispiel 2009 alle fünf Punkte. Mit einer Bilanz von 20 Siegen/14 Niederlagen/ 1 Unentschieden und 20,5 erzielten Punkten in sechs Teilnahmen hat Woods neben Jim Furyk die meisten Siege aller Spieler geholt. Vor allem Muirfield Village wird Woods entgegenkommen, denn auf dem Platz konnte er das Memorial Tournament bereits fünfmal gewinnen!

Snedeker begann stark und lies nach

Der Weltranglisten-Neunte Brandt Snedeker begann die Saison vielversprechend, wurde dann jedoch von einer Rückenverletzung zurückgeworfen, die sein Momentum zerstörte. Mit einem Sieg in Kanada kam er noch einmal zurück, am Ende wurde er im FedEx Cup Zwölfter. Snedekers Stärken bei seinem Cup-Debüt werden vor allem auf den Grüns liegen; in den Putt-Statistiken der PGA Tour ist er seit einigen Jahren dauerhaft unter den Top 5.


Phil Mickelson, der Teamplayer

Lefty Phil Mickelson war bisher als einziger Spieler bei jedem Cup dabei und qualifizierte sich für die 2013er Ausgabe dank einer grandiosen Saison mit drei Siegen weltweit (unter anderem der British Open). Kein anderer Spieler kann seine 42 absolvierten Matches sowie seine Bilanz von 18/14/10 mit insgesamt 23 Punkten toppen. Phil ist ein super Leader, sorgt für gute Stimmung im Team und es hat sich bereits beim Ryder Cup herausgestellt, dass er ein optimaler Vierer-Partner für Rookies und jüngere Spieler ist.

Matt Kuchar – der Konstante

„Mister Steady Eddie“ und „Mr. Smile“ sind Kosenamen, die Matt Kuchar auf der Tour genießt. Er ist einer der konstantesten Spieler der Tour, eine perfekte Eigenschaft für Matchplay. Selbst als er bei The Barclays innerhalb von drei Löchern den Sieg verspielte, hatte er ein Lächeln im Gesicht. Gleich zwei Asse hat Kuchar bei diesem Presidents Cup im Ärmel. Zum einen gewann er 2013 das Memorial auf genau diesem Platz, zum anderen ist er amtierender Accenture Matchplay Champion. Da trübt auch eine bisherige 1/3/1 Bilanz bei seinem Debüt vor zwei Jahren nicht das Gesamtbild.

PGA-Champ „Duffy“ Dufner

Der PGA Champion 2013 Jason Dufner konnte sich über die Saison hinweg stark verbessern. In der ersten Hälfte des Jahres schwächelte Dufner, seit seinem Major-Sieg im August jedoch schaffte er immerhin vier Top 10 Platzierungen. Mit Ryder Cup Erfahrung, starker Formkurve und einem Major im Gepäck ist die Assoziation „unerfahren“ zum Begriff Rookie wohl eher fehl am Platz, nichtsdestotrotz ist dies Dufner’s erste Teilnahme.

Keegan kann’s mit jedem

Ähnlich geht es Keegan Bradley. Auch er spielte einen guten Ryder Cup 2012, auch er bestreitet sein Presidents Cup Debüt. 2011 war er nach seinem PGA Championship Sieg heißester Kandidat für eine Wildcard, die dann aber an Tiger Woods vergeben wurde. Bradley konnte in dieser Saison zwar nicht siegen, erzielte aber fünf Top5 Ergebnisse und ist statistisch gesehen ein echter „Allround Spieler“.

Der Veteran – Steve Stricker

„Mr. Niceguy“ Steve Stricker ist neben Woods und Mickelson der dritte Veteran im US-Team. Er spielt seinen fünften Presidents Cup mit einem bisherigen Record von 11/8/0. Unvergessen dabei 2009, als er mit Woods gepaart alle vier Vierer gewann. Obwohl Stricker seine Saison stark dezimiert hat und nur 13 Turniere spielte, wovon er keines gewann, schaffte er es sechsmal unter die Top 10 und wurde im FedEx Cup Dritter, nicht zuletzt dank einem starken zweiten Platz bei der TOUR Championship.

Bill Haas – Kurs-Kenner

Der FedEx Cup Champion von 2011, Bill Haas hat 2013 neun Top-10 Ergebnisse gesammelt, womit er die Tour anführt. Sein Cup-Debüt 2011 war mit 1/3/1 nicht das Stärkste, doch seither ist Haas ein kompletterer Spieler geworden. Zwar hat er seit seinem Sieg im Juni beim AT&T National nicht mehr um einen Sieg mitgespielt, doch dafür wird ihm der Platz entgegenkommen, auf dem er in diesem Jahr bereits Vierter wurde.

Hunter – der Punktejäger

Hunter Mahan hat von allen 24 Spielern im Feld das beste Punkteverhältnis beim Presidents Cup. Mit 8/5/1 kommt er auf 8,5 von möglichen 14 Punkten. Bei seiner fünften Teilnahme dürfte Mahan vor allem deshalb motiviert sein, da er letztes Jahr in allerletzter Sekunde aus dem Ryder Cup Team flog. Mahan spielte keine brillante Saison, war aber in zwei Majors 2013 jeweils in Siegesreichweite und verlor beim Accenture Matchplay Championship – welches er 2012 gewann – erst im Finale gegen Kuchar.

Zach Johnson – der Formstärkste

Knapper geht es nicht! Erst am 72. Loch bei der Deutsche Bank Championship konnte Zach Johnson sich mit einem gelochten acht Meter Putt für seine dritte Cup-Teilnahme qualifizieren. Bisherige Bilanz: 4/5/0. Mit einem Sieg und sieben Top 10 Platzierungen in den letzten acht Turnieren ist Johnson wohl derzeit der heißeste Spieler des US Teams und zugleich noch ein unangenehmer Lochspiel-Gegner mit reichlich Erfahrung.

Captain Picks – Webb Simpson und…

Webb Simpson war der Leidtragende von Johnson’s Putt vor einigen Wochen. Dadurch war er auf eine Wildcard von Kapitän Couples angewiesen. Bei seinem Debüt 2011 gewann Simpson drei seiner fünf Matches. Trotzdem dürfte er momentan wohl einer der schwächeren Amerikaner sein, denn in seinen letzten 14 Turnieren schaffte Simpson nur zwei Top 10’s und zuletzt plagte ihn zudem eine Nackenverletzung.

Der Überflieger – Jordan Spieth

Jordan Spieth hat den zweiten Captain’s Pick nach einer grandiosen Saison mehr als verdient. In seinem Rookie-Jahr wurde der 20 jährige Siebter im FedEx Cup. Neben seinem Sieg bei der John Deere Classic wurde er dabei dreimal Zweiter, insgesamt neun Top 10’s konnte er auf seinem Konto verbuchen. Die einzige Lochspiel-Erfahrung, die Spieth bisher sammelte, war beim Walker Cup, eine Art Ryder Cup auf Amateur-Ebene. In diesem Format ist er noch ungeschlagen, man kann also gespannt sein, was der frisch gekürte „Rookie Of The Season“ noch zu bieten hat.


Bilderstrecke: Das US-Team beim Presidents Cup

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Timm Goeller

Timm Goeller - Freier Autor für Golf Post

Timm Göller ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und dem Golfsport seit 15 Jahren treu. Er spielt in der 1. Mannschaft des GC Neuhof in der 2. Bundesliga und berichtet seit Jahren über den Profisport aus einer etwas anderen Sichtweise. Im eigenen Spiel liegt ihm vor allem der Driver und der Putter, dafür gibt es beim Chippen und Pitchen ein „wenig“ Verbesserungspotenzial.
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