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TaylorMade-Adidas: Der anhaltende Niedergang einer Golfmarke

07. Mrz 2016
TaylorMade verzeichnete zum dritten Mal in Folge sinkende Umsatzzahlen. (Foto: Getty)
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Spekulationen um Verkauf an Under Armour, um Scotts Caddie und Trumps Handschlag, dazu ein Garten mit „Wow“-Faktor. Die Back Nine.

Die Talfahrt von TaylorMade hält an: Im dritten Jahr nacheinander gehen bei der Adidas-Golfsparte die Netto-Erlöse nach unten. Der aktuelle Finanzbericht weist einen 2015er-Netto-Umsatz von 902 Millionen Euro aus, 2014 waren es noch 914 Millionen Euro gegenüber 1,285 Milliarden Euro 2013 und TaylorMades stärkstem Jahr 2012 mit 1,344 Milliarden Euro. „Nach einem Jahrzehnt mit starkem und profitablem Wachstum erlebte TaylorMade-Adidas Golf zwei schwierige Jahre 2014 und 2015, bedingt durch strukturelle, geschäftliche und organisatorische Angelegenheiten“, schreibt Adidas-CEO Herbert Hainer im Finanzbericht und kündigt kurzfristig eine „bedeutende strategische Entscheidung“ an: Man habe 2015 mit der „Analyse zukünftiger Optionen für unser Golfgeschäft“ begonnen und erwarte, diese „strategische Überprüfung mit Ende des ersten Quartals 2016 abzuschließen“.

Im Netz wird bereits spekuliert, Jordan Spieths Sponsor Under Armour sei ein potenzieller Käufer für TaylorMade und Co., immerhin wolle sich der Bekleidungskonzern auch im Bereich Golfausrüstung engagieren.


Adam Scott ändert das „Winning Team“

Ändere nie eine erfolgreiche Mannschaft, sagt man: David Clark ist an der Tasche von Adam Scott ein ziemlich guter Ersatz für „Teilzeit-Pensionär“ Steve Williams. Mit dem Engländer als Caddie gewann Scott erst die Honda Classic und jetzt die WGC-Cadillac Championship, Kameras und Mikrofone fingen etliche Beispiele für Clarks enormen „Input“ ein. Dennoch schlüpft beim Masters wieder der Neuseeländer Williams ins Caddie-„Bib“ von Scott. „David hat einen hervorragenden Job gemacht,“ sagte der Australier nach seinem Sieg in Doral, „aber das war so abgesprochen.“ Williams sei bei den Majors gesetzt! Auch ein „Winning Team“ halt, siehe den Masterssieg 2013.

Ist Trump schuld an McIlroys schlechtem Sonntag?

Schlechtes Omen? Die „New York Times“ will ausgemacht haben, warum Rory McIlroy seine 54-Loch-Führung bei der „Cadillac“ mit einer 74 am Sonntag (+2) vergeigt hat. Vielleicht lag‘s ja am Handschlag mit Donald Trump. Der Doral-Patron und Polit-Pöbler war kurz vor der Tee Time des Schlussflights mit dem Helikopter eingeflogen und fand nur noch die Zeit, McIlroy und Titelverteidiger Dustin Johnson auf der Range persönlich zu begrüßen. „D.J“. spielte übrigens eine 79 – was zu beweisen war…

Käpt‘n Darren Clarke hat was am Haken

Dicker Fisch: Darren Clarke ist passionierter Angler und hat vor der Küste von Florida einen 17 Kilo schweren „Permit“ (Kurznasenmakrele) aus dem Wasser gezogen. Möglicherweise ein gutes Omen für Hazeltine, von uns aus kann Europas Ryder-Cup-Kapitän im Herbst gern noch mal einen großen Fang landen!

Steven Bowditch und die Runden über 80

Auch‘n Rekord: Als erster Spieler der PGA-Tour-Moderne hat Steven Bowditch alle Runden eines Turniers über 72 Löcher mit jeweils 80 oder mehr Schlägen absolviert. Der Australier spielte bei der „Cadillac“ 81, 80, 80 und 84, insgesamt 37 über Par, und verfeuerte auf dem „blauen Monster“ von Doral 47 Bälle. Für den letzten Platz gab‘s allerdings immer noch 48.000 Dollar (44.000 Euro).

„Golden Bell“ hinterm Haus

Gartenarbeit! Mancher nutzt den privaten Rasen für leichtes Golftraining, aber was Autorennfahrer Kevin Harvick, einer der Stars der amerikanischen NASCAR-Serie, hinterm Haus in Charlotte/North Carolina hat, ist wahrhaft spektakulär: Einen Nachbau des berühmten Lochs 12 von Augusta National, die Par-3-„Golden-Bell“, das Herzstück des Amen Corner. Ehefrau DeLana Harvick schoss das Foto vom Gatten und Sohn Keelan im Garten. Wow!

„Beliebter“ Notlandeplatz

Doppelnutzung: Die 12 des St. Petersburg Country Club in Florida ist auch ein beliebtes Golfloch – für Privatpiloten. Zum zweiten Mal nach 2009 wurde die Golfbahn jetzt zum Notlandeplatz für ein Sportflugzeug mit Motorproblemen. Die einmotorige Maschine ließ am Ende den linken Flügel hängen, nachdem sie einen Baum touchiert hatte, der 18-jährige Pilot und sein Passagier blieben indes unverletzt.

Berlin-Wannsee und das Finanzamt

Ärger mit dem Finanzamt: Medienberichten (u.a. „Berliner Zeitung“, „Bild“) zufolge ist der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee ins „Visier der Steuerfahndung“ geraten. Der gemeinnützige und daher steuerlich privilegierte Verein soll Aufnahmegebühren von bis zu 20.000 Euro je Bewerber als Spenden deklariert haben, laut „Bild“ verlangt das Finanzamt eine Steuernachzahlung von 6,4 Millionen Euro. Der Club weist den Verdacht zurück, außerdem handele es sich um Schätzungsbescheide, deren Vollzug nach Einspruch des Clubs ausgesetzt sei.

Der gute Rat vom Profi

Zum Schluss der Golftipp der Woche: Auf Twitter wird Graeme McDowell von Amateur Cormac Murtagh per Schwungstudie nach einem Ratschlag für den Drive gefragt, während hinter dem Zaun der Driving Range die Autos vorbei rauschen. „G-Macs“ treffsichere Antwort: „Schlag so nahe der Straße keine Bälle!“

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Eugen Pletsch

    Zu Taylor Made:
    Wundert es wen? Neben der Überforderung des Kunden durch die sattsam bekannten Überproduktionen gesellt sich auch noch ein gehöriges Quantum Arroganz.
    Wenn eine „deutsche“ Firma nicht in der Lage ist, Interessenten auf ihrer Website auf Deutsch zu informieren (vermutlich weil wir nach der US-Welteinteilung als Verkaufsgebiet zu „Europa, Naher Osten und Afrika“ gehören (die in englischer Sprache bedient werden), dann ist die Wahrscheinlichkeit Kundenbindung durch Identifikation mit der „Heimatmarke“ zu erzielen (wie einst bei Adidas), ausgesprochen gering. Der Hammer war, als ich im letzten Jahr ein gebrauchtes 16° Hybrid in die Hand bekam, das mir gut gefiel, nur brauchte ich dafür andere Gewichtsschrauben. Trotz guter Kontakte als Golfautor und Betreiber eines Golfportals gelang es mir nicht, eine passende Gewichte aufzutreiben, weder von Händlern, noch vom Fitting-Center. Keine Ersatzteile nach zwei Jahren… danke.

    Eugen Pletsch
    http://www.cybergolf.de

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