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BMW International Open: Bernd Ritthammer und ein Amateur glänzen

24. Jun 2016
Bernd Bitthammer präsentierte sich auch an Tag zwei der BMW International Open in sehr guter Form und hat die Top Ten im Visier. (Foto: Getty)
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Bernd Ritthammer spielt sich eindrucksvoll vor, während Alex Cejka kurz zittern muss. Amateur Jeremy Paul komplettiert das deutsche Starterfeld am Wochenende.

Die Bedingungen am zweiten Tag der BMW International Open sind angenehmer als die drückende Hitze vom Donnerstag. Obwohl das Spiel bereits einmal wegen Gewittergefahr für knapp eine Stunde unterbrochen werden musste, zog der Führende Raphael Jacquelin weiter davon und konnte nur von Henrik Stenson und Kiradech Aphibarnrat eingeholt werden. Alex Cejka und Max Kieffer hatten Probleme an Tag zwei, während Bernd Ritthammer die deutsche Fahne weiterhin eindrucksvoll hochhält.

Bernd Ritthammer behauptet sich als bester Deutscher

Bernd Ritthammer konnte seine zweite Runde bei der BMW International Open äußerst erfolgreich gestalten und sich an die Spitze der deutschen Spieler setzen. Mit vier Birdies bei nur einem Bogey verbesserte er seinen Score auf vier unter Par und spielte sich nahe an die Top Ten des BMW-Open-Feldes. Der Challenge-Tour-Profi, der auf dem besten Weg zurück auf die European Tour ist, zeigte damit die beste und solideste Leistung aller Deutschen und hat nun bei einem Score von vier unter Par beste Chancen auf eine Topplatzierung in der Heimat.


„Das Spiel war noch etwas wackelig und das lange Spiel war leider nicht so gut wie gestern“, sagte Ritthammer im Anschluss und deutete an, dass noch Luft nach oben ist. Zufrieden zeigte sich der Franke mit seiner deutlich verbesserten Putt-Statistik. „Ich habe ein, zwei lange Putts gemacht, die das Par retteten und Selbstvertrauen gaben, da solche Putts manchmal sogar besser als ein Birdie sind.“ Wir sind dementsprechend gespannt, was von einem selbstbewusst auftretenden und stark aufspielenden Bernd Ritthammer noch zu erwarten ist.

Alex Cejka mit kurzem Angriff bei der BMW International Open

Nach seiner guten Even-Par-Runde an Tag eins startete Alex Cejka am zweiten Tag der BMW International Open besser, verlor aber den Biss am Ende seiner Runde. Drei Birdies spielte er auf den ersten Neun, bei nur einem Bogey und schloss zur Spitze auf. Gegen Ende seiner Runde musste er noch zwei Schlagverluste hinnehmen und spielte sich so wieder aus den Top 20. „Ich habe zwei gute Abschläge gemacht, aber die lagen einen halben Meter im Rough – impossible lie“, sagte Cejka dazu. „Das war Pech, aber man muss es nehmen, wie es kommt.“ Mit einer 71er Runde beendete er seinen zweiten Ausflug über Gut Lärchenhof und wird am Wochenende einen erneuten Angriff starten.

Jeremy Paul steht Ritthammer und Cejka zur Seite

Der Amateur Jeremy Paul hat es als einer von drei deutschen Profis in das Wochenende geschafft und damit das familieninterne Duell gegen seinen ebenfalls angetretenen Zwillingsbruder Yannik (+7) gewonnen. Der junge Spieler des Golf Team Germany hatte auf seiner Front Nine noch eine ausgeglichene Bogey-Birdie-Statistik, ehe er auf seinen zweiten neun Löchern mit drei Birdies das Wochenende in trockene Tücher brachte.

Im Interview mit Golf Post nannte er seinen guten Spielplan als Schlüssel zum Erfolg und zeigte sich mit seinem Scrambling zufrieden. „Obwohl ich einige Fairways verfehlt habe, konnte ich die Grüns noch treffen und so unnötige und dumme Fehler vermeiden.“ Gemeinsam mit Paul auf der Runde und ebenfalls im Wochenende spielberechtigt, ist der Österreicher Lukas Nemec. Er spielte eine starke 69er Runde und egalisierte damit seine gestrige 74.

Max Kieffer schwächelt an Tag zwei

Max Kieffer hatte am zweiten Tag nicht so viel Erfolg, wie am ersten. Er startete an Loch 10, immer noch ohne sein eigenes Bag, und kassierte auf den hinteren neun Löchern „nur“ ein Bogey. Er scramblete hervorragend, obwohl er ohne seinen eigenen Putter auskommen musste, was ihn besonders ärgert. „Der Putter, den ich heute gespielt habe, ist von der Optik her ähnlich wie meiner, aber die Balance passt nicht ganz so, deshalb war die Längenkontrolle heute nicht so gut.“

Gleichzeitig musste er auch gegen die Platzbedingungen kämpfen. „Das Rough war nass. Von daher wurde man mehr bestraft, wenn man neben dem Fairway lag“, sagte Kieffer. Auf seiner Back Nine wechselten sich schließlich zwei Schlaggewinne mit zwei -verlusten ab, womit er bei Even Par den Cut um einen Schlag verpasste.

Bernd Wiesberger kann erneut überzeugen

Zwar spielte Bernd Wiesberger keine 68er Runde wie an Tag eins, aber nichtsdestotrotz lieferte der Österreicher wieder eine gute Leistung ab. Mit einer blitzsauberen und bogeyfreien Even-Par-Statistik auf der Front Nine, kamen Wiesberges Highlights auf den zweiten neun Löchern des Platzes. Drei Birdies und ein Schlagverlust konnte der 30-Jährige auf seiner Back Nine notieren und damit bei sechs unter Par auf Rang T10 klettern.

„Auf den ersten Neun zwar alle Grüns getroffen, aber ein bisschen zu ungenau mit den mittleren Eisen“, lieferte Bernd Wiesberger als Begründung für seine birdielose Front Nine, nicht ohne sich über sein erstes Birdie auf Loch 10 zu freuen. „Auf der zehn dann endlich zwei gute Golfschläge und das Tap-In zum Birdie.“

Marcel Siem zerlegt es böse an Tag zwei

Ratlosigkeit machte sich während der zweiten Runde der BMW International Open bei Marcel Siem breit. (Foto: BMW Golfsport)

Ratlosigkeit machte sich während der zweiten Runde der BMW International Open bei Marcel Siem breit. (Foto: BMW Golfsport)

Mit eins über Par und dem Wissen, dass der Cut vermutlich bei Even Par liegen würde, startete Marcel Siem in die zweite Runde der BMW International Open. Doch anstatt sich unter die Cutlinie zu kämpfen, verlor Marcel Siem auf seinen ersten neun Löchern vollkommen den Faden. Am Ende der Front Nine stand gar eine 43 (+7) auf der Scorekarte, was zwei Doppelbogeys und drei Bogeys geschuldet war. Nach dem Abschlag an Loch 7, der zu einem der Doppelbogeys führte, musste sogar sein Driver dran glauben, über den Siem unglücklich stolperte.

Fortan sollte es nicht besser werden, sodass am Ende eine 82er Runde zu Buche stand und Siem damit den Cut mehr als deutlich verpasste. Im abschließenden Interview bezeichnete der Rheinländer den heutigen Tag mit einer gehörigen Portion Galgenhumor, als einen der „schlimmsten Tage im Büro“ und zeigte sich enttäuscht ob seiner Vorstellung in der Heimat.

Fritsch, Röhrig, Mejow und Kolbing streichen die Segel

Florian Fritsch hatte aufgrund seiner 75er Runde am Donnerstag eine schwere Last zu tragen an Tag zwei und schaffte es nicht mehr in das Wochenende. Mit einer 71er Runde feierte er aber immerhin noch einen versöhnlichen Abschluss im Lärchenhof. Daher zeigte sich Fritsch im Interview auch halbwegs zufrieden. „Auf den ersten Löchern habe ich mir wie geplant schnell Birdie-Chancen erarbeitet, die ich nur leider nicht nutzen konnte. Das Birdie zum Abschluss und die Runde unter Par freuen mich aber, sodass ich auch mit einem lachenden Auge aus dem Turnier ausscheide.“

Jonas Kolbing spielte über zwei Tage hinweg kein schlechtes Golf, aber musste sich am Ende doch mit zwei Runden über Par (74, 75) begnügen und die Konkurrenz ziehen lassen. Maximilian Röhrig erwischte es auf seiner zweiten Runde ähnlich hart wie Marcel Siem, sodass er mit einem Score von 14 über Par keine Ambitionen anmelden konnte. Ganz knapp wurde es für Philipp Mejow, der bei Even Par den Cut um einen Schlag verpasste. Ein Eagle an Loch 13 sorgte für große Hoffnungen, aber das letzte notwendige Birdie wollte partout nicht mehr fallen.

Henrik Stenson und ein Thailänder sind on Fire

Max Kieffers Flightpartner Henrik Stenson lieferte bereits in Runde eins eine sehr gute 68 ab. An Tag zwei konnte er sich sogar nochmal steigern und spielte ohne jeglichen Schlagverlust eine 65er Runde, mit der er bei elf Schlägen unter Par zu dem Führenden Raphael Jacquelin aufschloss. Der preschte am Morgen mit fünf Birdies auf elf Schläge unter Par vor. Die beiden Spitzenreiter nach der Vormittagssession konnten lediglich noch vom Thailänder Kiradech Aphibarnrat eingeholt werden, der sich mit der besten Runde des Tages (64 Schläge) in die geteilte Führung spielte. Den Rückenwind, den Stenson, Jaqueline und Aphibarnrat zu haben schienen, konnte Masters-Champion Danny Willett nicht nutzen. Der BMW Open Champion von 2012 scheiterte bei Even Par ebenso am Cut wie Maximilian Kieffer.

Sergio Garcia mit zweitem Hole in One des Turniers

Der Spanier Sergio Garcia kam mit dem Rückenwind eines geteilten fünften Platzes von der US Open direkt an den Lärchenhof und zeigte am ersten Tag eine solide Leistung (-2). Für ein Highlight sorgte der 36-Jährige dann aber in Runde zwei. Auf Loch 11, einem 144 Meter langem Par drei, versenkte er seinen Ball mit einem Schlag im Loch und sorgte für großen Jubel bei den Zuschauern.

Alle Ergebnisse und Platzierungen im Überblick

Die Ergebnisse der deutschen Profis und ihre Platzierungen nach zwei Runden gibt es wie immer bei uns im Livescoring. Darüber hinaus können Sie die Ausgangssituation vor dem spannenden Wochenende der BMW International Open nochmal genau unter die Lupe nehmen und ihren Favoriten bestimmen.


Tatort Pulheim: Dr. Boerne hat Spaß - Das Beste von der BMW Intl. Open

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Alexandra Caspers

Alexandra Caspers - Freie Autorin bei Golf Post

Als sich ihre Familie und ihr Bekanntenkreis nach und nach mit Golffieber infizierte, gab es für Alexandra auf lange Sicht kein Entkommen. Jetzt taucht sie neben ihrem Germanistik-Studium selbst in die Welt des Golfsports ein.

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