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Swing Caddie SC200 – Die Meinungen unserer Leser

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18. Aug 2015
Leicht, handlich und voller Technik - so präsentiert sich der Swing Caddie SC200. (Foto: Golf Post)
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Fünf Golf Post Leser haben mehrere Wochen mit dem Launch Monitor Swing Caddie SC 200 trainiert. Hier nun die Ergebnisse.

Der Swing Caddie SC200 ist ein Launch Monitor für Jedermann, der neben der Schlagweite auch andere Daten wie die Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit misst. Außerdem verfügt der SC200 über drei verschiedene Trainings-Modi (Schwung- und Zieltraining), was für Abwechslung auf der Range sorgen soll. Fünf Golf-Post-Leser hatten den Swing Caddie in den letzten vier Wochen zur freien Verfügung auf ihren Heimatplätzen und berichten nun ausführlich über ihre Erfahrungen mit dem Testobjekt.

Das sagen die Tester zum Swing Caddie SC200

swing_caddie_brittaBritta (HC -12,7 – GC Burg Overbach) – „Mit dem Swing Caddie macht es Spaß zu trainieren.“

Zu Beginn des Tests habe ich mit der Trainingsfunktion und vielen Wiederholungen auf der Range meine durchschnittlichen Schlagweiten ermittelt, was mir auf dem Platz nochmal eine Portion Sicherheit gab, den richtigen Schläger zu wählen. Anschließend trainierte ich mit der Ziel- und Zufallsfunktion. Dies ist wirklich anspruchsvoll und tricky. So kann man sehr abwechslungsreich unterschiedliche Schläger trainieren und erhält sofort eine Rückmeldung durch das Gerät und mit Hilfe der Fernbedienung lässt sich alles schnell justieren. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht. Ich würde den Swing Caddie allen Golfern ab HCP 22 empfehlen, die das Ziel haben Richtung HCP 10-18 zu kommen oder sogar die Einstelligkeit anstreben. Für höhere Handicaps ist es weniger sinnvoll, weil man die Bälle schon regelmäßig gut treffen sollte, sonst verfälscht das die Ergebnisse. Bei gut getroffenen Bällen ist der Swing Caddie unglaublich genau und dem Vergleich mit einem Laser hielt er stand. Eisen misst der Swing Caddie exakter als Hölzer und Driver. Die Verarbeitung des Swing Caddies wirkt im ersten Moment etwas billig, da er unglaublich leicht ist und ein unaufgeregtes Plastikgehäuse besitzt. Für 300 Euro könnte man noch etwas an der Haptik verbessern, um ihn wertiger wirken zu lassen. Auch wenn es in Sachen Technik überhaupt nicht notwendig ist. Die Messung war wirklich exakt und zuverlässig. Nur als ich ihn unterhalb einer etwas höheren Matte aufstellte, setzte manchmal die Messung aus. Für den Preis wäre es noch schön, wenn man mehrere Personen und Schlägerprofile pro Gerät speichern könnte, sodass man mit dem Partner oder der Familie das Gerät parallel nutzen kann. Dann wäre es ein faires Preis-Leistungsverhältnis. Für mich allein, fände ich ihn etwas zu teuer.


swing_caddie_MaxMax (HC -4,8 – Aachener GC) – „Effektives Training auf der Range“

Mit dem Swing Caddie habe ich einen guten Überblick über meine aktuellen Längen erhalten.

Er ist schnell und einfach aufzubauen, die Standardfunktionen relativ intuitiv zu finden und für genauere Einstellungen gibt es dann die Fernbedienung. Die Optik und Haptik macht, trotz guter Verarbeitung, zwar einen stabilen aber nicht allzu hochwertigen Eindruck. Ich habe auf dem Platz vergangene Saison oft das Problem gehabt, nicht genau zu wissen, welchen Schläger ich am besten bei welcher Witterung für eine bestimmte Länge spielen sollte. Da der Swing Caddie über seine Sensoren die Messung der Schlagweite der Witterung anpasst (gemessen durch den Luftdruck), bekommt man ein Gefühl für die doch ziemlich großen Unterschiede in den Schlagweiten, wenn man statt an einem trockenen Sommertag im Regen spielt. Gut geholfen hat das Gerät auch abends auf der Range. Während man selbst die Bälle nach 20 Metern nicht mehr verfolgen kann, gibt der Swing Caddie trotzdem Auskunft über die Länge. Allerdings sagt das natürlich nichts über die Flugkurve aus und man muss aufpassen, den Fokus nicht auf eine größtmögliche Länge zu legen. Das passiert relativ schnell wenn die Computerstimme nach jedem Schlag genau sagt, wie weit der Ball geflogen ist. Der Swing Caddie ist also eine sehr gute Möglichkeit, das lange Spiel mit Abwechslung und direkter Rückmeldung auf der Range zu trainieren.

swing_caddie_christophChristoph (HC -13,4 – GC Edelstein-Hunsrück) – „Viel Spaß und neue Erkenntnisse!“

Grundsätzlich bin ich von dem SC200 begeistert, weil er genaue und reproduzierbare Werte ausgibt, was auch Messungen mit unserem aktuellen Clubmeister sowie unserem absoluten Longhitter bestätigen. Natürlich erkennt er keinen Draw, Slice oder getoppte Bälle, die ausgegebene Weite bei ordentlichen Schlägen stimmt aber doch recht genau. Für mich sind ohnehin die gemessenen Geschwindigkeiten bei guten Schlägen wichtiger, weil daraus entsprechende Schlüsse gezogen werden können. Beispielsweise ist es interessant zu sehen, wie sich ein reduzierter zu einem vollen Schwung im Bezug auf Kopf- und Ballgeschwindigkeit auswirkt. Leider kann nur die errechnete Schlagweite über Lautsprecher ausgegeben werden, je nach Training wäre auch die Ball- oder Schlägerkopfgeschwindigkeit interessant. Zudem fehlt leider eine Computer-Schnittstelle, um die Messwerte dort weiter auszuwerten. Der Swing Caddie an sich wirkt robust, die Verarbeitung könnte jedoch etwas besser sein. Insgesamt ist der handliche SC200 jedoch ein toller Begleiter für einen Tüftler wie mich und er hat mir bereits jetzt sehr viel Spaß und einige Erkenntnisse bereitet. So hat er mich auch wieder zu meinem alten Ball zurückgeführt, weil ich damit die besten und konstantesten Ergebnisse erreichen konnte.

swing_caddie_MoritzMoritz (HC -1,7 – GC Hamburg-Wendlohe ) – „Trotz Ungenauigkeit eine geeignete Trainingshilfe, wenn man seine Schlagweite vorher kennt“

Nachdem ich das Gerät jetzt fast einen ganzen Monat testen konnte, hat sich meine anfängliche Euphorie zum Schluss hin doch etwas getrübt. Aber der Reihe nach. Grundsätzlich finde ich, ist der Swing Caddie ein solides Gerät, wenn es um die grundsätzliche Erfassung der Schlaglängen geht. Insbesondere wenn man, wie ich vor kurzem, einiges an seinem Equipment geändert hat. Das Training mit dem SC200 ist sehr angenehm: Auf die Range, Bälle holen und Gerät einschalten – Los geht’s! Dank dieser Einfachheit habe ich ihn letztlich bei fast jedem Training eingesetzt, nach knapp vier Wochen bin ich jedoch etwas von der Messungenauigkeit getrübt. Teilweise lag der SC200 mehr als 20 Meter falsch und ist so leider nicht wirklich tauglich, wenn man im unteren Single-Hcp-Bereich unterwegs ist. Auch die Materialqualität halte ich für den Preis des SC200 nicht gerechtfertigt. Diese sollte verbessert werden. Dennoch hat mir das Gerät viel Input gegeben und ich würde es Freunden und anderen Golfern empfehlen. Sehr hilfreich war nach meiner Empfindung die wirklich gute Fernbedienung, die das „wechseln der Schläger“ auf dem SC200 zum Kinderspiel macht. Sehr hilfreich fand ich zudem die Funktion „Approach Mode“. Macht beim eintönigen Training auf der Range sehr viel Spaß und man verbessert seine Fähigkeiten deutlich. Gerne hätte ich mir eine Funktion gewünscht, in der man eine feste Carryweite einstellen kann und man dann konstant Feedback erhält.

swing_caddie_RalfRalf (HC -6,2 – GC Schloss Kressbach) – „Kein übliches Bälle schlagen mehr“

Nach mehreren Wochen Training auf der Range bin ich vom Swing Caddie SC200 mehr als angetan. Es ist mir gelungen, mein Treffmoment sowie die Schlägerkopfgeschwindigkeit um ca. 10% zu erhöhen. Das Gefühl für verschiedene Entfernungen hat sich mit Hilfe der vorgegebenen Trainingsmöglichkeiten spürbar verbessert. Das Training beschränkt sich mit dem SC200 nun nicht mehr nur auf das übliche „Bälle schlagen“,  sondern gibt zusätzlich zum individuellen Ballflug Auskunft über die wichtigsten Daten des jeweiligen Schlages. Das Display des SC200 ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung bestens abzulesen, nach einer kurzen Eingewöhnung ist auch die Sprachausgabe des Swing Caddies ein angenehmes Feature. Fasziniert hat mich die Auswirkung von unterschiedlichen Schwungebenen auf die Ball- und Schlägerkopfgeschwindikeit, welche mit dem SC200 problemlos abzulesen sind. Schwierig ist die errechnete Carry-Länge der einzelnen Schläge. Der golferische Sachverstand sollte bei der abgelesenen Länge stets mit einfließen. Der Swing Caddie war für mich ohne Studium der Bedienungsanleitung sofort problemlos nutzbar. Sinnvoll wäre allerdings eine deutsche Bedienungsanleitung. Zusammenfassend ist das Gerät in dieser Preisklasse ein optimaler Trainingspartner, welcher zwischenzeitlich von einigen meiner Golffreunde genutzt wurde und seither täglich im Einsatz ist.

Fazit zum Swing Caddie Produkttest

Der Swing Caddie SC200 Launch Monitor hat sich als Trainingshilfe bei unseren Lesern bewährt. Besonders positiv ist aufgefallen, dass die Rückmeldung nach jedem Schlag ein großer Vorteil und die Messung bei gut getroffenen Schlägen sehr genau ist. Bei schlecht getroffenen Bällen mit starker Flugkurve oder starkem Gegenwind ist es wichtig, dass dies vom Spieler beachtet und bei der Beurteilung der Schlagweite berücksichtigt wird. Verbesserungspotential besteht, laut unserer Tester, zudem noch bei der Verarbeitung des Gehäuses.

Johannes Eck

Johannes Eck - Community-Manager bei Golf Post

Johannes ist 2013 durch einen Golfkurs im Rahmen des Studiums endgültig in den Bann des Golfsports gezogen worden und inzwischen mit einem Handicap von 17,3 auf dem Golfplatz unterwegs. Johannes hat Sportmanagement und Kommunikation an der Deutschen Sporthochschule Köln studiert, kommt gebürtig aus Aachen und ist für jeden sportlichen Wettbewerb zu haben.
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