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Stefan Raab tritt ab: Seine schönsten Golfmomente

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19. Dez 2015
Stefan Raab schaut andächtig seinem Ball hinterher. (Foto: Willi Weber/Brainpool)
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Schmachvolle Niederlagen und deutsche Golfstars auf der Couch. Stefan Raab kam oft mit dem Golfsport in Berührung. Ein Rückblick.

Es ist das Ende einer Ära. Nachdem Stefan Raab früh im Jahr seinen Rückzug aus dem Fernsehgeschäft bekannt gegeben hat, ist nun wirklich Schluss. TV Total, eine TV-Show, in der zuletzt auch mitunter der Golfsport auftauchte, hat seine letzte Sendung bereits hinter sich. Ob durch die Einladungen des deutschen Nachwuchstalentes Dominic Foos, der deutschen Spitzengolferin Sandra Gal oder der Trickgolfgruppe „The Courooons“ – Raabs Sendung wurde für den klischeebehafteten Golfsport zu einer Bühne, um sich von einer anderen Seite zu zeigen. Und zwar jung, dynamisch und innovativ.

Dominic Foos überzeugt durch Lockerheit

Deutschlands bester Amateurgolfer aller Zeiten machte im Februar 2014 den Anfang und wurde als erster deutscher Golfer zu TV Total eingeladen. Foos, der damals 16 Jahre alt war und noch vor seinem Wechsel ins Profilager stand, zeigte sich bei seinem ersten großen TV-Auftritt erfrischend locker. Geduldig beantwortete Deutschlands Golfhoffnung der Zukunft die Fragen Raabs.


Währenddessen starteten die beiden ein Duell am Golfsimulator. Und auch hier zeigte der Youngster dem alten Hasen wo es langgeht. Immer mit dabei: Eine Prise Humor. Foos machte in seinem fünfzehnminütigen Auftritt einen sehr natürlichen Eindruck, er lachte viel, war für jeden Spaß zu haben und überzeugte zudem durch sein golferisches Können.

Sandra Gal bietet Stefan Raab Paroli

Sandra Gal zeigt Stefan Raab wo es langgeht. (Foto: Stefan Z. Wolff / BRAINPOOL)

Sandra Gal zeigt Stefan Raab wo es langgeht. (Foto: Stefan Z. Wolff / BRAINPOOL)

Nach Dominic Foos durfte bald darauf mit Sandra Gal auch die erste Frau aus dem deutschen Profigolf die Show des Entertainers besuchen. Dabei machte Gal bei ihrem Auftritt im September 2014 nicht nur optisch eine gute Figur. Die 30-jährige Golfschönheit aus Düsseldorf punktete zum einen durch Outfit und Charme, zum anderen auch durch den ein oder anderen neckischen Seitenhieb. Mit dem Spruch „Aber geputtet hast du auch schon mal“, spielte Gal schlagfertig auf die Niederlage des Entertainers in seinem Format „Schlag den Raab“ an.

Gegolft wurde an diesem Abend im Übrigen auch. Raab und Gal versuchten per Chip ein paar Meissner Porzellan Vasen vom Regal zu schießen. Dies misslang zwar beiden, doch zumindest eine Glühbirne zerstörte Gal und hinterließ auch sonst eine ziemlich guten Eindruck.

„The Couroons“ greifen in die Trickkiste

Locker und lässig: "The Courooons" bei TV Total. (Foto: Stefan Z. Wolff / BRAINPOOL)

Locker und lässig: „The Courooons“ bei TV Total. (Foto: Stefan Z. Wolff / BRAINPOOL)

Fabian Narkus, Mitglied von „The Courooons“ versuchte derweil beim Auftritt der Tricksportgruppe den Ball in einem hinter ihm liegenden Sack zu versenken, indem er zuerst gegen eine Wand schlug. Köstliches Highlight seines Auftritts hierbei: Ein Shank! Narkus traf die kurz vor ihm stehende Wand nicht. Doch der 26-Jährige nahm sein Missgeschick mit der richtigen Portion Selbstironie: „Soviel zum Thema ich kann Golf spielen“.

Die nächsten Versuche sahen dann schon besser aus. Zweimal titschte der Ball nur knapp am Sack vorbei und auch wenn es Narkus im Endeffekt nicht gelingen sollte den Ball zu versenken, wird deutlich, dass Typen wie Narkus dem Golfsport gut tun. Lockere Umgangsform, lässiger Look und eine innovative Herangehensweise an das Thema Golf. Gerade Narkus schaffte es, das Klischee des versnobten Golfers zu widerlegen.

Doch es waren nicht nur seine Gäste bei TV Total, die Stefan Raab mit der kleinen weißen Kugel in Berührung brachten. Auch in seiner samstagabendlichen Liveshow „Schlag den Raab“ war der Golfsport häufiger Bestandteil der Sendung. Dabei zog der sonst so erfolgreiche Entertainer allerdings zweimal den Kürzeren.

Stefan Raab diskutiert sich zum Sieg

Mal was neues: Kandidat Jan puttet aus dem Bunker. (Foto: Willi Weber / BRAINPOOL)

Mal was neues: Kandidat Jan puttet aus dem Bunker. (Foto: Willi Weber / BRAINPOOL)

In der dritten Staffel von „Schlag den Raab“ schwang der 49-jährige Kölner zum ersten Mal so richtig den Golfschläger. Auf einem extra für die Show angelegten 120 Meter Par-3, inklusive seitlichem Rough und Grünbunker, trat er gegen seinen Konkurrenten Jan an. Und sein Start war zum Totlachen. Beim Abschlag schlug Raab doch tatsächlich am Ball vorbei. Dieser fiel trotzdem vom Tee. Wer den ehrgeizigen Raab kennt, weiß: Jetzt wurde diskutiert! Solange, bis der Schlag tatsächlich nicht gewertet wurde.

Danach lief es besser. Mit zwei Schlägen erreichte Raab das Grün, aber auch sein Gegner Jan hielt gut mit. Am Ende gewann Raab das Loch und somit das Spiel mit einem Schlag Vorsprung.

Das Fußballgolf-Debakel in zwei Akten

Stefan Raab hatte beim Fußballgolf so seine Probleme mit dem Zielen. (Foto: Willi Weber / BRAINPOOL)

Stefan Raab hatte beim Fußballgolf so seine Probleme mit dem Zielen. (Foto: Willi Weber / BRAINPOOL)

Drei Jahre später war erneut ein Golfspiel Inhalt der Sendung. Doch dieses Mal standen mehr die Füße als die Hände im Fokus. Es ging darum, auf einem Par-3 mit den wenigsten Schüssen den Ball im Loch zu versenken. Fußballgolf nennt sich das Ganze, gespielt wird dabei nach Golfregeln. Und wie streng diese sein können, lernte Raab schnell.

Seine ersten drei Abstöße verfehlten allesamt das Fairway und landen Out of Bounds. Erst mit dem neunten Schuss erreichte sein Ball das Grün, ein Dreiputt kam dann noch hinzu. Raab notierte eine elf auf der Scorekarte, während sein Gegner mit dem vierten Schuss einlochte. Und auch im zweiten Durchgang besserte sich die Lage nicht. 24 zu 8 Schüsse lautet das abschließende Resultat. Raabs zweite Erfahrung mit dem Golfsport endete somit im Debakel und auch die folgende sollte nicht besser verlaufen.

Der drei Millionen Euro Putt

Fünfeinhalb Stunden lief die Sendung bereits. Über 14 Spiele hatten sich Stefan Raab und sein Konkurrent Anish Pulickal bekämpft und noch immer war keine Entscheidung gefallen. Welches Spiel könnte nun der angespannten Atmosphäre die Krone aufsetzen? Die Antwort lautete: Putten! Und das um drei Millionen Euro. Verfehlt einer und der andere locht, stand der Sieger fest.

Stefan Raab vor seinem drei Millionen Euro Putt. (Foto: Willi Weber / BRAINPOOL)

Stefan Raab vor seinem drei Millionen Euro Putt. (Foto: Willi Weber / BRAINPOOL)

Raab war zuerst an der Reihe. Lediglich 50 Zentimeter lag der Ball damals vom Loch entfernt. Doch Raab hatte die Hosen voll. Ganze vier Minuten lang dauerte seine Vorbereitungsphase. Zwischendurch machte er sogar Maximilian Kieffer nach und legte sich hinter den Ball. Es kam, was kommen musste. Raabs Putt war viel zu schnell und lippte aus, während Anish im Anschluss lochte. Drei Millionen Euro mit einem Putt, da kann einem auch schon einmal Martin Kaymers Putt von Medinah in anderem Licht erscheinen.

Am Samstag, den 19.12, trat Stefan Raab tatsächlich zum vorerst letzten Mal vor der Kamera auf. Bei „Schlag den Raab“ ging es nochmal um 1,5 Millionen Euro. Bei den Vorerfahrungen blieb für die Kölner Kämpfernatur nur zu hoffen, dass Golf kein Bestandteil des Spielerepertoires sein würde. Anschließend hingegen wird der 49-Jährige erst einmal viel Zeit haben, um seine golferischen Fähigkeiten zu verbessern. Und wer weiß, vielleicht wird man Stefan Raab dann nicht mehr im Fernsehen, sondern auf Deutschlands Golfplätzen zu Gesicht bekommen.

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Yannick Beyss

Yannick Beyss - Autor bei Golf Post

Den ballsportverrückten Yannick hat schon früh die Liebe zur kleinen weißen Kugel gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Inzwischen hat der Longhitter mit dem Hang zum Risiko das einstellige Handicap auf Grund seines langen Spiels geknackt. Rund ums Grün wechseln sich  aber in gewisser Regelmässigkeit Weltklasse und Kreisklasse ab.

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