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St. Leon-Rot startet souverän in die Deutsche Golf Liga

12. Mai 2013
Auch European Tour-Spieler Moritz Lampert war für St. Leon-Rot am Start. (Foto: DGL)
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1. Bundesliga Süd: St. Leon-Rot startet nach Plan in die erste Saison der KRAMSKI Deutsche Golf Liga und holt fünf Punkte.

„Moritz konnte am Nachmittag leider nicht mehr mitspielen“, bedauert Axel Stadler das Fehlen von Jung-Pro Moritz Lampert bei den klassischen Vierern des ersten Stopps der KRAMSKI DGL im Stuttgarter Golf-Club Solitude. „Er ist schon auf dem Weg nach Madeira“, sagt er weiter und freut sich über jede Teilnahme des Spitzenzöglings, der sich derzeit hauptsächlich auf der European Tour probiert. „Ich finde es toll, dass er überhaupt mitspielt. Es sind seine alten Kumpels und er macht das wirklich gerne.“


„Lampert spielt mit seinen alten Kumpels und macht das wirklich gerne“

Gleichzeitig gibt sich Stadler aber keinen Illusionen hin. „Sollte er sich die volle Tourkarte erspielen, werden wir ihn wohl nicht mehr sehen“, sagt er mit einem zufriedenen, wenn auch bedauernden Grinsen. „Heute hat er zwar nicht wirklich das gezeigt, was man von ihm erwartet, aber sein Driver ist gestern gerissen und einen neuen bekommt er erst im Laufe der nächsten Tage.“

Dass die erste Herrenmannschaft des Golf Club St. Leon-Rot dennoch mit einem Gesamtergebnis von 47 über Par klar und deutlich die ersten fünf Punkte der KRAMSKI Deutsche Golf Liga holt, liegt am „hervorragenden Jugenprogramm“, weiß Trainer Danny Wilde. „Wir haben so viele, richtig gute Spieler“, erklärt er. „Die motivieren sich gegenseitig so sehr, da muss ich nicht mehr viel tun.“ St. Leon-Rot ist eben nicht nur Moritz Lampert und bringt auch ohne seinen Spitzenspieler gute Ergebnisse ins Clubhaus.

Verstärkung durch erfahrene Spieler

Aber es waren nicht nur die jungen Überflieger aus der Kaderschmiede St. Leon-Rots, die in Stuttgart überzeugten. „Rodolfo ist der Wahnsinn“, sagt der Mannschaftskapitän über seinen ältesten „Schützling“. Rodolfo Erico Junge zählt knackige 41 Lenzen, gehört damit aber noch lange nicht zum alten Eisen. In den Einzeln unterschrieb er am Vormittag mit einer 73 (+1) das zweitbeste Tagesergebnis, und das trotz seines „großen Handicaps“, sagt Stadler mit einem Lachen, während er sich über den Bauch streichelt. Am Nachmittag notierte der „Oldie“ im klassischen Vierer mit Maximilian Bögel eine 77 (+5) und bestätigte nicht nur seine Form, sondern den Erfolg des Wintertrainings der gesamten Mannschaft.

Denn auch am Nachmittag präsentierte sich St. Leon-Rot größtenteils beeindruckend stark, spielte mit seinen vier Paarungen – nach Abzug des Streichergebnisses – 15 über Par und hielt seinen recht deutlichen Vorsprung von zehn Zählern auf die Mannschaften aus Feldafing, Mannheim-Viernheim, Olching und Stuttgart. Und das trotz des widrigen Frühsommers im Stuttgarter Nordwesten.

„Heiß auf’s Golfen“ bei Hagelschauern

Mit einem sommerlichen Sonntag Mitte Mai hatte der erste Termin der KRAMSKI DGL nur wenig zu tun. Am Nachmittag fielen die Temperaturen deutlich unter die zweistellige Grenze und auch der Regen blieb den Spielern nicht erspart. Statt dessen kam zwischenzeitlich sogar ein kurzer Hagelschauer hernieder, der die Stimmung der Top-Amateure aber keineswegs trübte. Das Grinsen war zwar oft gequält, aber „die Jungs sind so heiß aufs Golfen“, sagt Wilde, „die sehen nur den Platz. Da ist es egal, ob es stürmt, hagelt oder schneit.“

Hinter dem GC St. Leon-Rot (+47) wird der Stuttgarter GC Solitude Zweiter (+54), vor Mannheim-Viernheim (+64), Olching (+81) und Feldafing (+83).

Bestes Einzelergebnis von Max Krämer

Ein Blick auf die Vormittagsergebnisse bestätigte die einhellige Einschätzung der Mannschaften: „Es war extrem schwierig da draussen.“ Mit fünf über Par belegte man in der ersten Einzelwertung der KRAMSKI Deutsche Golf Liga in der 1. Bundesliga Süd der Herren einen geteilten achten Rang. „Der Wind ist unberechenbar“, sagte Carlo-Maria Sprinz vom GC Feldafing, der erst am Nachmittag ins Geschehen eingriff. „Er dreht ständig und ist böig.“ Hinzu kamen extrem niedrige Temperaturen (10°C) und vereinzelte Regenschauer, die die Situation zusätzlich erschwerten. Kurz gesagt: Die Vormittagsrunde der 1. Bundesliga Süd der Herren war kein Spaziergang.

Umso überraschender war das Einzelergebnis von Max Krämer (Stuttgarter Golf-Club Solitude), der mit vier Birdies und 11 Pars scheinbar unbeeindruckt der äußeren Bedingungen nach 15 Löchern deutlich in Führung lag (-4). Vier Schlagverluste mit einem Doppel-Bogey an der 16 sowie einem Bogey an der 17 und der 18 brachten ihn dann zwar noch einmal näher an den Rest des Feldes heran, mit Even Par unterschrieb er aber dennoch das beste Tagesergebnis. Dennoch verließ er leicht genervt und mit einem Kopfschüttlen das 18. Grün. „Er war vier Jahre bei uns im Training“, erinnert sich Danny Wilde vom GC St. Leon-Rot an seinen ehemaligen Schüler. „Der Junge hatte schon damals viel Talent. Und heute hat er den Ball wirklich grandios getroffen.“

Die gute Leistung von Krämer verhalf dem Stuttgarter GC Solitude zur Halbzeit des ersten von fünf Stopps der KRAMSKI DGL zum zweiten Rang in der Mannschaftswertung hinter dem mehrfachen deutschen Meister St. Leon-Rot.

Spätes Ende in Heidelberg

Mit den beiden Streichergebnissen von Dirk Steinel (+11) und Sven Mäder (+14) kam der austragende Club auf ein Gesamtergebnis von 29 über Par. Mit einem deutlichen Vorsprung von acht Schlägen (+21) führte der Golf Club St. Leon-Rot um European-Tour-Rookie Moritz Lampert die Teamwertung an. Dabei kam Lampert, der zu Beginn des Jahres in Profilager gewechselt war, nur auf ein Einzelergebnis von fünf über Par. Er tat sich sichtlich schwer mit dem Wind und verzog ein ums andere Mal seine Drives – nicht zuletzt wohl ob des Notfall-Schlägers, mit dem Lampert antrat. Mit zwei Birdies bei fünf Bogeys und einem Doppel-Bogey lieferte der 22-Jährige nur die viertbeste Leistung seines Clubs ab.

Aufgrund der widrigen Bedingungen wurden die Nachmittags-Vierer erst mit 40-minütiger Verspätung begonnen. Es wurde ein langer erster Tag für die Herrenmannschaften der Bundesliga Süd. Erst um 21.00 Uhr kam der letzte Flight ins Clubhaus, bevor erneut die bekannten Schreie über die Anlage des Stuttgarter Golf-Club Solitude hallten: „Leon … Rot! Leon … Rot!“

(Quelle: Adrian Kramer/Deutsche Golf Liga)

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