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Solheim Cup 2013: Caroline Masson im Team Europe

08. Aug 2013
Die Würfel sind gefallen: Die Teams für den Solheim Cup 2013 stehen fest. (Foto: Getty)
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Es ist der Ryder Cup der Frauen: Beim Solheim Cup 2013 im Colorado GC tritt die europäische Auswahl gegen die Amerikannerinnen an.

Liselotte Neumann ist in diesem Jahr der José Maria Olazábal der Frauen. Verstehen Sie nicht? Es ist Zeit für den Solheim Cup – das Pendant der Damen zum Ryder Cup. Der Solheim Cup wird in diesem Jahr vom 13. bis 18. August im Colorado Golf Club in Parker, Colorado stattfinden. Die Schwedin Neumann ist die Kapitänin von Team Europa. Und das ist die europäische Auswahl:


1. Suzann Pettersen (Norwegen)

Vor ihr haben die Amerikanerinnen die größte Angst: Suzann Pettersen, die kühle Blonde aus Norwegen. Die 32-Jährige gehört seit Jahren auf der nordamerikanischen LPGA Tour zu den absoluten Top-Spielerinnen. Mit ihren kraftvollen Drives wird sich Neumann ganz genau überlegen, in welche Duelle sie die Weltranglistendritte steckt. In diesem Jahr steht bei Pettersen bisher ein Sieg bei der Lotte LPGA Championship auf dem Konto. Neben Top-3-Platzierungen bei der Kraft Nabisco, der Kingsmill Championship und dem North Texas LPGA Shootout ist die Norwegerin aber auch immer wieder für eine kleine Überraschungen gut: Bei der US Open verpasste sie beispielsweise überraschend den Cut. Alles in allem aber Neumanns Zugpferd.

2. Carlota Ciganda (Spanien)

Die 23-Jährige Spanierin ist der aufstrebende Stern im europäischen Damengolf. Seit die aus Pamplona stammende Ciganda 2012 vor Caroline Masson die Ladies European Tour gewann, ist die Weltranglisten-28. in aller Munde. Seit diesem Jahr teet sie gemeinsam mit Masson auch auf der LPGA Tour auf. Dort tut sich der „Rookie of the Year 2012“ bislang noch etwas schwer; mit dem zweiten Platz beim North Texas Shootout setzte sie allerdings auch in Amerika schon Ausrufezeichen. Zudem gewann sie die Regenschlacht der Ladies German Open in Gut Häusern. Rohdiamant Ciganda ist in Neumanns Taktik ein essentieller Baustein und bietet sich für eine Austellung mit der Deutschen Caro Masson an; die beiden verstehen sich auch sonst sehr gut.

3. Catriona Matthew (Schottland)

Die Weltranglistenzehnte aus Edinburgh ist die geballte Erfahrung im Team Europa. Der Solheim Cup in Colorado ist schon Matthews siebte Teilnahme am Kontinentalvergleich. Der Direktvergleich liegt der Linkskurs-Spezialistin: Weder im Singles, Foursomes oder Fourballs hat die Schottin eine negative Bilanz. Zuletzt beim Solheim Cup 2011 in Irland trat Matthew zusammen im Fourball mit Sandra Gal an. Die 43-Jährige beweist Woche für Woche auf der LPGA Tour, dass sie längst noch nicht zum alten Eisen gehört. Ihr bestes Ergebnis 2013 war ein zweiter Platz bei der LPGA Wegmans Championship, den sie sich im Stechen gegen die Weltranglistenerste Inbee Park erspielte. Für Neumann ist die ehemalige Teamkameradin ein ganz wichtiger Faktor.

4. Caroline Masson (Deutschland)

Die 23-jährige Gladbeckerin hat in dieser Saison den großen Schritt über den Teich gewagt. Nachdem Sie im vergangenen Jahr hinter Ciganda den zweiten Platz auf der Ladies European Tour belegte, wagte auch sie als zweite Deutsche hinter Sandra Gal den Schritt auf die LPGA Tour. Dort lässt Masson bisher noch etwas die große Konstanz vermissen und hat mit den üblichen Anpassungsproblemen zu kämpfen. Vier Top-15-Ergebnissen stehen auch sieben verpasste Cuts gegenüber. Dennoch bringt Massons Spiel schon eine gewisse Reife mit sich, welches sie mit ihrem zweiten Platz bei der European Masters deutlich untermauerte. „Ich freue mich wahnsinnig“, sagte die 24-Jährige Gladbeckerin über ihre Nominierung. „Es war eines meiner beiden Ziele für die Saison, mich für den Solheim Cup 2013 zu qualifizieren. Es ist eine riesige Ehre, bei der Titelverteidigung in den USA im Team Europa dabei sein zu dürfen.“

5. Beatriz Recari (Spanien)

Die 26-Jährige aus Spanien stammt genau wie Landsfrau Ciganda aus Pamplona – der Stadt, wo gerne mal Stiere durch die Gassen getrieben werden. Recari tourt schon seit 2010 auf der LPGA Tour und spielt besonders in diesem Jahr eines der erfolgreichsten ihrer Karriere. Mit der Kia Classic und Marathon Classic fuhr Recari in diesem Jahr zwei ihrer bisherigen drei LPGA Tour-Siege ein. Drei weitere Top-10-Ergebnisse umrahmen ein unglaublich erfolgreiches Jahr. Mit großem Selbstvertrauen ausgestattet ist Recari daher ein wichtiger Baustein für Team Europa.

6. Anna Nordqvist (Schweden)

Die Landsfrau von Kapitänin Neumann gehört genau wie Recari, Masson und Ciganda zu der jungen, aber durchaus Amerika-erfahrenen Generation. Die 26-Jährige spielt auch schon seit 2009 auf der LPGA Tour und krönte ihr Debütjahr direkt mit dem Majorsieg – bei der LPGA Championship. Auch Nordqvist hat schon Solheim-Cup-Erfahrung: Während sie 2009 und 2011 jeweils gegen die Amerikanerin Morgan Pressel verlor, war sie in den Fourballs mit Pettersen nicht zu bezwingen. Auf der LPGA Tour sackte Nordqvist in diesem Jahr reihenweise Top-10-Ergebnisse ein. Für den großen Wurf langte es zwar nicht, doch die Form stimmt rechtzeitig vor dem Solheim Cup.

7. Karine Icher (Frankreich)

Die 34-jährige Französin Icher greift wieder richtig an. Durch die Geburt ihrer Tochter im Jahr 2011 musste sie die Majors und den Solheim Cup in Irland absagen. In dieser Saison ist die Solheim-Cup-erfahrene Icher (Teilnahme 2002) wieder dabei. Der fünfte Rang zuletzt bei der ManuLife Financial LPGA Classic gab der aus Chateauxroux stammenden Französin deutlich Aufwind. Gegen die starken Amerikanerinnen benötigt Neumann allerdings eine Icher in Topform.

 

8. Azahara Munoz (Spanien)

Azahara Muñoz Guijarro – ein Name, der in den Ohren wie Musik klingt. Ordentlich Musik macht die 26-Jährige aus Malaga seit knapp zwei Jahren auf der LPGA Tour. Bisher sprang zwar nur 2012 der Sieg bei der Sybase Matchplay Championship heraus, doch genau deswegen nimmt Neumann sie wohl mit. Munoz liebt die direkten Duelle. Mit Ciganda und Recari bildet Munoz im europäischen Team eine kleine spanische Enklave. Bei den großen Events riss die nur 1,64 Meter kleine Spanierin noch keine Bäume aus, beim Solheim Cup hat sie nun die Gelegenheit.

 

9. Charley Hull (England)

Die 17-jährige Engländerin ist das Supertalent der Europäer. Schon mit zehn Jahren spielte sie an der Seite der Amerikanerin Morgan Pressel das ProAm der British Open. In diesem Jahr wird sie erstmals gegen Pressel antreten. Mit 17 Jahren, vier Monaten und 15 Tagen wird Hull die jüngste Solheim-Cup-Teilnehmerin aller Zeiten werden. Es ist Hulls Debütsaison auf der Ladies European Tour.

 

 

10. Caroline Hedwall (Schweden)

Die Schwedin war schon beim siegreichen Solheim Cup 2011 dabei – damals noch als Rookie, spielte sie eine tragende Rolle. Sie gewann in den Singles am Schlusstag und trug so wesentlich zum 15-13-Sieg der Europäer in Irland. Gute Nerven sind beim Solheim Cup immer zu gebrauchen, fand auch Landsfrau und Kapitänin Neumann.

 

 

11. Jodi Ewart Shadoff (England)

Die Weltranglisten-45. profitierte ebenfalls von ihrer starken Form. Besonders bei der US Women’s Open trumpfte die Britin mit dem starken geteilten vierten Platz auf. Auch der dritte Rang bei der Marathon Classic untermauerte ihre Solheim-Cup-Ambitionen. Die gute Form des Rookies sprach auch für Neumann für eine Nominierung.

 

 

12. Giulia Sergas (Italien)

Giulia Sergas ist vielleicht die überraschendste Nominierung von Neumann. Die Italienerin ist ein weiterer der fünf Rookies, die ihre Premiere beim Solheim Cup feiert – und das mit 44 Jahren. Diese Saison hat Sergas vier Top-10-Plätze auf der LPGA und einen auf der LET vorzuweisen. Dabei stach besonders der geteilte siebte Rang bei der Kraft Nabisco Championship raus. Die guten Ergebnisse waren wohl auch der Grund, warum Sergas Sandra Gal vorgezogen wurde.

 

Sandra Gal hatte bis zuletzt noch auf eine Nominierung gehofft, doch die Wildcard blieb aus: „Ich bin sehr enttäuscht, dass es nichts wurde mit dem Solheim Cup 2013, doch es ist die Entscheidung der Kapitänin. Ich respektiere das und wünsche dem Team nur das beste. Go Europe!“

Solheim Cup | Team USA | Team Europe

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Malte van Oven

Malte van Oven - Freier Autor für Golf Post

ist Diplom-Sportwissenschaftler, Journalist, Holland-Experte und begeisterter Golfer. Im Team ist er der Trainingsweltmeister und träumt noch heimlich von der Senior Tour.
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