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Sheshan Golf Club: Einer der besten Kurse in ganz Asien

01. Nov 2013
Der Sheshan International Golf Club zählt zu den besten Clubs Chinas und hat seit der Eröffnung 2004 bereits viele Auszeichnungen erhalten. (Foto: Getty)
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Der exklusivste Privatclub von Shanghai hat ein spektakuläres Kursdesign. Vor allem die Grüns flößen den Spielern Respekt ein.

1.000 Jahre alte Ginkgo-Bäume, ein 80 Jahre alter Steinbruch und ein weltbekanntes Marienheiligtum in unmittelbarer Nachbarschaft: Das ist die Kulisse für den Sheshan International Golf Club, der bereits mehrfach Schauplatz der WGC-HSBC Champions war. Unisono gilt der Privatclub 20 Autominuten westlich von Downtown-Shanghai als exklusivstes Refugium weit und und breit, sein 6.649 Meter langer Par-72-Kurs mindestens als einer der besten Plätze Chinas. Tiger Woods lobte ihn 2009 sogar als „Kronjuwel des Golfsports in Asien“.

1,5 Millionen Kubikmeter Erde verbaut

In der Tat haben die Designer Neil Haworth und Robin Nelson, der 2012 verstarb, eine prächtige Spielwiese in das Naturreservat an den Flanken der Sheshan-Berge gebaut. Unter Einsatz von 1,5 Millionen Kubikmetern Erde ließen sie Höhenunterschiede von bis zu zehn Metern modellieren, sie legten zahllose Wasserflächen an und verpassten ihrem ordentlich gewellten und teilweise spektakulären Layout auffällige Bunker sowie schnelle, deutlich konturierte und oft bergauf anzuspielende Grüns.


Seit der Eröffnung 2004 hat Sheshan eine Menge Auszeichnungen gesammelt, auch die Profis singen förmlich Loblieder. „Es ist ein aufregender Platz“, wird Phil Mickelson im Internetauftritt des Clubs zitiert. Und Matt Kuchar war an gleicher Stelle „förmlich hin und weg“: „Sheshan ist jedem Top-Kurs in den USA ebenbürtig!“

Mickelson vergleicht die Grüns mit Augusta

Vor allem die Grüns flößen den Spielern immensen Respekt ein. Peter Hanson spricht von den „wahrscheinlich besten Grüns, auf denen wir spielen“, Mickelson vergleicht sie gar mit denen von Augusta.

Indes sind die Fahnen-Parketts beileibe nicht nur rasant. Alle vier Par-5-Grüns und die beiden Par-3-Löcher der Front-Nine werden nebst Bebunkerung zusätzlich von Wasser bewacht. Krönender Abschluss auch in diesem Sinne ist die 18, ein Finish-Klassiker von knapp 500 Metern. Auf der gesamten rechten Seite verläuft ein See, der zwei Mal tief in die Spielbahn reindrückt und mutige Schüsse erfordert, wenn einer die Fahne schon mit dem zweiten Schlag angreifen will.

Überhaupt ist Sheshan ein Kurs, der aggressives Spiel belohnt. Der Kitzel fängt schon auf Bahn zwei an, wo sich das 503 Meter lange Dogleg links auf ganzer Länge um seitliches Wasser krümmt. Grandios ist auch die Neun, ein Par vier von 444 Metern, das schwerste Loch des Platzes. Der Drive will präzise zwischen den Bunker auf der linken und dem Wasser auf der rechten Seite gesetzt werden, um den optimalen Spielwinkel – erneut übers Wasser – auf ein nicht sonderlich ausladendes Grün zu finden.


Sheshan International Golf Club in Bildern

Dramatische Löcher entlang eines alten Steinbruchs

Und dann sind da noch die beiden dramatischen Löcher entlang des mit Wasser gefüllten vormaligen Steinbruchs. Über die 16, deren 263 Meter bis zur Fahne sich mit einem guten Drive bewältigen lassen, sagt Phil Mickelson: „Eines der coolsten Löcher, das wir auf der Tour haben, spannend für die Fans, herausfordernd für die Spieler. Davon könnte es gern mehr geben.“ Als 17 wartet dann ein 194-Meter-Par-3 mit jeder Menge Sand auf all jene Spieler, die sich vom Steinbruch rechterhand verführen lassen, zu weit nach links zu zielen.

Was gibt‘s sonst noch über den Sheshan Golf Club zu sagen? Auf insgesamt 146 Hektar ist nebst den üblichen Übungsanlagen genug Platz für ein ausnehmend charmantes, grünberanktes Clubhaus im Baustil der Toskana, sowie für eine Menge gleichermaßen gestalteter Residenzen, deren Grundstücke zu den teuersten im Großraum Shanghai zählen. Der Mitgliedsbeitrag von 11.500 Euro pro Jahr fällt da nicht mehr sonderlich ins Gewicht.

Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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