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Scottish Open: Martin Kaymer wie ein Uhrwerk

08. Jul 2016
Mit ruhiger Hand an der windigen Küste: Martin Kaymer spielte eine bogeyfreie zweite Runde bei der Scottish Open. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer erlaubt sich auf dem Links-Kurs der Scottish Open kaum einen Fehler. Maximilian Kieffer erkämpft sich die Chance auf das Wochenende.

Keine Brise, richtig steifer Wind machte den Spielern am ersten Tag der Aberdeen Asset Management Scottish Open zu schaffen. Die Bedingungen, gepaart mit den anspruchsvoll gesetzten Fahnenpositionen, sorgten dafür, dass nur 20 Spieler in der Lage waren, den Kurs unter Vorgabe zu absolvieren. Bei einigen Pros führte das wohl zu wehementen Beschwerden gegenüber der European Tour – so wehement, dass eine Reaktion nötig war.

„Wir müssen gestehen, dass wir die Abschläge an einigen Löchern hätten kürzer wählen können“, hieß es in einer Stellungname der Tour, „in diesem Punkt nehmen wir die Verantwortung auf uns.“ Am zweiten Tag sah es auf dem Castle Stuart Golf Links allerdings schon deutlich besser aus und die Scores waren niedriger als in der Runde zuvor.


Martin Kaymer schiebt sich nach vorne

Mit einer beeindruckenden Konstanz bespielte Martin Kaymer den Links-Kurs der Scottish Open und erlaubte sich an Tag zwei kaum einen Fehler. Zunächst spiegelte sich die Leistung des Deutschen zwar nicht im Score wider, als nach bemerkenswerten elf Pars in Folge dann auf Bahn 3 das erste Birdie fiel, war die Freude jedoch umso größer.


Wie das sprichwörtliche Uhrwerk spulte der Mettmanner sein Programm ab und legte auf dem 519 Meter langen Par 5 sogar noch ein Birdie nach. Für Kaymer ging es damit in Richtung der oberen Tabellenregionen. Als er seine Runde beendete, lag Deutschlands Golfer Nummer eins auf dem geteilten Rang 19.

Maximilian Kieffer kämpft mit dem Links-Kurs der Scottish Open

Während Maximilian Kieffer am Vortag mit dem anspruchsvollen Kurs und dem Wind seine Probleme hatte, nahm der Düsseldorfer den Kampf am zweiten Tag an: Bereits auf der Front Nine gelangen dem 26-Jährigen zwei Birdies, die er allerdings mit zwei Schalgverlusten einkleidete. Bei Even Par ging es auf die Back Nine und zu diesem Zeitpunkt lag „Kiwi“ noch unter der prognostizierten Cut-Linie.

Das änderte sich an Loch 12 als Kieffer sein drittes Birdie für den Tag lochte. Wer sich auf den Plätzen der Insel durchsetzen will, muss mit Rückschlägen umgehen können. So ließ sich der zweite Deutsche im Feld – Marcel Siem musste aufgrund anhaltender Schulterbeschwerden den Wettkampf verlassen – auch vom Bogey auf Bahn 14 nicht verunsichern und holte sich den Schlag nur zwei Löcher später zurück. Bei -1 für den Tag und einem Gesamtscore von +2 kehrte Kieffer ins Clubhaus zurück und erhielt sich Chancen auf das Erreichen des Wochenendes – schließlich reichte es auf Position T65 auch bei „Kiwi“ fürs Wochenende.

Nordische Führung bei Scottish Open

Ein Spieler, der bereits am gestrigen Tag gut mit Platz und Bedingungen zurecht kam, war Alexander Noren aus Schweden. Der 33-Jährige aus dem Norden Europas hielt seinen Score schon in Runde eins bei -2 und legte am Freitag richtig los: Sechs Birdies, fünf davon allein auf der Front Nine, darunter der Hattrick auf den Löchern 6 bis 8 – der Mann aus Stockholm blieb zudem Bogey-frei und ging als Führender ins Wochenende.

Dahinter ging es jedoch durchaus eng zu: Die Top 10 lag nach Ende der Runde dicht zusammen, was auf ein spannendes Wochenende hindeutete. Stark unterwegs war Danny Lee, der sich mit einer 66er-Runde um neun Plätze verbesserte. Auch Branden Grace präsentierte sich in guter Verfassung, was nicht nur an einem wunderbar gefühlvollen Chip an Loch 8 abzulesen war. Der Südafrikaner schoss sich mit fünf unter Par auf insgesamt -6 und rangierte am Ende des zweiten Tages auf T4.

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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