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„Schönes Spiel!“ mit dem richtigen Equipment Know-How

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20. Mrz 2015
Augen auf beim Equipment-Kauf - wissen, worauf es ankommt, lohnt sich. (Foto: Getty)
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„Schönes Spiel!“ erklärt Ihnen, was zwischen Lie, Bounce und Torque wirklich wichtig ist beim Equipment-Kauf.

Haben Sie sich schon einmal diese eine Jacke gekauft, die Sie unbedingt haben wollten? Auch noch, als sie bei der Anprobe bestenfalls das Attribut „Slim-Fit“ gebrauchen konnten, realistisch betrachtet aber auch „Wurstpelle“ gepasst hätte? Oder Schuhe, die eigentlich eine Nummer zu klein waren, doch sie standen dort im Schaufenster und es war Liebe auf den ersten Blick. Anschließend gibt es zwei mögliche Szenarien: Entweder Sie überschreiben das subtile Unwohlsein beim Tragen der Mode erfolgreich und reden sich das baldige „Einlaufen“ ein, oder die guten Stücke verstauben, fast ungetragen, im Schrank.

Weshalb diese laienhafte Psychoanalyse des gemeinen Kaufverhaltens, werden Sie sich fragen. Es ist ganz einfach: Übertragen Sie diese Philosophie auf den Golfsport, gibt es nämlich nur ein Szenario: Das Equipment, das Sie gesehen und für gut befunden haben, das Sie optisch ganz und gar überzeugt hat und dessen technische Daten nicht einen Hauch von Schwäche offenbaren, passt nicht. Und es wird sich auch nicht „einlaufen“. Doch das größte Problem ist: Sie wissen es nicht einmal.


Fachmänner erklären Equipment

Abhilfe schafft seit kurzem das E-Book „Schönes Spiel!“ der Golf-Enthusiasten Timo Schlitz und Marco Burger. Die zwei sind ausgewiesene Kenner der Golf-Szene in Deutschland, Schlitz als langjähriger Golf-Journalist, Autor des Trainingsbuches „Mein Golf Training“ und Kapitän der ersten Mannschaft seines Heimatclubs GC Beuerberg. Er hat eigenen Angaben zufolge bereits über 170 Plätze in mehr als 20 Ländern gespielt.

Marco Burger, der einige Zeit in der Long-Drive-Szene mitmischte, ist mittlerweile unabhängiger Golf-Fitter und Mitgründer des Start-Up-Unternehmens „Hole In One Fitting“ bei München. Vorher hat er bei TaylorMade gearbeitet und bereits einige Tour-Pros gefittet. An Expertise mangelt es den beiden also nicht. In dem 54-seitigen Buch, das ausschließlich als E-Book bei Amazon für 6,99 Euro zu erstehen ist, gelingt es ihnen, das Thema Equipment und Fitting im Golf effektiv zu bündeln, um einen schnellen, aber tiefen Einblick in dieses weite Feld zu vermitteln.

Kompakter Einblick in die Welt des Golf-Equipment

Basiswissen für den Equipment-Kauf: "Schönes Spiel". (Foto: T. Schlitz)

Basiswissen für den Equipment-Kauf: „Schönes Spiel!“. (Foto: T. Schlitz)

Lassen Sie sich von dem befremdlichen Vorwort nicht beirren, in dem die Autoren nicht davon ablassen können, ihre Handicaps offen zu legen – Stichwort Statussymbol – um zwei Sätze später zu behaupten, die Spielstärke spiele keine Rolle. Doch davon abgesehen eröffnet „Schönes Spiel!“ ein kompakten, und doch umfassenden Blick auf das, was hinter den Marketing-Flosskeln der Branchengrößen wirklich wichtig ist. Denn: „Wenn Sie einen Driver gut treffen und viel Vertrauen in ihn haben – bleiben Sie ihm treu. Die Länge ist dabei nicht das Wichtigste. Viel wichtiger ist, dass Sie möglichst viele Fairways treffen.“

Chronologisch arbeitet das Buch alle Bereiche des Golfsports ab, angefangen mit dem Driver, über Eisen, Wedges und Putter, bis hin zum Bag, der Bekleidung und der nicht zu unterschätzenden Frage, welcher Fachhändler denn wann ins Vertrauen gezogen werden sollte, der im Web-Browser oder der im Pro-Shop. In den verschiedenen Kategorien wird eine differenzierte Perspektive aufgemacht, die unter Verwendung und Erläuterung von Fachbegriffen wie Lie, Bounce oder Torque die Basis für ein gutes Grundlagenwissen im Golf-Equipment legt. Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihnen wohl eher ein Toe-Hang-Putter oder ein Face-Balanced Modell zusagen würde? Entscheidend ist ihre Puttbewegung, sind Sie ein „Bogenschwinger“ und mögen es, „ihre Hände zu bewegen“, sollten sie mal einen Toe-Hang-Putter probieren.

Empfehlungen aus eigener Erfahrung

Das Buch ist gespickt mit subjektiven Ausführungen des Hauptautors Schlitz, der gerade in den Gebieten Zubehör und Bekleidung von eigenen Erfahrungen und Vorlieben berichtet und einige frische Meinungen vertritt – beispielsweise beim Thema Cappies, bei denen er „bitte nicht diese verschrumpelten Dinger, auf denen noch fünf Werbebotschaften aufgedruckt sind“ sehen will – zu Recht.

An anderer Stelle schießt er etwas über das Ziel hinaus, wenn etwa die Eignung seines Trolley-Favoriten für Sportwagen-Liebhaber hervorhebt oder behauptet, mit einem Trolley verhalte es sich „ein bisschen wie mit einem Porsche: Auch der kostet richtig Geld, dafür stimmt dann aber die Qualität.“ Es muss nicht immer der Porsche unter den Trolleys sein, damit die Qualität stimmt.

Zu wissen, was passt, lohnt sich

Neben den allgemeinen Erörterungen der aufgefächerten Themen finden sich auch einige konkrete Marken-Vorschläge zu den einzelnen Bereichen. Zwar ist die Aktualität derer bei den kurzen Produkt-Zyklen in der Branche limitiert, die Botschaft dahinter ist aber eindeutig und nicht so vergänglich wie die einzelnen Produkte. Die Autoren geben an, von keiner der angeführten Firmen dafür Zuwendungen irgendeiner Art bekommen zu haben, sondern die Produkte aus Überzeugung zu empfehlen. Ausschließlich dem Ball-Hersteller Vice Golf stünde der Autor nah, die Ehrlichkeit darüber soll hier nicht unerwähnt bleiben.

„Schönes Spiel“ ist eine lohnenswerte und kurzweilige Investition, die nicht nur Golf-Einsteigern vor dem ersten Kauf den Horizont erweitert. Auch die „alten Hasen“ der Fairways und Grüns finden sicherlich Anknüpfungspunkte, die Ihnen beim nächsten Equipment-Kauf oder Fitter-Besuch von Nützen sein werden. Denn zu wissen was passt, bewahrt Sie davor, darauf zu warten, dass sich die Schläger richtig „einlaufen“ – laaange zu warten.

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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