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Selbst ist der Golfer: Golfschläger made in Germany

18. Dez 2013
Das Cyclops Eye von Sallivan Golf (Foto: Sallivan Golf)
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Michael Spahn versucht es auf eigene Faust: Nachdem er mit seinem Putter nicht zufrieden war, hat er einfach einen eigenen gebaut.

Michael Spahn hat Elan bewiesen. Er hat sich kurzerhand seinen eigenen Putter gebaut, nachdem es auf dem Grün nicht lief, wie er sich das vorstellte.


Selbst ist der Mann

Der gebürtige Bayer war 17 Jahre alt, als er einen Entwurf für seinen ersten Putter entwickelte. Grund war die Enttäuschung über sein damaliges Gerät für’s kurze Spiel: „Ich hatte mir gerade einen neuen Putter gekauft. 350 Euro hat der gekostet und schon nach ein paar Loch habe ich festgestellt, dass Putterkopf und -schaft nicht zusammen passen. Der Kopf war zu leicht und hat sich beim Spielen verdreht.“

Design erinnert an eine Kaminuhr

Das kann ich besser, dachte sich Spahn, damals Auszubildender zum Feinmechaniker. Seinen Chef bat er um Erlaubnis, die Werkzeuge und Maschinen in der Werkstatt für ein eigenes Projekt nutzen zu dürfen – und begann mit dem Entwurf eines eigenen Putters. Zwei Jahre arbeitete Michael Spahn am ersten Prototyp, am Gewicht, am Ausgleich des Putters, an der Statik, der Komposition und dem Design. Schließlich kam der „Cyclops Eye“ dabei heraus, ein Putter, der im Design an eine Kaminuhr erinnert und eines der zwei Puttermodelle darstellt, die Michael Spahn mit seiner Firma Sallivan Golf anbietet.

Cyclops Eye mit Loch in der Mitte

„Der Cyclops Eye ist relativ schwer, dafür sorgt die ausladende Form mit dem großen Loch in der Mitte. Die Größe dieses Lochs ist keinesfalls zufällig gewählt: Mit 45 Millimetern Durchmesser ist der Metallring genau so groß, dass der Putter hinten ein kleines bisschen leichter ist als vorne“, so Spahn, der jedem Aspekt seines Putters eine Funktion abgewinnt.

Einzelkampf gegen große Konkurrenten

Michael Spahns Unternehmen ist kein einfaches Unterfangen. Ein Putter von Sallivan Golf, in Handarbeit und in Deutschland hergestellt, kostet 550 Euro. Als Einzelperson müht er sich damit durch den hart umkämpften Golf-Equipmentmarkt und muss gegen große Konkurrenten wie Kramski, Odyssey und andere ankommen. Aber Michael Spahn ist guter Dinge: „Die Schläger entstehen alle in Deutschland und in Handarbeit. Wir arbeiten mit einer Ausbildungsstätte zusammen, die die Grundteile herstellt und mit denen zusammen ich den Putter individuell an die Person anpassen kann. 2014 werde ich meine Schläger endlich einem breiteren Publikum präsentieren können. Und Martin Kaymer und Tiger Woods habe ich auch schon angefragt.“

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