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Ryder Cup: Tiger Woods zieht im Hintergrund die US-Fäden

05. Sep 2016
TIger Woods weiß genau, wenn er für den Ryder Cup beobachten soll. (Foto: Getty)
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Rory McIlroy trainiert schon fürs Masters, Phil Mickelson ist erneut magisch und Tom Watson so gut wie sein Alter. Die Back Nine.

Für Davis Love III, so sagt man, ist das anstehende Ryder-Cup-Duell ein „Mulligan in Minnesota“, der US-Kapitän darf nach der Klatsche von Medinah 2012 beweisen, dass er es besser kann. Ein anderer hat beim Kontinentalwettstreit mit Europa ein neues Betätigungsfeld gefunden, hinter den Kulissen des amerikanischen Teams zieht offenbar Tiger Woods gehörig die Strippen. „Er ist unser Taktiker“, sagte Love III neulich über den 14-fachen Majorsieger und Rekonvaleszenten, dessen Comeback als Spieler nach wie vor in den Sternen steht. Umso klarer sind Woods‘ Vorstellungen von der Riege für Hazeltine. Der „Vize“ bombardiert den „Skipper“ bereits seit geraumer Zeit mit seinen Überlegungen zu den US-Duos für Freitag und Samstag sowie mit Vorschlägen für die vier Wildcards. „Seine ,Picks‘ stehen schon fest“, verriet der Kapitän, „ich sage nicht, wer es ist, aber Tiger weiß genau, wen er beobachten will.“ Womöglich bringt sich da ja auch schon jemand als US-Teamchef für Frankreich 2018 in Stellung …

Rory McIlroy baut auf neuen Putting-Coach

„Neuer Besen“: Rory McIlroy, formschwankender Weltranglistenfünfter, hat wegen seiner Probleme auf den Grüns nicht nur den Putter gewechselt, sondern auch einen neuen Putting-Coach engagiert. Seit Juli und dem verpassten Cut bei der PGA Championship trainiert der Nordire mit Phil Kenyon, der auch Henrik Stenson und Louis Oosthuizen berät. Zuvor hatte er sich von Dave Stockton getrennt. Bei der Deutsche Bank Championship zeigte die Zusammenarbeit erste Früchte, nachdem „Rors“ bislang in den Putt-Rankings weit jenseits von Platz 100 rangierte. Doch McIlroy hat ganz andere Ziele im Blick: „Mein Zeitplan ist auf Augusta ausgerichtet. Ich möchte das Masters 2017 mit einem verlässlichen Putten angehen.“


FedExCup ohne Masters-Champion

Auch‘n Rekord: Danny Willett ist der erste amtierende Masters-Champion in der Geschichte des FedEx Cup, der aus den Play-offs fliegt, ohne einen einzigen Schlag getan zu haben. Die Barclays ließ der Engländer aus, und statt zur „Deutsche Bank“ reiste er als Titelverteidiger zum Omega European Masters. Und weil jetzt nur noch die besten 70 der Wertung weiter um den FedEx Cup spielen dürfen, der 28-Jährige aber wegen seines Formtiefs nach dem Masters auf einen außerplanmäßigen Platz 86 abrutschte, ist nun Schluss, bevor Willett überhaupt begonnen hat.

Mickelson zaubert rechts wie links

Magier: „Phil the Thrill“ hat wieder zugeschlagen. Erst spielte „Lefty“ Mickelson seine Kollegen bei einem spontanen „Shootout“ an die Wand, als das derzeit nominierte US-Ryder-Cup-Team vor der Deutsche Bank Championship das Gillette-Stadion des amtierenden American-Football-Champions New England Patriots in Foxboro nahe Boston besuchte. Und zwar mit rechts, weil nur ein Wedge für Rechtshänder verfügbar war.

Dann zeigte der fünffache Majorsieger am ersten Turniertag auf Loch 18 diesen phänomenalen Flopshot:

Watson mit 67 zum 67.

Geburtstags-Runde: Am Sonntag ist Tom Watson 67 Jahre alt geworden, und der achtfache Majorsieger beging seinen Ehrentag standes- und altersgemäß, er spielte bei der Shaw Charity Classic auf der PGA Champions Tour eine 67er Runde. Mancher wünscht sich eine extrem lange Lebensdauer, alleine, um sein Alter mal als Score auf dem Golfplatz hinzukriegen: Watson hingegen hatte das Turnier am Freitag sogar mit einer 65 eröffnet, da war er noch 66 Jahre alt.

Amphitheater für Hazeltine

Stadionatmosphäre: Die Europäer dürfen sich beim Ryder Cup in Hazeltine am ersten Abschlag auf eine gigantische Pro-USA-Kulisse gefasst machen. Die PGA of America hat rund um die Teebox ein wahres Amphitheater errichten lassen, das auch ohne Zuschauer bereits Ehrfurcht gebietend ist.

Zwei Asse in einer Runde

Zwei in eins: Hobby-Golfer Gregory P. Shaughnessy ist das äußerst seltene Kunststück von zwei Assen innerhalb einer Runde gelungen. Im Rockville Links Club von Rockville Centre/New York lochte der 40-Jährige erst auf der Fünf mit einem Eisen 7 über 123 Meter, das zweite Hole-in-one erzielte er auf dem 96 Meter langen Loch 10 mit einem Eisen 9. Laut „Golf Digest“ liegen die Chancen für ein solches Double bei 162 Millionen zu eins. Die beiden Glücksbälle indes hat Shaughnessy auf den jeweils folgenden Abschlägen nach schlechte Drives verschossen.

102 Jahre und immer noch im Club

Biblisches (Golf-)Alter: Mit 102 Jahren ist der Schotte Willie Cuthbert wohl weltweit das treueste und langjährigste Mitglied eines Golfclubs. 1926 trat der damals Elfjährige dem Kirkintilloch Golf Club bei, die Aufnahmegebühr von zehn Schilling war ein Geschenk seines Vaters zu einem bestanden Schulexamen. Cuthbert spielt pro Jahr nur noch ein, zwei Runden, die aber stets mit seinem handgemachten Zweier-Holz von 1938.

Mit Anlauf über den Kumpel

Das Letzte: Im „Happy-Gilmore“-Stil den Kumpel per Flopshot überspielen, Tom Kocks hat‘s drauf. Zu loben wäre freilich vor allem das furchtlose „Hindernis“:

Happy Gilmore short game. #trickshottuesday

Ein von Tom Kocks (@tom_kocks) gepostetes Video am

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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