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Die Highlights der Ryder Cup Geschichte

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26. Sep 2014
Der Rookie von 2002 ist Captain 2014 - Paul McGinley bei seinem legendären Bad. (Foto: Getty)
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Der Ryder Cup und seine Geschichten – ein Rückblick auf die historischen Höhepunkte!

Als Samuel Ryder für die Ryder-Cup-Premiere 1927 den Pokal stiftete, hätte er wohl nicht zu glauben gewagt, was einmal aus seiner Idee werden würde. Als Duell der besten Golfer der USA und Großbritanniens etablierte sich der Kontinentalwettkampf und wurde im Laufe der Zeit nicht nur zum größten Wettkampf im Golf, sondern zu einem der größten Sportereignisse weltweit. Hundertausende Zuschauer verfolgen das Spektakel alle zwei Jahre live auf der Anlage, etliche Millionen an den Fernsehgeräten überall auf der Welt. Und diese Kulissen haben schon für einige unvergesslich schöne, wie auch unvergessen bittere Momente gesorgt. Wir wagen einen Blick in die Vergangenheit auf die historischen Leckerbissen des Ryder Cups.

Ryder Cup 1969 – Der Geist des Spiels

Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die Teams aus Großbritannien erst dreimal in 42 Jahren den Sieg erringen. Erst ab 1979 – auch um den Wettkampf ausgeglichener zu gestalten – war es Spielern aus ganz Europa erlaubt, am Ryder Cup teilzunehmen. Noch zwei Jahre zuvor, 1967, wurden die Briten förmlich von den US-Amerikanern überrannt. Das Duell 1969 wurde eines der spannendsten in der Geschichte – es hing alles am letzten Match. Der zu diesem Zeitpunkt siebenmalige Major-Sieger Jack Nicklaus spielte gegen den amtierenden Open-Champion Tony Jacklin, es entschied sich auf dem 18. Grün.


Nachdem Nicklaus seinen Zwei-Meter-Putt zum Par lochte, lag vor Jacklin ein knapper Meter zum Teilen des Matches und zum ersten Unentschieden der Geschichte des Ryder Cups. Doch anstatt Jacklin spielen zu lassen und darauf zu hoffen, dass er diesen Wadenbeißer verschiebt, schenkte Nicklaus den Putt und zeigte sportliche Größe. Anschließend sagte Nicklaus: „Ich wusste, das US-Team würde den Pokal sowieso behalten dürfen. Ich glaube, es wäre nicht im Geiste des Sports gewesen, Jacklin die Chance zu geben vor all seinen Fans diesen kurzen Putt zu verfehlen.“

Der erste Ryder-Cup-Sieg Europas

Nach 28 Jahren ohne Niederlage gingen die US-Amerikaner auf „The Belfry“ im Westen Englands als eindeutige Favoriten an den Start. Aber es deutete sich bereits an, dass eine neue Generation europäischer Golfer drauf und dran ist, die Spitze zu erklimmen. Spieler wie Seve Ballersteros und Bernhard Langer konnten nicht nur mit den US-Stars mithalten. Mit einer Führung von neun zu sieben gingen die Europäer in die Singles am Sonntag, wo Sam Torrance am 18. Grün drei Putts für den Sieg hatte – er lochte den ersten und holte den ersten Sieg für Team Europa!

„The War On The Shore“ – Kiawah Island 1991

Vom ersten großen Erfolg in der europäischen Ryder-Cup-Historie vergingen bis zu der vielleicht bittersten Niederlage nur sechs Jahre. 1991 – der legendäre Ryder Cup in Kiawah Island, und die wahrscheinlich finstersten zwei Sekunden im sportlichen Werk Bernhard Langers. Die Europäer boten große Namen auf – Langer, Ballesteros, Olazabal, Montgomerie, Faldo – und erneut entschied es sich alles auf der 18. Bernhard Langers Putt aus knapp zwei Metern musste rein, zum Match- und Cup-Sieg. Der Deutsche verfehlte das Par und das amerikanische Team um Captain Dave Stockton badete nicht nur im Freudentaumel, sondern ebenso im Atlantik.

Ryder Cup: Das Rookie-Bad Paul McGinleys. (Foto: Getty)

Ryder Cup: Das Rookie-Bad Paul McGinleys. (Foto: Getty)

2002: Rookie Paul McGinley macht  den Putt

2002 ging es das vierte und vorerst letzte Mal auf dem traditionsreichen „The Belfry“ auf Ryder-Cup-Jagd, und der Titel sollte der Startschuss für die bislang erfolgreichste Sieges-Serie der Europäer beim Ryder Cup sein. In sechs Auflagen behielten sie seither fünfmal die Oberhand. Eigentlich wäre es schon 2001 soweit gewesen, doch durch die Terroranschläge vom 11. September wurde der Ryder Cup um ein Jahr verschoben und findet seitdem in geraden Jahren statt. Die Europäer waren hungrig, den Pokal zurückzuholen. Unter Captain Sam Torrance reichte dem Ryder-Cup-Rookie Paul McGinley am letzten Loch ein Par gegen Jim Furyk um das Match zu teilen und die Trophäe zu sichern. Anschließend ging McGinley baden – ein legendäres Bild!

Das „Miracle of Medinah“ – Martin Kaymer macht’s

Das letzte Loch von 2012 – Martin Kaymer liegt im Match gegen Steve Stricker All Square und hat einen Five-Foot-Putt zum Match- und Cup-Sieg, unweigerlich sahen die Golffans Bernhard Langer 1991 vor sich. Doch Kaymer machte es anders. Alleine der letzte Tag des Ryder Cup 2012 hielt Geschichten bereit, um ganze Bücher zu füllen. Rory McIlroy, der die Zeitumstellung verschlafen hatte und gerade zehn Minuten vor seiner Tee-Time auf der Anlage erschien – Ian Poulter, der mit fünf Birdies hintereinander das Momentum in das europäische Team brachte – und am Ende ein Martin Kaymer, der den Strich drunter machte. Boxen aufdrehen – zurücklehnen – und genießen!

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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