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Ryder Cup 2018: USA nach den Fourballs im Vorteil

Beim Heimspiel in Paris ging der Auftakt des Ryder Cup nach manch einem Kopf-an-Kopf-Rennen zu ungunsten der Europäer aus.

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Die amerikanischen Fans hatten am ersten Tag früh Grund zum Jubeln. (Foto: Getty)

Team Europa war mit dem festen Vorsatz in den Ryder Cup gestartet, sich die Trophäe von den Amerikanern zurückzuholen. Nach den Fourballs am Vormittag allerdings ist die Bilanz vorerst ernüchternd: Das eine oder andere Mal wurde es knapp, hatten die Europäer das Zepter in der Hand, aber drei der vier Punkte gingen schließlich an die starken Gegner aus den USA.

Match 1: Rose und Rahm verlieren auf den letzten Metern

Jungdynamik traf Erfahrung beim Eröffnungsduell im Le Golf National vor den Toren von Paris. Der spanische Rookie Jon Rahm ging Seite an Seite mit dem erfahreneren Engländer Justin Rose, seines Zeichens frischgebackener FedExCup-Champion, gegen Brooks Koepka und Tony Finau ins Rennen. Lange Zeit ging das Konzept hervorragend auf, die Europäer hatten stets knapp, zwischenzeitlich mit 2Up geführt, dann allerdings prallte an der 16 Tony Finaus Ball glücklich an der Einfassung des Wasserhindernisses ab und landete nahe der Fahne auf dem Grün, während seine Gegner weniger Glück hatten. Das darauffolgende Birdie sorgte für ein Unentschieden und stellte das Nervenkostüm der Europäer auf die Probe. Als dann Brooks Koepka am entscheidenden Loch das Birdie machte, war das Duell, bis auf die letzten Meter konstant in europäischer Hand, dann doch verloren.

Dass die Amerikaner dabei durchaus auch etwas Glück hatten, gab Tony Finau in der anschließenden Pressekonferenz gern zu: "Rose und Rahm haben unglaublich gespielt und gut gescored. Wir haben trotzdem weitergekämpft und Brooks hat großartig gespielt, als ich ihn brauchte. Auf der 16 brauchte ich einen guten Schlag und da hatte ich natürlich Glück. Auf der 18 haben wir dann stark gespielt und das Match gewonnen." Auch die Ehre, den Ryder Cup 2018 eröffnen zu dürfen, war etwas sehr Besonderes für den 29-Jährigen, der den ersten Schlag am frühen Morgen machte: "Der erste Abschlag war mit nichts vergleichbar, was ich bisher erlebt habe. Ich habe es sehr genossen."

Europa Ergebnis USA

Jon Rahm

Justin Rose

1Up>

Brooks Koepka

Tony Finau

Match 2: DJ und Fowler dominieren

Auch für das zweite Duell hatte Kapitän Thomas Björn auf einen alten Hasen und einen Neuling gesetzt: Rory McIlroy, der bereits vor seinem 30. Geburtstag fünf Ryder Cups gespielt hatte, davon vier mit einem siegreichen europäischen Team, trat gemeinsam mit Rookie Thorbjörn Olesen gegen Dustin Johnson und Rickie Fowler an. Während der Nordire hinter den Erwartungen zurück blieb, merkte man dem Dänen im einen oder anderen Moment die Anspannung an.

Das Resultat war ein Match, das zunächst so unspektakulär verlief wie keines der anderen - über die ersten sieben Löcher hinweg konnte keines der beiden Gespanne punkten - und dann nach einer kurzen Neigung der Waagschale zugunsten der Europäer in amerikanischer Dominanz endete. Als hätte das gewonnene Loch an der 8 bei den beiden einen Schalter umgelegt, gaben sich Dustin Johnson und Rickie Fowler mit den Lochgewinnen die Klinke in die Hand. Ein Birdie von DJ besiegelte schließlich das Duell - mit 4&2 holten die beiden im bisher kürzesten Match den ersten Punkt für die USA.

Rory McIlroy

Thorbjörn Olesen

4&2>

Dustin Johnson

Rickie Fowler

Match 3: Spieth und Thomas setzen sich durch

Eine der kontroversesten Entscheidung des amerikanischen Kapitäns Jim Furyk war es, in den Fourballs am ersten Tag ein Duo aufzuspalten, das sich vor zwei Jahren in Hazeltine mehr als bewiesen hatte: Jordan Spieth und Patrick Reed. Statt mit Reed startete Spieth so mit seinem Kumpel Justin Thomas in den diesjährigen Ryder Cup. Der Auftakt der beiden gegen die beiden Europäer Paul Casey und Tyrrell Hatton mutierte allerdings zunächst zur One-Man-Show: Ein starker Spieth schulterte beinahe die komplette Front Nine alleine und sorgte mit drei Birdies dafür, dass er und Thomas nach den ersten Neun mit 3Up in Führung lagen.



Dann allerdings nutzten Casey und Hatton die Löcher 11 bis 13, um sich zurückzukämpfen und erzwangen so den Ausgleich. Der aber sollte nicht reichen: Ein Birdie an der 15, diesmal von Thomas, brachte einen Vorteil für die Amerikaner, den diese bis zum Ende erhalten konnten - und damit den dritten Punkt für das Team USA sicherten.

Paul Casey

Tyrrell Hatton

1Up>

Jordan Spieth

Justin Thomas

Match 4: Molinari und Fleetwood sorgen für Lichtblick

Der Spieler, dessen Performance wohl mit am meisten Spannung erwartet wurde, ist Tiger Woods. Das 42-Jährige Comeback-Wunder mit dem Tour-Championship-Sieg im Rücken ging gemeinsam mit dem anderen Teil des teuflischen Duo, Patrick Reed, an den Start und musste sich mit Open-Champion Francesco Molinari und Tommy Fleetwood messen. Was auf den ersten Löchern als Kopf-an-Kopf-Rennen begann, geriet zum Ende der Front- und zum Beginn der Back Nine kurzzeitig in die Hände der Amerikaner.

Molinari allerdings erzielt gleich danach mit zwei aufeinanderfolgenden Birdies den Ausgleich, während Fleetwood kurz vor Ende der Runde mit einem Birdie an der 15 und einem beeindruckenden Putt an der 16 den Match-Sieg und damit die Weichen für den ersten europäischen Punkt der diesjährigen Austragung stellte, den Molinari schließlich mit einem weiteren sicher verwandelten Birdie in Beton goss.

Francesco Molinari

Tommy Fleetwood

<3&1

Patrick Reed

Tiger Woods


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