Im Herbst 2016 steht der nächste Ryder Cup auf dem Plan, dann schaut die Golfwelt vom 30. September bis zum 2. Oktober nach Minnesota. Im Hazeltine National Golf Club in Chaska hat das Team Europa zum ersten Mal die Chance den Cup zum vierten Mal in Folge zu gewinnen und so in die Ryder-Cup-Geschichte einzugehen. So verspricht der Kontinentalwettstreit in einem Jahr voller Highlights eine der größten Sternstunden zu werden.

Duell mit Tradition zwischen Europa und den USA

Ein britischer Samenhändler gab dem Cup seinen Namen. Der 1858 in Preston geborene Samuel Ryder begann erst mit 50 Jahren Golf zu spielen. Der durch den Verkauf von Pflanzensamen in Kleinstmengen zu Vermögen gekommene Engländer hoffte, auf dem Rasen gesünder zu werden. 1927 stiftete er einen Pokal, den Ryder Cup. Dazu animiert hatte ihn ein Match zwischen englischen und amerikanischen Golfern. Doch er änderte das Spielformat. Den ersten Ryder Cup im amerikanischen Worchester (Massachusetts) entschieden die Amerikaner mit 9,5 zu 2,5 Punkten deutlich für sich.

Seitdem treten alle zwei Jahre – mit Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges und einer Verschiebung wegen der Terroranschläge am 11. September 2001 – die besten Golfer Europas und der USA gegeneinander an. Die Austragungsorte wechseln kontinuierlich. Die Mannschaften bestehen aus jeweils zwölf Spielern.

Team USA zurück in heimischen Gefilden

Fest steht, dass die USA rund um Kapitän Davis Love III nach den vergangenen drei Niederlagen im walisischen Celtic Manor Newport, in Medinah und zuletzt in Gleneagles in 2014 hochmotiviert sein werden. Besonders die Niederlage auf heimischen Boden hat den Amerikanern sehr weh getan, diese werden sie also in Minnesota wettmachen wollen. Man darf mehr als gespannt sein, wer letztendlich seinen Kontinent beim Ryder Cup vertreten darf und ob es ähnlich spannend und nervenaufreibend wird wie beim letzten Mal.

Der Modus des Ryder Cup

Während man im Golf üblicherweise „gegen den Platz“ spielt, wird der Ryder Cup im Matchplay-Modus durchgeführt. Im Messen „Mann gegen Mann“ müssen die Golfer neben ihren technischen, auch ganz besonders ihre mentalen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Pro Sieg gibt es einen Punkt für das Team, bei Gleichstand bekommen beide Teams einen halben Punkt zugesprochen. Besitzen zum Turnierende ebenfalls noch beide Teams gleich viel Punkte, wird der Titelverteidiger zum Sieger erklärt. Den Herausforderern aus den USA reicht also 2016 kein Unentschieden zum Titelgewinn.

Wer schafft es in die Mannschaft?

Für USA wird Davis Love III als Kapitän fungieren, während für Europa Darren Clarke das Sagen hat. Pro Team bestimmt der Kapitän die Reihenfolge seiner zwölfköpfigen Gruppe, wie sie im Turnier antreten sollen. Zuvor werden die zwölf Teilnehmer pro Kontinent durch ein Qualifikationssystem ermittelt. Neun Golfprofis dürfen automatisch am Ryder Cup teilnehmen. Auf europäischer Seite werden die ersten vier Team-Mitglieder über die Ryder-Cup-European-Points-List ermittelt. Weitere fünf qualifizieren sich über die Ryder-Cup-World-Points List. Die letzten drei Plätze können frei vom Kapitän besetzt werden – das sind die sogenannten „Captain’s Picks“.

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