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Rory McIlroy: Sein gebrauchtes Jahr 2013

19. Sep 2013
Bisher noch nicht das Jahr des Rory McIlroy. (Foto: Golf Post)
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So ist Golf: Im letzten Jahr spielte Rory McIlroy seine Konkurrenz in Grund und Boden. 2013 kommt beim Nordiren wenig zusammen.

Der Thronfolger von Tiger Woods – „The Curly One“ – das heißeste Versprechen auf der Tour: Die Lobeshymnen auf Rory McIlroy schossen Ende 2012 in den Himmel, nachdem der 24-Jährige im vergangenen Jahr in beeindruckender Art und Weise den Golf-Welt verzückt hatte. Weltranglistenerster, vier PGA-Siege (davon zwei FedExCup-Playoffs), rund acht Millionen Dollar Preisgeld und eine Dominanz, die die Presse schon von einer Wachablösung sprechen lies.

Kein Start bei TOUR Championship

Die Realität in 2013 sieht dagegen trist und grau aus: McIlroy konnte sich als 41. nicht für das vierte FedExCup-Playoff, die TOUR Championship, qualifizieren. Enttäuscht gab der Nordire bei ESPN zu Protokoll: Wenn mich jemand vor der Saison gefragt hätte, ob ich mehr enttäuscht wäre kein Major zu gewinnen, oder die TOUR Championship nicht zu spielen, hätte ich natürlich letzteres gesagt.“


Bestes Ergebnis in Texas

Allgemein ist es nicht das Jahr des in Holywood geborenen Nordiren: Seine Flucht bei der Honda Classic und Querelen um seinen Ausrüsterwechsel von Titleist zu Nike begleiten ihn fast die komplette Saison. Auch seine medienwirksame und öffentlich geführte Beziehung zu Tennis-Sternchen Caroline Wozniacki trägt nicht zur Entspannung der Lage bei. Speziell, wenn die sportliche Leistung ausbleibt: McIlroy erreichte 2013 bislang fünf Top-Ten-Finishes (im Vorjahr zehn) und blieb sieglos. Lediglich den zweiten Rang bei der Valero Texas Open konnte der mittlerweile Weltranglistenvierte als Erfolgserlebnis verbuchen. Sein erspieltes Preisgeld von rund zwei Millionen US-Dollar peppt McIlroy immerhin mit 25 Millionen Euro Jahresgage von Ausrüster Nike auf.

Fallhöhe war enorm

Allerdings stand schon vor der Saison fest: Die Fallhöhe für den sportlich blassen McIlroy sei enorm und bei aller medialer „Dresche“ sind die Ergebnisse des Nordiren zu relativieren: So würden sich sicher einige deutsche Spieler über fünf Top-Finishes freuen. Um das Jahr noch wohlwollend ausklingen zu lassen, bieten sich McIlroy immerhin noch einige attraktive Chancen: Etwa bei der Emirates Australian Open in Sydney, dem Duell mit Tiger Woods am Lake Jinsah oder dem heißen November bei der DP World Tour Championship in Dubai.

Bis dahin flüchtet sich McIlroy in britisch-schwarzem Humor. Vergangene Woche twitterte er: „Ich schlage gelegentlich einen kleinen weißen Ball durch die Gegend. Und zwar überall hin!“

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Malte van Oven

Malte van Oven - Freier Autor für Golf Post

ist Diplom-Sportwissenschaftler, Journalist, Holland-Experte und begeisterter Golfer. Im Team ist er der Trainingsweltmeister und träumt noch heimlich von der Senior Tour.
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